… in der Leipziger Volkszeitung sind 58% der Deutschen für einen Einsatz der Bundeswehr im Libanon.
Man weiß gar nicht, an welcher Stelle man anfangen soll sich aufzuregen.
1. Sind Umfragen an sich schon eine Seuche geworden
2. Sind solche Umfragen im Speziellen doch sehr sehr fragwürdig.
3. Dann auch noch von der ollen LVZ.
4. Ist das Ergebnis bedenklich.
5. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist sehr günstig für eine Unterstützung des Bundestages.
Man kann nur hoffen, daß das Befragungsergebnis die üblichen Fehler in sich birgt und in Wahrheit die Mehrheit der Deutschen anders denkt als unsere abgehobene Vertretung in Berlin.
In meinem Bekanntenkreis kenne ich jedenfalls nicht einen Einzigen, der auch nur im Traum daran dächte, deutsche Soldaten in den Krisenherd im östlichen Mittelmeer zu schicken.
Dieses Thema sollte wieder das werden, was es jahrzehntelang für die Enkel der Dritten Reiches, die Erben der KZ-Erbauer war, nämlich ein striktes Tabu.
Es handelt sich um die Entsendung deutscher Soldaten in den Nahen Osten. Vor Wochen, als dieses Thema von irgendeinem Sozi thematisiert wurde, bekam ich schon Herzschmerzen. Mittlerweile scheint das aber Usus zu sein.
Hallo? Bewaffnete Deutsche in der Nähe von Juden? So einen Tabubruch erwartete ich nicht in meinem Leben.
…ist zum Beispiel diese URL
Vor nicht allzulanger Zeit wäre man alleine für den Versuch, solche Information zu bekommen inhaftiert worden, heutzutage findet man es auf der russischen Armeehomepage.
Da es allerorts Mode ist, muß auch ich gestehen: „I broke the dam!“
Unsinn! Ich meine lat.: Auch ich war in der Waffen-SS!
Einerseits ist es sehr anzuerkennen, daß sich der Schriftsteller an seinem Lebensabend die Seele freiredet.
Andererseits ist das Getöse, was nach dem „Geständnis“ im Medienwald und allerorten einsetzte nur ein weiteres Zeichen dafür, daß sich Menschen der Kriegsgeneration und ihre Nachkommen und deren Nachkommen und deren Nachkommen auch bis heute noch in keiner Weise einer Aufarbeitung des NS-Themas nähern dürfen, sollen und können.
Ein perfektes Beispiel für ein Tabu. Was ein Tabubruch bringt? Im besten Falle die Vernichtung einer Existenz.
Also, solange ich lebe, werde ich Themen, die den zweiten Weltkrieg und Peripheres betreffen, tunlichst meiden. Man kann nur verlieren.
Reisende, die sich zuvor in Israel aufgehalten haben, werden, wenn dieses aus dem Reisedokument ersichtlich ist (Einreisestempel o. ä.), regelmäßig an der Grenze zurückgewiesen, auch wenn bereits ein Visum erteilt wurde. Deutsch-libanesische Doppelstaater und Doppelstaater anderer arabischer Herkunft riskieren zusätzlich eine Festnahme, da für diesen Personenkreis ein Israel-Aufenthalt einen Straftatbestand darstellt. Ein direkter Grenzübertritt von Israel nach Libanon oder umgekehrt ist nicht möglich, da die Grenze zwischen Israel und Libanon geschlossen ist. (Auswärtiges Amt, 5. Oktober 2004)
Seitdem ich bewußt denken kann, gärt es da unten. Doofe, religiöse Zwiste. Bei dieser Gelegemheit sollte man übrigens noch einmal bewußter über das Thema der doppelten Staatsbürgerschaft nachdenken. Dazu eine kleine Denkhilfe.

Ich habe für die Steuererklärung meine Tankquittungen in die Tabellenkalkulation getippt und mal ein paar kleine nette Zahlen gewonnen.
Im ersten Halbjahr 2006 habe ich 36 Tankstellen abgeklappert in 10 Bundesländern:
Nordrhein-Westfalen (B*el*f*ld, Düsseldorf)
Hessen (Gießen, Knüllwald, Marburg)
Hamburg
Baden-Württemberg (Ilsfeld-Auenstein, Nürtingen)
Mecklenburg-Vorpommern (Klütz, Upahl)
Rheinland-Pfalz (Flörsheim, Mainz, Nieder-Olm)
Bayern (München)
Niedersachsen (Northeim, Osnabrück)
Thüringen (Schmölln)
Saarland (St. Ingbert)
Der durchschnittliche Spritpreis betrug 1,12 auf den Liter Diesel. 2002 tankte ich das letzte Mal für 0,99 DM. Ja, richtig gelesen, keine Mark kostete damals der Liter.
Der „günstigste“ Sprit kostete 1,079 in Düsseldorf, am meisten langten die Marburger und Saarländer zu mit 1,179 EUR.
Insgesamt schüttete ich 1.704,83 Euronen in den Tank, also bekam alleine der Bundesfinanzminister 272,77 Euronen Mehrwertsteuer davon, von der Mineralölsteuer ganz abgesehen. Bei der Erhöhung nächstes Jahr wären an dieser Stelle bei unveränderten Preisen also schon 50 Euro mehr fällig.
Für diese 1.704,83 vertankten Euronen fuhr ich ca. 20.000 Kilometer, also kostet mich der Kilometer so 9 Cent.
Mit einer durchschnittlichen Tankfüllung von 41 Litern fuhr ich durchschnittlich 530 Kilometer. Das macht einen Verbrauch von 7,8 Litern/100 Kilometer, was meiner dauernd laufenden Klimaanlage und meinem, oehm, angepaßten Fahrstil durchaus entspricht.
Bei den Spritpreisen von 2002 hätten mich die 1.500 Liter Diesel nur 750 Euronen gekostet. Also lege ich nun für die gleiche Leistung 960 Euro mehr im Halbjahr hin. Alle Achtung. Ich frage mich immer mehr, wie sich das Berufspendler und Vielfahrer, Speditionen, Vertreter noch leisten können.
Ein schönes Zitat, welches ich dem Nutzer Rainer Helmbrecht aus dem SpOn-Forum mopste:
Herr Carrell war ein Grosser, ohne Einschränkung. Was ihn auszeichnete war, dass er für etwas stand, was er nicht war, ordinär.
Das Ordinäre war nicht seine Welt, dafür war er witzig und auch frech, aber immer so, dass man sich beim Zuschauen im Familienkreis nicht schämte. Weder vor den Eltern, noch vor anwesenden Kindern. Das ist eine Kunst, die mit ihm unterging. Danke Rudi!
Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer der Frage, wer an seinem Tod schuld ist.
Selbstverständlich niemand anderes als die SPD.
…endgültig aus der großen Welt der Politik verabschiedet.
Ich weiß, daß viele ihn vergötterten oder zumindest witzig fanden, aber ich habe mir meine strikte Ablehnung ihm und seiner Partei gegenüber immer bewahrt.
Also, Jupp, verkrümel Dich nach Amiland und lasse bitte, außer irgendwann einmal von einer Todesanzeige auf Seite 7, nie wieder was von Dir hören. Danke.
Deutsche Soldaten in Afghanistan, in Ex-Jugoslawien und nun auch bald in Zentralafrika in ein Land, das seinen Namen in den letzten Jahren so oft wechselte, daß ich mir nicht mehr die Mühe mache, ihn mir zu merken. Tolle Wurst. Deutsche Steuerzahler bezahlen Millionen und Abermillionen und die Bundesregierung riskiert kaltschnäuzig das Leben seiner angeblich(?) viel zu wenigen jungen Männer, um in der Weltöffentlichkeit gut dazustehen. Oder wozu auch immer. Ich jedenfalls will das nicht, die Soldaten wollen es auch nicht. Und ob eine Volksbefragung diese Entscheidung der Roten und Schwarzen gutheißen würde, ist mehr als fraglich.
Man kann in dieser Sache einmal die demokratische Gesinnung unserer Obersten und ihr Wirken für das Land und das eigene Volk ruhig in Frage stellen.