Wieso sagt man zu einem Kindergarten nicht einfach Kindergarten, sondern verwendet das sperrigere Kindertagesstätte oder gar die schreckliche Abkürzung Kita?
Und wenn ich mir schon mal so tiefschürfende Fragen stelle…
Warum, in Gottes Namen, sehen diese orangen Schilder an den Kleintransportern, die täglich unsere Kinder über die Autobahn in irgendwelche sonstwieweit entfernten Schulen kutschieren, genauso aus wie die Schilder, die an Atomtransportern, Schwefelsäurebehältern und Tanklastern angebracht sind?
…aber beständig.
Am 08. Mai des Jahres, also vor mehr als zwei Monaten fuhr ich etwas schnell, bekam auch kürzlich darüber Nachricht. Heute nun folgte die Strafe auf dem Fuße und ich darf nebst drei Punkten in Flensburg auch 100,07 Euronen an den Regierungspräsidenten nach Kassel überweisen. Fragt mich aber nicht, woher die 7 Cent kommen.
Irgendwie hält sich bei solchen Fristen, in denen normalerweise Revolutionen entschieden, Kriege gewonnen oder in Amiland Hochhäuser gebaut werden, die Schuld durchaus in Grenzen. Wenn ich mal an die Macht komme, dann werden Raser sofort bestraft.

Ich habe für die Steuererklärung meine Tankquittungen in die Tabellenkalkulation getippt und mal ein paar kleine nette Zahlen gewonnen.
Im ersten Halbjahr 2006 habe ich 36 Tankstellen abgeklappert in 10 Bundesländern:
Nordrhein-Westfalen (B*el*f*ld, Düsseldorf)
Hessen (Gießen, Knüllwald, Marburg)
Hamburg
Baden-Württemberg (Ilsfeld-Auenstein, Nürtingen)
Mecklenburg-Vorpommern (Klütz, Upahl)
Rheinland-Pfalz (Flörsheim, Mainz, Nieder-Olm)
Bayern (München)
Niedersachsen (Northeim, Osnabrück)
Thüringen (Schmölln)
Saarland (St. Ingbert)
Der durchschnittliche Spritpreis betrug 1,12 auf den Liter Diesel. 2002 tankte ich das letzte Mal für 0,99 DM. Ja, richtig gelesen, keine Mark kostete damals der Liter.
Der „günstigste“ Sprit kostete 1,079 in Düsseldorf, am meisten langten die Marburger und Saarländer zu mit 1,179 EUR.
Insgesamt schüttete ich 1.704,83 Euronen in den Tank, also bekam alleine der Bundesfinanzminister 272,77 Euronen Mehrwertsteuer davon, von der Mineralölsteuer ganz abgesehen. Bei der Erhöhung nächstes Jahr wären an dieser Stelle bei unveränderten Preisen also schon 50 Euro mehr fällig.
Für diese 1.704,83 vertankten Euronen fuhr ich ca. 20.000 Kilometer, also kostet mich der Kilometer so 9 Cent.
Mit einer durchschnittlichen Tankfüllung von 41 Litern fuhr ich durchschnittlich 530 Kilometer. Das macht einen Verbrauch von 7,8 Litern/100 Kilometer, was meiner dauernd laufenden Klimaanlage und meinem, oehm, angepaßten Fahrstil durchaus entspricht.
Bei den Spritpreisen von 2002 hätten mich die 1.500 Liter Diesel nur 750 Euronen gekostet. Also lege ich nun für die gleiche Leistung 960 Euro mehr im Halbjahr hin. Alle Achtung. Ich frage mich immer mehr, wie sich das Berufspendler und Vielfahrer, Speditionen, Vertreter noch leisten können.
…alle machen blau
von Flensburg bis nach Oberammergau
denn es sind Ferien
und mit viel Tamtam und Information
geht wieder unser
Ferienprogramm
unser Ferienprogramm…
Ältere Semester müßten in diesem Moment automatisch weitersingen mit
„Fünf Freunde, das sind wir…
…Julien, Dick und Anne
George und Timmy der Huhuhund“
und schwelgen in den Erinnerungen an die endlosen Wiederholungen der Enid-Blyton-Serie „Fünf Freunde.“
Aber ich wollte nicht nostalgisch werden, sondern meine Leserinnen und Leser nur auf die Tatsache hinweisen, daß ich nun sieben Wochen vorlesungsfreie Zeit habe.
Und die jüngeren Semester erfahren schlußendlich, daß in den 80er Jahren, das 2DF, welches damals noch bieder ZDF hieß, in den Ferien jahrelang immer wieder das identische Ferienprogramm mit Captain Future, Biene Maja und den Fünf Freunden lieblos abwickelte.
Moderatoren waren eine Frau und Benny. Den Rest verdrängte ich erfolgreich.
Aber anschauen würde ich mir doch die eine oder andere Szene noch einmal…
Die erste Meldung des Sommerlochs fand ich bei SpOn.
Stellt euch das einmal vor, auf einer Seite, die Millionen und Abermillionen Videoschnipsel für lau zum Up- und Download anbietet sind doch auch tatsächlich welche aufgetaucht, die gegen irgendetwas verstoßen. In unserem Fall sind es böse Nazivideos.
Ich sinke ob dieser Meldung vor Ehrfurcht auf den Boden. Am meisten stinkt mich aber dieser pseudoliberale Oberlehrerton, gemischt mit einem Hauch erhobenem Zeigefinger und Betroffenheit zum wohligen Schaudern an.
Und die einzige Konsequenz dieser Meldung wird eh nur sein, daß quasi jeder, der sie las bei YouTube gezielt nach so einem Zeug sucht. Tolle Wurst.
Ein schönes Zitat, welches ich dem Nutzer Rainer Helmbrecht aus dem SpOn-Forum mopste:
Herr Carrell war ein Grosser, ohne Einschränkung. Was ihn auszeichnete war, dass er für etwas stand, was er nicht war, ordinär.
Das Ordinäre war nicht seine Welt, dafür war er witzig und auch frech, aber immer so, dass man sich beim Zuschauen im Familienkreis nicht schämte. Weder vor den Eltern, noch vor anwesenden Kindern. Das ist eine Kunst, die mit ihm unterging. Danke Rudi!
Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer der Frage, wer an seinem Tod schuld ist.
Selbstverständlich niemand anderes als die SPD.
Zumindest bis 2010, denn die WM 2006 ist gelaufen.
Italien ist glücklich Weltmeister geworden. Es war eine schöne Zeit und die Stimmung im Lande war unvergeßlich gut. Gott sei Dank gab es auch keine islamischen Bombenattentate o.ä..
Nun kann ich die dBox wieder auf den Dachboden stellen und einige fernsehfreie Jahre genießen.
Halb sieben startete ich ins 267 Kilometer entfernte, schö^w^wBochum. Gegen 19:00 Uhr hatte ich meine Arbeit so einigermaßen erledigt (also nächste Woche nochmal hinfahren). Gut zwei Stunden Fahrzeit sind eine traumhafte Zeit. Zumal ich am Kölner Ring vorbei muß. Heute früh war ich regelrecht irritiert, als kaum Verkehr herrschte. Normalerweise bin ich dort mindestens eine halbe Stunde Stau gewohnt. Naja, böse war ich nicht.
Das einzig Erzählenswerte der Reise war das Gesicht des Menschen, der an der Tank- und Raststätte in meiner Nähe Ordnung machte. Ich ließ nämlich beim Tanken das Autoradio recht laut bei offener Tür weiterlaufen.
Und ich hörte nicht etwas irgendwelche Musik, sondern…
Ja, da kann man nicht drauf kommen. Ich lauschte nämlich als Urlaubseinstimmung einer Kassette „Isländisch für Anfänger“, die ich für TheKaiser digitalisieren soll.
Sonst gibt es nicht relevantes zu berichten. Müde bin ich nun und gehe ins Bett.
Notiz an mich selber: nicht immer soviel in der Gegend rumfahren.
Dienstag abend brauste ich 19:25 Uhr an der FH in Mainz ab und stand in München-Bogenhausen ab der 69. Minute vor dem Fernseher. Also knapp drei Stunden für die 430 Kilometer. Naja, wäre der Stau vor Aschaffenburg nicht gewesen…
Ich hörte das ganze Spiel während der Fahrt auf Bayern 5 und fieberte auf ein deutsches Tor.
Ich hätte so gerne bei Tempo >200 mit Hupe und Lichthupe auf der BAB Stimmung gemacht.
Sollte aber nicht sein. Von der Autobahnabfahrt Föhringer Ring bis nach Bogenhausen war ich übrigens quasi als Einziger auf der Straße unterwegs, das war richtig unheimlich.
Logischerweise schworen meine Freunde und ich uns nach dem Spiel, die nächsten vier Jahre Pizza zu boykottieren. Dann war auch schon Nachtruhe.
Am nächsten Morgen stand schon um 8:00 Uhr der Telekom-Mensch auf der Matte. Nach nicht einmal 2 Stunden hatte er es auch geschafft, die zwei Telefondrähte vom dritten in dern vierten Stock zu patchen. Ich hatte stramm bis 20:00 Uhr zu tun. Zwischendurch hatte ich die Gelegenheit, Teile der französischen Nationalmannschaft, die ja an diesem Abend in München ihr Spiel gegn Portugal gewann, zu sehen. Überhaupt war München proppendickevoll mit Fußballfreunden aller Couleur.
Abends feierte die ganze Stadt und ein Meer von blau-weiß-roten Fahnen wehte auf dem Friedensengel und dem Odeonsplatz.
Heute erledigte ich bis 13:30 Uhr die restlichen Arbeiten beim Kunden und fuhr dann zurück nach Mainz.
Vor Nürnberg stand ich knapp zwei Stunden im Stau. Es hatte sich ein schwerer Unfall ereignet, bei zwei Wracks konnte ich nicht einmal mehr die Marke des Autos erraten. Nach Nürnberg war es noch einmal zäh und so brauchte ich mehr als fünf Stunden, bis ich das Auto ent- und neubeladen konnte, denn morgen geht es nach Bochum.
Insofern ist jetzt auch Schluß mit Tippen…
Gerade erfahre ich, daß der deutsche Mittelfeldspieler Torsten Frings für das morgige Halbfinalspiel gegen Italien gesperrt wird, 5000 Schweizer Franken Strafe zahlen muß und ein halbes Jahr FIFA-Bewährung erhält.
Ob die Entscheidung nun richtig oder falsch ist sei dahingestellt. Sie kommt aber viel zu spät und, und daß ist mir beinahe das Wichtigste, die Entscheidung wirft einen unnötigen Schatten auf die bisher so harmonisch und schön verlaufenden Spiele der Deutschen. Das unschöne Gerangel mancher, temperamentvoller Argentinier nach deren herber Niederlage wurde schnell mit einer roten Karte bestraft und dann der Mantel der Nächstenliebe darübergedeckt und das war auch vollkommen richtig so.
Die eben erfolgte Sperre Frings‘ hingegen kommt viel, viel viel zu spät und bringt nur Kummer und Sorgen. Sehr schade!