Nov. 022008
 

Gestern hatte ich einen herrlichen Skatabend. Dieser fand bei dem Weinkenner statt. Wir tranken zwar überwiegend profanes Bier, aber am Anfang mußte er sein Können unter Beweis stellen. Unser dritter Mann hatte nämlich eine recht exotische Flasche Weißwein mitgebracht und der Gastgeber sollte die Herkunft erraten. Wer nicht dabei war, der glaubt es nicht, aber durch wenige Fragen schloß er diverse Weinbauregionen aus und sagte zielsicher:

Riesling
2003er
Eroica
Dr. Ernst Looser
aus dem Staate Washington

Und es war exakt dieser Wein. Ich war beeindruckt.
Achja, das Skatspiel gewann ich.

 Posted by at 9:45 p.m.
Nov. 022008
 

Jean-Luc ist verschieden.
Strebt sein Nachkomme mit leicht geändertem Nachnamen (geschuldet dem Umzug ins weinbergige Frankreich) den Sternen entgegen, war Jaques Metier die Tiefsee. Schon als Kind bewunderte ich seinen Tieftauchrekord.
Wenn man sich seinen Stammbaum so anschaut, wundert es nicht, daß in Bälde Sternabenteurer ausziehen, um hinzufliegen, wo nie ein Mensch zuvor weilte…

 Posted by at 8:37 a.m.
Okt. 292008
 

… habe ich gestern ein Buch, welches mir die Nachbarn empfahlen und auch dankenswerter Weise auch gleich liehen. Es heißt Q und ist in u. a. auch englischer Sprache frei verfügbar.
Für alle geschichtsbewußten Leser ist dieses Werk eine Bereicherung, werden doch die wirren Jahre der Reformation und Inquisition hervorragend und detailreich beschrieben. Auch von mir eine unbedingte Leseempfehlung. Und nun folgt schwerer Stoff, von dem später zu berichten sein wird.

 Posted by at 9:18 p.m.
Okt. 292008
 

Es ist sehr schön, wenn in der Hochschule sich die ansonsten eher graue Theorie mit praktischen, tagaktuellen Ereignissen auseinandersetzen kann. So behandeln wir im Fach „Unternehmensfinanzierung“ momentan M&A; hier bieten sich Porsche und Volkswagen an.
Der Professor bemerkte süffisant, daß wir das Thema Investmentbanken seit diesem Jahr nicht mehr zu behandeln brauchen. Warum? Nun, man lese den Mittelteil des Wikipedia-Artikels Investmentbanken.
Kurs VW
Auch der interessante Kursverlauf der VW-Stammaktie war ein Thema. Ich weiß jetzt tatsächlich, wie er zustande kam! Keine Sorge, ich werde es (noch?) nicht in diesem Forum erklären. Aber ich konnte mir ein Grinsen mit dem Dozenten zusammen nicht verkneifen, als die Rolle der Hedge-Fonds besprochen wurde. Und ich hätte gerne bis gestern einige VW-Aktien besessen…

 Posted by at 8:57 p.m.
Okt. 262008
 

Am Dienstag war Ausflugstag. Ich chauffierte zwei Gäste ins 120 Kilometer entfernte Sinsheim. Im dortigen Technikmuseum, dessen Schwester ich ja erst kürzlich besuchte, bewunderten wir schmucke Autos, flotte Flitzer, Überschallflugzeuge und vieles mehr. Höhepunkte waren sicherlich die beiden 3D-Filme aus dem Great Canyon und von der ISS, die in beeindruckender IMAX-Qualität zu überzeugen wußten.
Krönender Abschluß des Tages war wieder einmal Mandy’s.
Sinsheim
die Concorde im Technikmuseum Sinsheim
Sinsheim
der Vorgänger – die überschallschnelle Tupolew
Sinsheim
das fast fertige Stadion des TSV Hoffenheim
Sinsheim
Blick ins Cockpit der Concorde
Sinsheim
Blick ins Cockpit der TU 144, deutlich weniger Technik
Sinsheim
ein 100 Jahre alter 16-Zylinder-Rennmotor
Sinsheim
jede Menge Ferraris
Sinsheim
ein über hundert Jahre altes Hybridauto
Sinsheim
ein Fluchtfahrzeug

 Posted by at 5:22 p.m.
Okt. 192008
 

Spontan sagte ich heute zwei netten jungen Menschen zu, sie beim Besuch des 150jährigen Frankfurter Zoos, zu begleiten. Gott, wann war ich das letzte Mal in einem Zoo? Als Schüler? Ich weiß es schon gar nicht mehr.
Das war aber dumm. Denn so ein Zoobesuch ist nicht nur lehrreich sondern macht auch Spaß. Zumal heute auch herrliches Wetter war.
Bilder gibt es hier.

 Posted by at 8:53 p.m.
Okt. 102008
 

Ich hab nun schon das dritte Fachbuch gekauft, auf dem links unten Folgendes steht:
Bachelor
Ist das nun (das sicher vom Verlag angestrebte) zusätzliche Verkaufsargument? Also für mich Diplomler in spe klingt das eher gegenteilig.
Abgesehen davon dürften sich im Auflagenjahr 2008 nur noch recht wenige deutschsprachige Betriebswirtschaftsstudenten im Diplomstudium befinden. Insofern ist der Hinweis „Bachelor geeignet!“ (nur echt mit dem !) ähnlich nützlich wie der „Microsoft Windows capable“-Aufkleber auf ca. 100% der Notebooks, die mir unterkommen.
Abgesehen davon, scheint das Buch gut zu sein. Prof. Beckers Vorlesung ist es auch, nicht umsonst ist er die Nummer 1 meiner FH bei www.meinprof.de

 Posted by at 2:02 p.m.
Okt. 072008
 

Lang hat es gedauert, aber ich habe es geschafft! Ein Kunde brachte mir einen WiXP-Rechner, dessen kaputtgegangenes Netzteil auch die Hauptplatine u. a. in den Tod gerissen hatte. Das Ziel bestand nun darin, die komplizierte Software-Installation, die sich über zwei Partitionen erstreckt, auf eine neue Platte zu transplantieren und sie dann auch unter neuer Hardware ans Laufen zu bekommen. Worüber Linuxer nur müde lächeln, muß der „Windowser“ viel Grips und vor allem Zeit investieren.
Zuerst sicherte ich die 250 GB-Originalplatte bitgenau. Dann ließ ich windowseigene Reparaturmechanismen die vorhandenen Defekte ausbügeln. Alleine das dauerte beinahe neun Stunden. Dann zog ich ein Festplattenimage, um dieses dann über eine Software auf eine neue Festplatte zurückzuschreiben, die in der Lage ist, während dieses Vorgangs passende Treiber in die Windowsinstallation hineinzuschummeln.
Denn dank der tollen Innovationen im Hardwaremarkt, hat ein aktuelles Intel-Board mit einer 2005 ausgelieferten Platine nur noch, wenn überhaupt, den Formfaktor gemeinsam. Wo früher eine IDE-Festplatte steckte, versieht nun eine AHCI-fähige SATA-Platte ihre schnellen Dienste. Statt einer belüfteten ATI-AGP-Grafikkarte werkelt nun eine integrierte Intelkarte. Statt eines PIV-HT-Prozessors im 478er-Sockel gibt es nun einen 75er Sockel mit einem Zweikerner usw.
Ich brauchte mehrere Versuche, bis sich statt Dauerneustart und BSOD endlich eine Benutzeroberfläche zeigte. Diese schmierte aber während der nachfolgenden Treiberaktualisierungen ab. Irgendwann machte sich Frust breit. Immerhin dauert das Rückschreiben eines Images mehrere Stunden. So sah am Ende mein Versuchsaufbau aus: Das Notebook stand in der Mitte und wurde von einer CD gestartet. Auf einer externen USB-Platte lag das zu schreibende Festplattenimage. An einem USB-SATA-Adapter hing die neue Platte, auf die das OS sollte. An den dritten USB-Port war ein Diskettenlaufwerk gesteckt, in dem die Treiberdiskette steckte, die die Fesplattentreiber enthielt. Ich probierte vier, fünf Treiberkombinationen aus und erhielt nur Fehlschläge.
Gestern nun probierte ich den letzten Trick aus. Ich startete die Maschine und wies ihr beim Imagerückschreiben Treiber für Chipsatz, Prozessor und Festplatten-Controller zu, die sowohl auf CD-ROM, auf USB-Stick und auf Diskette lagen. Nach ca. 3 Stunden unterbrach die Software ihre Arbeit und verlangte nach Treibern. Ich gab per Hand alle Pfade ein, die zu irgendwelchen denkbaren und undenkbaren Treibern auf den verschiedenen Medien führten. Das endete mit einer Prozedur, bei der der Rechner in gähnender Langsamkeit erst auf die CD, dann auf die Diskette und dann auf die Festplatten zugriff. Ich ignorierte das Ganze erfolgreich. Als sich nach sechs (sic!) Stunden an der Fortschrittsanzeige und am Verhalten des Rechners immer noch nichts geändert hatte, brach ich den Versuch ab, denn ich wollte ins Bett. Doch was war das? Beim testweisen Hochfahren rappelte sich doch tatsächlich die olle Installation! Mittlerweile sind alle Treiber installiert, die Partitionen vergrößert, WiXP erfolgreich reaktiviert (auch krampfig, aber klar, es wurde eben sehr viel an der Hardware geändert) und die Daten defragmentiert. Sieg im letzten Versuch. Ich schwöre, daß ich, wenn es gestern nicht doch noch geklappt hätte, die sehr umständliche und für den Kunden teure und mich kaum zu bewältigende Neuinstallation begonnen hätte.
Nun nur noch schnell ein Image der aktuellen Installation gezogen und dann weg damit aus meinem Gesichtskreis.

 Posted by at 7:44 a.m.
Okt. 012008
 

Durch reinen Zufall brachte ein Kunde einen Herren mit, der ein dringenden EDV-Problem zu lösen hatte. Ich sage nur 2,5 GB große PST-Datei mit Sektorfehlern. Und das war bei Weitem nicht alles. Egal, ich habe in mühevoller Kleinarbeit beinahe alles wieder ans Laufen bekommen.
Nun war das ja alles eine private Geschichte am Wochenende und Geld verdienen kann (und will) man mit stundenlanger Fehlersuche auch nicht. Aber Mühen müssen belohnt werden. Und das wurden sie auch und zwar reichlich. Als nämlich die Frage nach der Bezahlung kam, lehnte ich diese kategorisch ab, meldete aber gelindes Interesse an der einen oder anderen Flasche Wein an, die bei dem Herrn im Keller lagern.
Wieso kam ich darauf? Nun, ich hatte ihn bereits im letzten Jahr auf einer Weinprobe kennengelernt und erfahren, daß ich es bei ihm mit einem echten Experten zu tun habe. Das kann man auch daraus schließen, daß er Mitglied im VdP ist. Auch der Titel des Weingourmet des Jahres 2006 gebührt ihm. Das wußte ich allerdings nicht. Auch nicht, daß heute ein Buch von ihm erscheint. Der Titel ist Legion.
Naja, langer Rede – kurzer Sinn. Er brachte mir diese Woche die eine oder andere Flasche Wein als Dankeschön mit. Dazu wurde mir ausführlich und interessant erklärt, wo die Besonderheiten liegen. Sei es im Geschmack, in der Rebe, der Zubereitung, der Abfüllmenge, im Geschmacks, zu fast allen Flaschen gibt es eine Anekdote oder eine Geschichte. Ich machte mir eifrig Notizen, kann und will diese aber an dieser Stelle nicht einfließen lassen.
Aber eine Liste und Bilder der Flaschen seien dem geneigten Leser nicht vorenthalten. Und den Gästen natürlich auch nicht die Inhalte.
Fangen wir an mit den Weißweinen.
Weissweine
Von links nach rechts haben wir da einen Riesling von Spreitzer, den zu trinken ich schon die Freude hatte. Ihm folgt ein Riesling vom Weingut Nikolai. Dann gibt es einen Chardonnay. In der Mitte steht ein rosefarbener Champagner, der *hüstel* recht selten und damit auch preisintensiv ist.
Dann kommt ein hochwertiger Riesling von Schaetzel. Gefolgt wird dieser feine Wein von einer Flasche Allendorfer Chardonnay. Schlußendlich ein schöner Tropfen von den Schieferterrassen des Weingutes Heymann-Löwenstein.
Betrachten wir nun die Rotweine.
Rotweine
An dieser Stelle muß ich einfügen, daß ich nicht soo der Held bin, was Weine angeht, schon gar nicht die aus den berühmten Weingütern aus der Region Bordeaux. Der eine oder andere Blick in die Wikipedia lehrte mich aber schon gesunde Hochachtung.
Hier nun die Aufzählung, wie gehabt von links nach rechts:
Ganz links ist ein 1995er Calon Segur. Ein weiteres großes Gewächs ist der danebenstehende Batailley.
In der Mitte steht ein feiner, im Faß gereifter Wein aus Mainz, der der Stadt zu Ehren Moguntiacum heißt. Ihm folgt ein Capion 2C. Die Runde schließt ein weiterer Bordeaux ab, ein Phelan Segur.
Insgesamt also ein bißchen Perlen vor die Säue, aber allemal ein feiner Gegenwert für meine Hilfe.
Nochmals die Bitte zum Abschluß: Weinliebhaber mögen sich zeitnah bei mir melden und Trinkwünsche äußern.

 Posted by at 10:27 p.m.