Mai 202008
 

Sonntag, 30.07.2006 – Seetag – Passage der Insel Jan Mayen
Titel
Man achte auf den Sonnenaufgang.
Heute ist es ungemütlich. 8 Grad, Nebel und leichter Wind, da hält man sich nicht ewig draußen auf. Ich tigere durchs Schiff und hole zahlreiche Postkarten an der Rezeption, die ich heute und morgen beschreiben werde. Ich muß mir das Lachen sehr verbeißen, als vor mir eine Dame nach der aktuellen Tageszeitung fragt. Ihr ist offensichtlich entgangen, wo wir uns befinden.
10:30 Uhr ist am Sonnendeck, daß nun eher Nebeldeck heißen sollte etwas im Gange. Ich strebe dahin und lache mit zahlreichen Mitreisenden, als Neptun leicht verspätet die Polarkreistaufe macht. Mittlerweile zeigt mein Navigationssystem schon 70 Grad nördlicher Breite. Nach dem Mittagessen suche ich zum Skatspiel den dritten Mann. Sogar ein Vierter wird gefunden und schon sitzen wir im Spielzimmer und kloppen einen wunderschönen Skat.
Am frühen Abend taucht die Insel Jan Mayen aus dem Nebel auf. Alle stehen am Deck und gaffen das kahle Stück Fels an. Bei der Passage des Beerenbergs zeige ich auf meinem Notebook einige Bilder eines Bekannten, der auf der Vistamar im Vorjahr eine ähnliche Tour unternahm. Er hatte das unendlich große Glück, die Insel ohne Nebel und Wolken zu erleben. Ein mitreisender norwegischer Kapitän berichtete gar unter Tränen, das er den Berggipfel das erste Mal in 30 Jahren gesehen hätte.
Irgendwann verschwindet die Küstenlinie der Insel aus der Sicht und wir gehen zum Abendessen. Das tolle Abendgesangsprogramm der Kellner ist mittlerweile ein beliebter Tageshöhepunkt. Heute wird uns eine Elvis-Schnulze (fallin‘ in love with you) geboten.
Fraußen sind 6 Grad und es ist diesig. So sehen wir keine Sonne. Tatsächlich ist es gegen Mitternacht aber noch so hell, daß man lesen könnte. Doch ich lese lieber im Bett und so geht auch dieser Tag zu Ende und das Schiff strebt weiterhin mit 24 Knoten Richtung Norden.
Kabine
Blick in die Kabine. Alles da, was man braucht. Ich bin nur zum Umziehen und Schlafen drin.
Taufe
Wenn schon kein Äquator, dann wenigstens der Polarkreis als Taufanlaß.
Surfstation
Ein Blick auf die Internet-Surfstationen. So sah es dort immer aus, denn die Preise für die Benutzung waren prohibitiv (2 EUR pro Kilobyte Upload).
Jan Mayen
Die westliche Küstenlinie der Insel Jan Mayen.
Beerenberg
Der Beerenberg in all seiner 2.277 Meter Höhe Pracht. Das Bild stammt von einem Bekannten, der vor rund einem Jahr die Stelle passierte.
Mitternacht
Tja, dunkler wurde es nicht, komisch.

 Posted by at 9:05 p.m.
Mai 162008
 

Ein Kunde nutzt einen Dell-Farblaser. Da sich sowohl der schwarze als auch der cyanfarbener Toner dem Ende neigten, orderte ich letzte Woche bei Dell drei Farbtoner cyan, magenta und gelb und eine schwarze Kartusche mit hoher Kapazität. Der Spaß kostete mehr als 400 EUR.
Die Lieferung traf Anfang der Woche ein und wurde von einer Angestellten angenommen.
Heute nun meldete der Drucker Toner alle (schwarz und cyan). Der Kunde holte mich hinzu, da er mit dem Wechseln der Kartuschen nicht zurechtkam.
Das war auch gut so, denn ich traf folgendes Deseaster an:
Die Kartusche Cyan war in der Lieferung überhaupt nicht enthalten gewesen, wohl aber auf dem Lieferschein und der Rechnung.
Die Kartusche schwarz mit hoher Kapazität war zwar im Karton originalverpackt, aber nicht mehr in Folie, ohne Sicherung und ohne Arretierung und völlig leer.
Da der Kunde kein Farbkartuschentauschexperte ist, hatte er in seiner Verzweiflung die (originalverpackten) Kartuschen gelb und magenta bereits eingesetzt, obwohl diese noch nicht aufgebraucht waren. Also war der maximale Schaden erreicht.
Offensichtlich hatte also ein unliebsamer Zeitgenosse im Auslieferungslager oder bei der Spedition Eigenbedarf an Toner Cyan und Schwarz und diesen Eigenbedarf befriedigt.
Der Kundenberater bei Dell war sichtlich geschockt und versprach bis Montag nächster Woche kostenfreie Nachlieferung der beiden Kartuschen.
Und beim Kunden mußte heute auf Farblaserdruck verzichtet werden.

 Posted by at 4:57 p.m.
Apr. 162008
 

… und mir die neue Beta von Google Earth angeschaut.
Insgesamt muß man als gebildeter Industrielandbürger mal folgendes dazu sagen:
WAHNSINN!
Noch vor 20 Jahren hätte man Leute, die das für 2008 vorhergesagt hätten, was momentan auf meinem Rechner geht, unkommentiert in die Irrenanstalt gesteckt. Niemand hätte sich vorstellen können, daß petabyteweise Daten von diversen Satelliten geschickt miteinander verknüpft wurden und kostenfrei in sekundenschnelle in Millionen Haushalte verschickt werden können.
Ich weiß noch, wie beeindruckt wir alle waren, als in den 1980er Jahren die Tagesschau statt der banalen Wetterkarte ein Satellitenbild zeigte. Und als dann wenige Jahre später das Satellitenbild sich auch noch bewegte und der Wetterbericht, im Gegensatz zu früher, immer öfter auch stimmte, da war eigentlich schon das Traumziel erreicht.
Aber heutzutage kann man sich mit einem Computerprogramm nicht nur den gesamten Globus anschauen, teilweise bis auf einen halben Meter Detailnähe; nein, man kann sich jetzt sogar das verdammte aktuelle Satellitenbild über die Ansicht legen lassen. Und dann sieht man bei Nebel eben weniger. Und wenn es draußen regnet, dann hängt über meiner Wohnung eine verflixte Wole. Völlig abgedreht eigentlich!
Da interessiert beinahe schon gar nicht, daß die Software auch die Sonnenauf- und untergänge für jeden Ort gescheit simulieren kann oder daß man sich in manchen Städten, wie bspw. San Francisco sich sogar in gängiger Fotoqualität in 3D-Egoshooter-Manier durch fast die ganze Stadt bewegen kann (die Passage der Golden Gate Bridge kostet 5 USD).
Und „selbstverständlich“ kann das Programm nicht nur auf die Erde herabblicken, sondern seit einiger Zeit auch in den Weltraum schauen. Dort liefert es Abertausende hochauflösende Bilder, die diverse Weltraumteleskope in den letzten Jahren produzierten. Und vieles mehr, wenn auch nur light, im Gegensatz zu professionellen Astronomieprogrammen.
Vor wenigen Jahren noch wären Heerscharen von Wissenschaftlern dankbar auf die Knie gesunken, wenn auch nur wenige Prozente der Möglichkeiten funktioniert hätten.
Heutzutage ist so etwas maximal eine Meldung in meinem Blog wert. O tempora, o mores.

 Posted by at 8:35 p.m.
Apr. 072008
 

…auch schwierig geht. Das dachte sich sicher die Fa. Versatel, denn wir brauchten immerhin von Mittwoch Abend letzter Woche bis heute Nachmittag, um das Problem bei einem Kunden zu lösen. Hier die Leidenschronologie:
Mittwoch: Ein Router des Kunden, dessen Paßwort unbekannt war, mußte neu programmiert werden. Also schaute ich nach, ob die Internet-Zugangsdaten vorhanden waren (waren sie auf einem Zettel) und setzte die Maschine auf Auslieferungszustand zurück. Dann trug ich die Zugangsdaten ein und … nichts ging mehr. (Never change a running system)
Das im Router (ich sage übrigens immer Ruhter zu den Dingern, nicht Rauter) integrierte DSL-Modem zeigt SYNC an, DHCP ging auch prächtig, aber bei der Einwahl terminierte die Maschine mit dem Fehler „Server antwortet nicht“.
Da ich mir aufs erste keinen Rat wußte, nahm ich die Dienste der kostenpflichtigen Hot-Line in Anspruch.
Nach diversen Telefonmenügetippe und der üblichen blöden Warterei und einer Paßwortabfrage (Rhododentron) teilte mir eine junge Dame mit, daß die Kennung veraltet sei und Probleme bereiten könne. Der ursprüngliche Provider Mainz-Kom war wohl vor einiger Zeit in die Versatel aufgegangen.
Immerhin wurde mir sofort ein neuer Versatel-Zugang mitgeteilt. Dieser sollte aber erst binnen einer Stunde aktiv werden. Nach anderthalb Stunden ging immer noch nichts. Mittlerweile hatte die Versatel-Hotline Feierabend und ich war auch langsam müde. Also verschoben wir die Sache auf Donnerstag.
Donnerstag: Am Abend tauchte ich, nun besser gewappnet, beim Kunden auf. Ins Internet kamen wir immer noch nicht. Das teilte ich der Hotline (Telefonauswahlmenü, lange Warterei, Paßwortabfrage (Rhododentron)) mit. Diese beharrten darauf, daß der Fehler in unserer Hardware liege (halt nicht das Billig-Modem von denen, sondern ein 300-EUR-Router). Dieser Router tat ja bis zum Vortags-Reset klaglos seinen Dienst. Was solls, ich zog ein Firmware-Update in Erwägung. Das ging natürlich nicht, da ich ja die Firmware nicht aus dem Netz ziehen konnte. Ein temporär vorhandenes WLAN (wohl von einem „Etablissement“) verschwand wieder, als der Firmware-Download bei 98% war). Verflixt, was tun?
Hmmmm, was war denn das. Beim Kunden lag noch eine nigelneue, kleine Fritz!-Box rum. Also die Box angeschlossen und … Pustekuchen. Ich bekam keinen Zugriff auf die Box. Und einen Reset-Knopf gibt es da nicht. Was nun? Guter Rat war teuer. Apropos teuer, also Hotline anrufen. Nach Menügetippe und ewiger Warterei und „Rhododentron“ stellte mich eine schnippische Dame endlich zu einem Techniker durch. Der allerdings behandelte mich wie den Durchschnitts-DAU, mit dem er sonst wohl meist zu tun hatte und war überhaupt nicht konstruktiv. Immerhin nervte ich solange, daß ich seinen Gruppenleiter ans Telefon bekam. Der gab mir deutlich zu verstehen, daß Nicht-Versatel-Technik nicht unterstützt werde. Immerhin konnte ich verifizieren, daß mein Router das Modem richtig eingestellt hatte.
Alle anderen Arbeiten, die ich noch beim Kunden vorhatte (Updates, Firmware-Updates TK-Anlage, WLAN-Integration, scheiterten an der fehlenden Internetverbindung. So abhängig ist man heute von diesem Zeugs. Also zog ich auch Donnerstag wieder unverrichteter Dinge ab.
Freitag: In der Nacht hatte ich noch den AVM-Service angemehlt, die mir helfen sollten, auf die Fritz!-Box zu kommen und den Router auf die aktuellste Version geflasht. Außerdem hatte ich noch einen ähnlichen Router aus meinem Fundus ins Auto gelegt. Und bei einem anderen (Versatel-)Kunden lieh ich mir dessen jungfräuliches DSL-Modem aus. Dann ging es, diesmal schon am Nachmittag, zum Kunden. Ich baute das originale DSL-Modem ein. Das synchronisierte auch problemlos. Nur bekam ich über einen anderen Router immer noch keine Verbindung ins Netz. Nach einem Seufzer, wählte ich mich durchs Telefonmenü, wartete in der Versatel-Heißlinie und verkündete, nach Nennen des Rhododendrons, beinahe triumphierend mein Scheitern. Da ich ausdrücklich mehrfach erwähnte, daß ein originales Versatel-Modem angeschlossen ist, kam ich relativ schnell in die Technik. Mittlerweile resigniert machte ich brav alles mit, was der Techniker mir so zumutete (Modem resetten (ich hatte es ja erst 20 Minuten vorher aus der Folie geholt) und per LAN eine direkte PPPoE-Verbindung (*schauder*) herzustellen. Als endlich, nach De- und Aktivieren der Netzwerkkarte des Rechners (RTL8139) das Einwahlprogramm wieder einen Fehler 678 produzierte, rang man sich durch, mir zu attestieren, daß ein echtes Problem vorliegt und daß das Problem wohl auf Seiten Versatels liege. Zu dieser Erkenntnis gelangte man gegen 18:00 Uhr. Man nahm Kontaktdaten auf und versprach mir, daß sich die Technik sofort um unser Problem kümmern würden. Das versprach man mir auch noch 19:30 Uhr, als ich fragte, ob es Sinn hätte, noch zu warten. Da 20:00 Uhr Feierabend ist, war also auch dieser Tag für die Miez gewesen.
Sonnaben und Sonntag ließ Versatel dem Kunden und mir Ruhe. Aber AVM gab mir wertvolle Tips, wie ich die Fritz!-Box wieder zum Arbeiten bewegen konnte. Hut ab, es klappte. Aber auf 169.254.1.1 als Not-Flash-IP wäre ich von alleine nicht gekommen. Im Netz fand ich auch keine dahinführenden Hinweise.
Montag: Mittag klingelte mein Mobiltelefon. Es war ein Versatel-Techniker dran! Er prüfte noch einmal sämtliche Angaben, die ich letzte Woche mehrfach gemacht hatte und stellte fest, daß man an dem Problem arbeite. Super, das ließ sich hören. Eine Stunde später bekam ich auch eine SMS zu dem Thema.

Sehr geehrter Versatel-Kunde,
unser Techniker-Team bearbeitet gerade ihren Auftrag, um Ihnen schnellstens zu helfen. Blabla

Eine weitere Stunde später kam dann DER erlösende Anruf. Der erste echte Techniker hatte das Problem erkannt und eine Lösung gefunden. Die Lösung: es gab überhaupt keine Zugangsdaten. Der Kunde hatte mit seinem Mainz-Kom-Zugang eine feste IP und mußte diese IP und DNS und Gateway händisch in den Router eintragen. Diesbezügliche Hinweise fanden sich im Schriftverkehr des Kunden, den ich in langweiligen Wartestunden bei ihm mehrfach ausführlich wälzte, nicht.
Ich schrieb mir also die IP auf einen Zettel und fuhr am Abend nun bereits zum vierten Mal zum Kunden.
Dort schloß ich die reparierte Fritz!-Box an, wühlte in den umständlichen Menüs der Box rum, bis ich die entsprechende Konfigurationsseite fand … und stand vor einem Rätsel. Denn in dem Dialog wurden mir einfach zuviele Möglichkeiten geboten. Naja, eigentlich waren es nur vier. Also probierte ich diese Vier durch. Und schlau, wie ich bin, von unten nach oben. Und dank Murphy war es die oberste. Und das Internet war erreichbar!!1 Nach nichtmal einer Woche. Nun ging alles ruckizucki. Updates, WLAN-Anbindung usw. waren in Minuten gelaufen und nun läuft alles prächtig. Sogar eine PSP kommt ins WLAN, wozu auch immer.
Fazit: Der Kunde ist natürlich in Wahrheit ein befreundetes Ehepaar. Denn mit dieser Art Arbeit läßt sich kein Geld verdienen. Ich glaube nämlich kaum, daß jemand für solche Odysseen 4 x 40 Kilometer Fahrt und insgesamt 15 Stunden Arbeitszeit bezahlt für Arbeit, die in einem Bruchteil der Zeit hätte erledigt sein können. Und wer macht sich überhaupt solche Arbeit?
Egal, so hat wenigstens eines der Kinder von mir seltsame Sachen über das Lied der Nibelungen erfahren und wir haben insgesamt alle nett über viele Sachen plaudern können.

 Posted by at 10:37 p.m.
Apr. 032008
 

Seitdem ich meinen neuen Händitarif habe, kann ich das Ding echt nach meinem Gusto richtig intensiv nutzen. Wie mit mir der Netzversorger Geld verdienen soll, ist mir allerdings schleierhaft. Insofern vielen Dank an die PISA-Kinder, die hektisch hüpfendes Getier in Masse daunlohden.
Händi

 Posted by at 10:35 p.m.
Apr. 022008
 

So wie der eben bestimmt nicht. Letzte Woche wurde ich gebeten, doch am Abend mal nach dem Router zu schauen und für den Junior das Windows korrekt zu lizenzieren.
Termin war heute 18:00 Uhr.
Nun hatte ich am Sonntag die Uhren in Fernseher, Auto, Wecker, Mikrowelle und weiß der Deibel wo noch umgestellt. Als 18:30 Uhr mein Händi mich an den Termin erinnerte, wußte ich, welche Uhr als einzige nicht umgestellt war. Also traf ich erst mit einer Stunde Verspätung ein. Nun, das war alles nicht so schlimm. Nach zwei Stunden Gebastel hatten wir folgendes Ergebnis.
– der zu lizenzierende Rechner ist nun völlig deaktiviert und muß neu installiert werden
– der Router routet nicht mehr ins Internet und die ganze Familie ist nun offline
Also morgen nochmal das ganze. Dann mit Firmwareupdate für den Router, der dann hoffentlich wieder ordnungsgemäß gehen wird. Und den Rest? Schauen wir mal.

 Posted by at 8:39 p.m.
März 292008
 

…“mußte“ berufsbedingt (Tester für moderne Telespiele, nein, ich meine nicht ihn) im letzten Jahr seinen Rechner mit Windows Vista betreiben. Seitdem war er eine stetige Quelle gemeinschaftlichen Spottes, konnte doch diese tolle Vista-Maschine im Internet manche Seite nicht aufsuchen. Nun braucht man ja als Student und Jungunternehmer solch öde Seiten wie Wikipedia, Facebook, StudiVZ, Xing oder die IMDB nicht. Und selbstverständlich war auch Google nicht erreichbar. Der Vorgängerrechner und alle anderen Maschinen im selben Netz funkionierten klaglos. Egal, dafür ist Vista aber bunter und nutzt auch den RAM besser.
Doch nun nahte die Rettung. Seit kurzem gibt es schließlich den Servicepack 1 für Windows Vista! Und nachdem sich dieser in Form eines halben Gigabytes voller Patches in quälender Langsamkeit auf die nun sicher vollständig fragmentierte Systemplatte eingespielt hat, sind nun auch Google und Co. wieder auffindbar.
Dazu mein herzlicher Glückwunsch. Nun brauche ich wenigstens nicht mehr diverse Google- und Wikipediaanfragen an ihn zu mehlen 😉

 Posted by at 8:53 p.m.
März 192008
 

… wenn man sich, um Änderungen an der Internetpräsenz des Kunden vorzunehmen, auf dem Webserver bei 1 und 1 anmelden will und der Login trotz korrektem Paßwort ständig fehlschlägt?
Ganz einfach: die Domain wird von Strato gehostet.

 Posted by at 5:31 p.m.
März 192008
 

Ich weiß nicht, früher (also vor 5, 6 Jahren) hat mir das Kaufen und Verkaufen in eBay Spaß bereitet. Man konnte mit wenigen Mausklicks irgendwelche exotischen Schallplatten und Bücher, aber auch Neuware zu gescheiten Preisen ersteigern und andererseits auch sein altes Kassettendeck, Modelleisenbahnzubehör und Sammeltassen an irgendwelche Leute verkaufen. So erinnere ich mich sehr gerne an einen Kontakt zu einem Polen, der noch vor dem EU-Beitritt seines Landes, bei mir einen ollen Photoapparat für teuer Geld ersteigerte und der sich überschwenglich dafür bedankte und auch ohne Murren die exorbitanten Paketkosten bezahlte. Eine Überweisung in EUR von Polen nach Deutschland dürfte damals auch fette Gebühren gekostet haben.
Doch schleichend verschlimmbesserte sich das eBay-System. Statt schneller und einfacher Handhabung traten nun die Juristen und Manager auf den Plan und verstümmelten den ehemaligen Liebreiz und Charme. Das mag sicher notwendig sein in Anbetracht der Mißbräuche, Manipulationen und bösen, kriminellen, depperten oder unerfahrenen Nutzer, aber mir stößt es eben sauer auf, wenn ich in einer E-Mail vor lauter Hinweisen und Belehrungen die eigentliche Frage des potentiellen Käufers nicht mehr finde, wenn sich das neue Design zäh anfaßt und ein anderes (und ineffektives) Design hat und an allen Ecken und Enden Drangsalierungen, Nötigungen und Sicherheitshinweise überborden. Und durch die gestiegene Nutzerzahl (und den Zulauf der PISA-Generation) ist es nun auch nicht mehr einfach, einen Artikel zu verkaufen. So muß man nun ständig zig nervende Fragen zu seinem Produkt in aller Ruhe und Ausführlichkeit beantworten. Nicht daß ich das nicht gerne täte, aber es kostet Zeit und Nerven und bei Verkaufspreisen von 4,01 inklusive Versandkosten ist mir meine Zeit einfach zu kostbar, um für Nutzer A nachzuschlagen, was der versicherte Versand nach Kroatien (dabei habe ich Lieferung nur nach Deutschland) als Maxibrief kosten würde, einem Italiener auf englisch noch einmal das Produkt zu beschreiben oder einem PISA-Kind antworte, welches in erbarmungswürdiger Orthographie eine Frage stellt, die sich erübrigt hätte, wenn es denn die Beschreibung hätte lesen können.
Und dabei immer höflich bleiben, denn sonst droht ja mittlerweile eine negative Bewertung. Achja und das eigentlich praktische PayPal ist mittlerweile auch recht teuer geworden, die eBay-Gebühren sowieso.
Warum ich nun trotz allem Gemecker eBay nicht die Kehrseite zeige? Nun, ich bin ein Menschenfreund und Optimist und glaube jedesmal, daß es besser würde.
Wird es aber nicht. Meine letzte Auktion bswp.:
Ich verkaufte 5 DVDs, die ich mir sowieso nie wieder anschauen will. Der Einfachheit halber bot ich diese DVDs zum Sofortkauf an. 5 EUR und nochmal 2 EUR Versand – so einfach ist das.
Nun waren aber, warum auch immer, nach Eingabe aller Daten nur 2 der 5 DVDs auf Sofortkauf gestellt. Egal, dann wartet man eben eine Woche. Der erste Fehler, den ich machte, wurde schon eine halbe Stunde nach Auktionsbeginn moniert. So widersprachen sich DVD-Titel und Beschreibung. Ich beantwortet die Mehl des Entdeckers und der kaufte die DVD auch sofort per PayPal und hielt sie auch keine 24 Stunden später in den Händen. So muß das laufen.
Die zweite Sofortkauf-DVD war auch ratzfatz verkauft. Nur sitzt der Erwerber dummerweise in Österreich. Da hatte ich bei den Versandoptionen wieder ein flasches Häkchen gesetzt. Wieso allerdings im eBay-System auch im Jahr 2008 immer noch steht
eBay
ist nicht ganz nachvollziehbar. Nun kostet der Versand einer DVD nach Österreich natürlich mehr als meine raffinierten 2 EUR, die ich angegeben hatte. Bauernschlau verschickte ich also die DVD mit 3 EUR frankiert in offener Verpackung als Büchersendung. So hielt sich der Verlust mit einem EUR noch in Grenzen. Nicht mal ein EUR, denn in Deutschland kostet mich der Großbrief 1,45 EUR.
Nun kam am Samstag der Brief zurück. Die Post hat sich nicht übertölpeln lassen, nachgeschaut und mir das Ding postwendend (daher der Begriff!?) zurückgeschickt. Also frankierte ich seufzend 1,50 EUR nach und warf den Brief zum zweitenmal in den gelben Kasten.
Bei der Gelegenheit stellte ich fest, daß der Herr aus Österreich ja noch gar nicht bezahlt hatte. Gestern nun (die Auktion ist seit fast zwei Wochen gelaufen) bekam ich eine Mehl von ihm, in der er zum zweitenmal nach meinen Bankdaten fragt. Die sind zwar im eBay-System hinterlegt, aber jetzt muß man ja die IBAN-Nummer angeben und die habe ich natürlich noch nicht hinterlegt. Die erste Mehl kam nie an oder ich habe im AGB- und Hinweiswust die eigentliche Nachricht des Käufers übersehen.
Nein Leute, so macht das alles keinen Spaß. Zumal es nur um Kleckerbeträge geht. Und auf die zahle ich dann noch Gebühren. Und nicht zu wenig. Und PayPal. Und überhaupt… 🙂

 Posted by at 7:31 a.m.