Feb. 092013
 

Nachdem ich es an dutzenden Stellen gelesen habe, scheint es doch kein Karnevalsspäßchen zu sein.

Der CSU-Mann Edmund Stoiber schlägt Stefan Raab als Moderator des Spitzenkandidatenfernsehduells um die Kanzlerschaft vor.

Nach Stunden der Fassungslosigkeit versuche ich an dieser Stelle, mal ein paar Gedanken zu ordnen.

Bekanntermaßen schaue ich ja seit einigen Jahren überhaupt nicht mehr fern. Wahrscheinlich bin ich gerade deswegen besonders schockiert, denn…

– als ich noch fern sah, schaltete ich die billig-peinlichen Sendungen mit Raab schon immer weg (Pulleralarm!)
– als ich noch Fernsehen schaute, gab es Fernsehduelle zwischen Spitzenkandidaten nur bei den Amis, von denen man wohl nicht nur Valentinstag, Halloween abkupfert, sondern nun auch so einen Quatsch. Lange dauert es nicht mehr, daß Puschelmädchen in Football-Arenen mit ihren Ärschlein wackeln und dazu mit Hand am Herz von Xavier Naidoo die Hymne gesungen wird.

Abgesehen davon? Wozu Fernsehduelle? Und wieso nur zwischen zwei Gestalten von 2 Großparteien? Ändert sich dadurch Parteipolitik?

Aber offensichtlich falle ich mittlerweile durchs Raster und interessiere als Wahlvieh nicht mehr. Ich jedenfalls ekel mich schon vor der Anbiederei der Politik an die BLÖD-Zeitung, die in den späten 1990ern jeden und alle erfaßte. Wenige Jahre vorher hätte ein „anständiger“ Politiker das Schmierenblatt nicht mit dem Allerwertesten angeschaut.

Irgendwie geht das ganze Land immer schneller vor die Hunde. WO soll das nur hinführen?

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Feb. 062013
 

Die letzten Tage war ich im Norden unterwegs. Zwei Lokaltermine hatte ich, beide gingen gründlich schief, aber der Reihe nach.

In Kiel wollte ich ein LAN erweitern. Das Material dazu (dutzende Kabel und einige Switches) hatte ich am 28.01.2013 bei einem Online-Händler geordert und bezahlt. Am 29.01.2013 bekam ich eine Bestätigung über den Zahlungseingang und einen Hinweis auf die schnelle Bearbeitung der Bestellung.
Am 31.01.2013 war ich in Kiel, nur die Ware nicht. Den Händler konnte ich an diesem Tag nicht erreichen, weder per Telefon noch per E-Mail tat sich etwas.
Am 01.02.2013 kam das Paket immer noch nicht an. Und weder per Fax, noch per E-Mail oder gar Anruf bekam ich irgendeinen Kontakt zum Händler.
Leicht gefrustet fuhr ich das Wochenende zu meiner Mutter, die ja nicht allzuweit wegwohnt. Auch während der Fahrt und den restlichen Freitag erreichte ich den Händler nicht.

Nach dem Wochenende bemühte ich mich mit neuem Eifer um eine Kontaktaufnahme. Erst eine Drohung, daß ich die Polizei zum Nachschauen schicke, bekam ich keine Automatenantwort, sondern eine dumme und lapidare E-Mail, daß das Paket nunmehr auf Reise sei.
Auch gestern war natürlich kein Paket da und auch keine Sendungsnummer. Also verschob ich das Kiel-Projekt. Übrigens ist bis jetzt keine Ware eingetroffen. Wie ich mich nun verhalten soll, weiß ich nicht, auf jeden Fall bekommt der Händler eine megamiese Bewertung.

Der zweite Termin war gestern in Hamburg angesetzt. Doch auch hier ging die Lieferung schief, das Paket mit dem LTE-Router und den Zugangsdaten war falsch adressiert und konnte deswegen nicht zugestellt werden.

Die Neuzustellung dauert ca. eine Woche.

Also war ich ziemlich umsonst im Norden unterwegs.

Ok, ich besuchte in Kiel Freunde, ging mit Kollegen essen und am Wochenende traf ich die Familie und brunchte im Maritim in Lübeck, insofern…

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Jan. 302013
 

Morgen geht es in den Norden. Via Osnabrück nach Kiel. Dort übernachte ich, das Wochenende dann in Boltenhagen und Dienstag geht es via Hamburg zurück. Achja, dann muß ich nach München….

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Jan. 302013
 

05.01.2012

Nun brechen die letzten Tage in Portugal an. Wir verbringen den Vormittag mit einer ausführlichen Wanderung, diesmal in den Westen des Strandes und durch reizende Wäldchen. Am Nachmittag wollen wir zum Abschied noch einmal nach Ayamonte, um dort spanisch zu essen.

Ein Taxi bringt uns für 5 EUR zur 14:00-Fähre. An der Fähre stehen doch tatsächlich ein paar Leute um „Drei Heilige Könige“ herum und lassen sich mit diesen fotografieren.
Uns erstaunt, daß die Könige ebenfalls die Fähre besteigen, um mit uns nach Spanien zu schippern. Noch erstaunter sind wir aber bei der Ankunft! Mehrere 100 Menschen, Kamerateams und ein Empfangskomitee nebst geschmückten Festanhänger erwarten die Drei Heiligen Königen, die, wie wir später erfahren, eine mehr als 1000 Kilometer lange Anreise hatten und nun in Ayamonte begeistert empfangen werden.
Und wir mittendrin, wie müssen definitiv abends in den spanischen Nachrichten zu sehen gewesen sein.
Nach dieser Überraschung bummeln wir durchs gepflegte Stadtzentrum und kehren zum Schluß in einem Restaurant ein, wo wir vom iberischen Eichelschwein und schweren spanischen Rotwein begeistert sind.
In der Dämmerung verabschieden wir uns aus Spanien und kehren via Fähre und Taxi wieder ins Hotel zurück.

05.01.2012
Heute ist Sonntag und unser letzter Urlaubstag. Der wird mit einem Strandspaziergang begonnen, doch was ist das? Urplötzlich zieht ein so schlimmer Nebel auf, daß man kaum die Hand vor Augen sieht. Also verziehen wir uns wieder ins Hotel. Am Nachmittag bessert sich das Wetter und wir gehen wieder an den Strand, wo wir bei einem Abschiedsbier einen tollen Sonnenuntergang genießen dürfen. Abends gehen wir abschließend Fisch essen. Das Restaurant ist proppevoll, wir sind die einzigen Deutschen, dann folgen die 10 kellnernden Portugiesen, die restlichen Anwesenden sind alle aus den Niederlanden.
Tja, die kennen sich aus, denn der Fisch (Dorade) ist herrlich zubereitet und ganz frisch.
Am Abend basteln wir am Rechner schon ein paar Urlaubsbilder zur Diashow zurecht und dann ist Nachtruhe angesagt.

06.01.2012 – Heimflug

Nach dem Packen noch ein Abschiedsspaziergang am Strand, der mir sicher in Erinnerung bleiben wird. Punkt 13:00 Uhr holt uns ein Auto ab, das uns zum Flughafen bringt. Dort checken wir ein und ab geht es nach Mallorca, wo die Uhr um eine Stunde vorgestellt wird. Auch dort klappt das Umsteigen reibungslos und wir fliegen nach Hamburg, wo wir gegen 23:00 Uhr landen. Dann bringt uns ein Kleintransporter zum Parkhaus, in dem Mutters Auto wartet. Gegen halb 2 sind wir glücklich bei ihr zu Hause angekommen und ein schöner zweiwöchiger Urlaub ist zu Ende.

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Jan. 292013
 

04.01.2013

Endlich wieder ein Auto! Diesmal ist es ein Renault Clio. Damit fahren wir als erstes ins nahegelegene Castro Marim, um dort auf der Festungsruine bei herrlichem Wetter einen phantastischen Rundblick auf die Umgebung zu erleben.

Dann fahren wir an Salinen vorbei ins Naturschutzgebiet, in dessen Überschwemmungsgebieten Flamingos und viele andere Vogelarten überwintern. Viele Vögel sehen wir nicht, dafür aber unberührte Natur.

Mittags geht es zu einem der Höhepunkte unserer Reise, dem Hauptgrund, warum wir uns nochmals einen Mietwagen leisteten. Reiseleiterin Inge hatte uns nämlich letzte Woche neugierig gemacht. Das Zauberwort hieß „Ziegengulasch“. Das kannten wir beide nicht. Also fuhren wir ins ebenfalls nahegelegene Monte Francesco und kehrten im „Sabores de Beira“ ein und aßen Ziegengulasch. Wer’s nicht kennt, dem kann ich nur wärmstens empfehlen, das nachzuholen, denn Ziegenfleisch ist fein.

Nach dem opulenten und sehr preiswerten Mahl ging es nach Hause zur Mittagsruhe. Da daß Auto nicht nur rumstehen sollte, fuhren wir am Abend noch in die 25 Kilometer entfernte, wunderschöne Stadt Tavira.

Dort schauten wir uns das schöne Zentrum an, wurden von einem der überall zahlreich herumstreunenden Hunde eine Weile verfolgt, fingen Abendstimmung ein und kehrten im Dunkeln ins Hotel zurück.

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Jan. 282013
 

03.01.2013

In der Stadt VRSA (Vila Real de Sant Antonio) waren wir ja schon mehrfach gewesen, erst zu Fuß, dann mit dem Auto. Was fehlt noch? Genau, ein Fahrrad!

Also leihen wir uns Klappermühlen Fahrräder aus und radeln die 5 Kilometer bei schönstem Wetter aber heftigem Gegenwind.
Dort haben wir bis zur Abfahrt der Fähre, die uns in die auf der anderen Flußseite liegende spanische Stadt Ayamonte bringen soll, noch Zeit und bummeln durch die, immer noch mit Weihnachtsmarktbuden dekorierte, Innenstadt.
Da fällt mir eine Post ins Auge und ich möchte die Maut bezahlen, was sich zum einzigen ärgerlichen Ereignis des ganzen Urlaubs auswächst, aber der Reihe nach.

Portugal erhebt seit letztem Jahr eine Autobahnmaut. Wie bezahlt der Portugiese die Maut? Indem sein Kennzeichnen mit einer OBU (weißer Kasten hinter dem Rückspiegel) verknüpft wird. Jedesmal, wenn er unter einer Mautschranke durchfährt macht es „Piep“ und der vorher angekündigte Betrag wird abgebucht.

Und wie bezahlt ein Ausländer? Nun, wenn er die Autobahn nutzen möchte, muß er vor Fahrtantritt sein Kennzeichen und seine Kreditkarte verknüpfen lassen, die Mautbrücke liest das Kennzeichen und belastet dann die Kreditkarte. Alternativ kann man auch im Voraus für bestimmte Strecken bzw. Fristen kennzeichenabhängige Guthaben anlegen, die dann bei Erfassung des Kennzeichens aufgebraucht werden.

So weit, so kompliziert.

Doch was macht ein Ausländer in einem portugiesischen Leihauto, welches keine OBU hat?

Die Lösung ist recht abenteuerlich. Denn sollte der Ausländer die Autobahn benutzen, dann hat er die Pflicht, sich binnen 5 Tagen bei der Post zu melden, frühestens jedoch nach 48 Stunden (ohne Sonn- und Feiertage). Dort gibt er sein Leihwagenkennzeichen an und darf dann den fälligen Betrag dem Postbeamten entrichten.

Was ein Ausländer macht, der über die Autobahn zum Flughafen fährt, den Leihwagen dort abgibt und dann heimfliegt, läßt sich offensichtlich nicht abbilden. Aber so weit war es bei uns nicht.

Nun haben wir also noch etwas Zeit und die 48 Stunden seit letzter Autobahnfahrt sind auch rum, aber die 5 Tage noch nicht, was hindert uns also daran, die Maut zu begleichen?

Ich betrete das Postamt, in dem 2 „Beamte“ hinterm Schalter lungern. Eine Dame mit einem Paket steht irgendwo herum, sonst ist kein Publikum zu sehen. Gewitzt durch Lebenserfahrung, sehe ich sofort, daß im Raum eine Leuchttafel mit Nummern prangt und schließe messerscharf, daß irgendwo ein Nummernziehdingens sein muß, nur finde ich es nicht. An Schalter 2 wird 71 angezeigt und es liegt auch ein Zettel mit 71 darauf am Schalter. Hoffnungsvoll gehe ich an den Schalter… und werde angeblafft, daß ich mit gefälligst eine Nummer zu ziehen hätte. Hinter einer Säule steht der Automat und brav hole ich mir die Nummer 76?!?

Die Frau mit Paket hat die Nummer 72 und wird nach langer Pause aufgerufen und lahmarschig abgefertigt, dann wird wieder eine großzügige Pause eingelegt. Alles erinnert sehr stark an die Sowjetunion. Da mir das alles zu blöd wird und auch die Zeit knapp, lassen wir die Beamtenseelen stehen und gehen zur Fähre.

Keine Viertelstunde dauert die Fahrt über den Fluß und schon sind wir in Ayamonte. Tatsächlich sind es sicher 150 Meter vom Fährhafen ins Zentrum und schon bewundern wir das völlig andere Gewusel im sehr gepflegten Örtchen.

Leider schlägt dann die Zeitumstellung in Verbindung mit der Siesta zu. Nach unserer Uhr ist es 13:00 Uhr, nach spanischer 14:00 Uhr und somit schlagen uns alle Cafés und Restaurants vor der Nase die Tür zu bzw. lassen die Jalousien herunter. Mir ist das herzlich egal, denn ich habe gewitzterweise 2 Dosen Radlerproviant in der Jacke. Also setzen wir uns vor geschlossenem Café auf den Platz und trinken Dosenbier.

Dann geht es zurück mit der Fähre (1,70 EUR die Fahrt) nach Portugal. Dort warten unsere Räder, die uns an den Strand von Monte Gordo bringen. Nachdem wir die Räder zurückgegeben haben, gehen wir noch einmal in die Stadt. Dort bezahlen wir in der hiesigen Post die Maut, was bei einer hübschen, freundlichen, jungen Dame keine Minute dauert (25 EUR werden für die 250 gefahrenen Kilometer fällig). Na bitte, geht doch.
Dann ordern wir einen Eintagesmietwagen für den Folgetag und gehen an den Strand. An unserer „Lieblingsbar“ gibt es zum Sonnenuntergang eine Riesenportion Pommes und schon ist auch dieser Tag vorbei.

 Posted by at 3:20 p.m.
Jan. 282013
 

02.01.2013
Um 10:00 Uhr wurde der Mietwagen abgeholt und ab nun waren wir wieder fahrzeuglos. Das machte uns aber gar nichts aus und wir gingen an den herrlichen, langen Strand von Monte Gordo und machten einen herrlich langen Spaziergang. Dabei sahen wir den Atlantik mal bei Ebbe. Der Tidenhub beträgt mehr als drei Meter, das ist schon beeindruckend (für einen Ostseeanwohner).
Eifrig sahen wir Muschelfischern, dem Traktor, der Boote an Land zieht und den kleinen, witzigen Rennvögeln zu, deren Art ich leider nicht kenne.

Am Nachmittag gab es bei strahlendem Sonnenschein einen Besuch am Eiscafé. Dann machten wir noch einen Einkaufsbummel, bei dem wir auch tatsächlich etwas kauften.

Abends gingen wir essen. Diesmal besuchten wir ein Chinarestaurant. Das erwies sich als gute Wahl. Das Essen war hervorragend (Ente mit Pflaumensauce), die Bedienung sehr zuvorkommend und die ältere Holländerin vom Nebentisch sorgte für unser aller Unterhaltung, indem sie zweimal aus Versehen auf die Herrentoilette rennen wollte.

 Posted by at 2:40 p.m.
Jan. 272013
 

Neujahr

Da heute der letzte Autotag ist, machen wir eine weitere Ausfahrt. Am späten Vormittag fahren wir die nagelneue und perfekt ausgebaute N122 Richtung Norden. Hier ist eine völlig andere Landschaft, die an nichts erinnert, was wir bisher gesehen haben. Wir folgen den Tips der Reiseführer und biegen auf kleine Nebenstraßen ab und fahren durch wunderschöne Täler bis nach Foz de Odeleite. Weiter geht’s am Fluß entlang und über Seitenstraßen zu einem Ort namens Alcoutim und machen am dortigen Fährhafen Rast. Anschließend geht es an Schafherden und bizarren Landschaften vorbei noch einige Kilometer nach Norden, vorbei an der Festungsstadt Mertola bis wir schließlich umkehren. Da Feiertag ist, wollen wir die Einheimischen nicht belästigen und so kehren wir ohne Einkehr zurück. Schnell noch in Spanien das Auto vollgetankt und auf dem Rückweg in Vila Real de Santo Antonio dann auf dem immer noch geöffneten Weihnachtsmarkt einen Kaffee getrunken. Dann zu Hause noch ein Abendbrot und damit endet dieser Tag.

 Posted by at 9:17 p.m.
Jan. 272013
 

Silvester

Eine Woche ist rum, mittlerweile ist der Silvestertag angebrochen. Wir fahren mit dem Leihwagen nach Ayamonte in Spanien, denn dort ist der Sprit 25 Cent/Liter günstiger als in Portugal.
Bei der Gelegenheit gehen wir auch in einem Supermarkt in Ayamonte einkaufen. Wenn man schon mal in Spanien ist, so dachten wir, dann kann man auch mal ins nahegelegene Huelva fahren. Das stellte sich als Fehler heraus, denn die Stadt ist touristisch eher ungeeignet. So kehren wir schnell wieder heim und gehen lieber in unserem Monte Gordo spazieren.
Am Abend fängt es doch tatsächlich an zu regnen. So verbringen wir den Abend ruhig bei „Sylvesterpunsch“ und „Diner for One“. Gegen 23:00 Uhr gießt es in Strömen und der Spaziergang an den Strand droht ins Wasser zu fallen. Doch eine Viertelstunde später beruhigt sich das Wetter und wir eilen zum Atlantikufer. Dort haben sich schon zahlreiche Zuschauer eingefunden. Mitternacht, es ist in Deutschland ja schon 1:00 Uhr, zählen wir mehrsprachig den Countdown herunter, dann beginnt in 200 Metern Entfernung ein atemberaubendes Höhenfeuerwerk am Strand, das uns geblendet und halbtaub ins Jahr 2013 entläßt.

 Posted by at 4:53 p.m.
Jan. 222013
 

30.12.2012

Einen Tag vor Silvester findet unser „großer“ Ausflug statt. Groß, weil er uns zum höchsten Punkt und dann noch in den äußersten Westen der Algarve führen soll.

Wir starten in aller Ruhe nach dem Frühstück. Unser erstes Ziel heißt Ferragudo. Dort soll ein sehr schöner Hafen sein. Und tatsächlich sind wir nach nicht einmal einer Stunde Auto(bahn)fahrt vor Ort und können das bestätigen. Ich komme auf Schleichwegen in ein besseres Viertel und dort haben wir Gelegenheit, die Felsalgarve in ihrer vollen Schönheit und bei Kaiserwetter zu genießen.

Irgendwann müssen wir uns losreißen und fahren über interessante Schleichwege nach Silves. Dort bewundern wir die alte Festung. Weiter geht die Tour nach Monchique. Von dort ist es nur noch ein paar Kilometer zumFoia, dem höchsten Berg der Algarve. Tatsächlich sehen wir bei bestem Wetter sowohl die Süd– als als die Westküste des Atlantik in weiter Ferne, ein beeindruckendes Bild.

Wir haben noch viel vor und fahren deswegen rasch weiter. Unser nächstes Ziel heißt Aljezur. Ich traue meinen Sinnen kaum, als die Navitante bei der Bergabfahrt meint „in 100 Metern scharf rechts“. Tatsächlich zweigt da eine schmale Straße ins Ungewisse ab, der ich tapfer folge. Das war die beste Idee des Tages. Der Weg führt uns durch herrliche Täler mit tollen Bäumen, Wasserfällen und saftigen Wiesen durch ein echtes Stück Paradies. Wir sind begeistert und dennoch froh, daß uns auf der ganzen Strecke kein Fahrzeug entgegenkommt, denn Ausweichen geht irgendwie nirgends.

In Aljezur wird mein Verdacht zur Gewißheit: Als wir vor einer Furt anhalten müssen, die auch gängige SUV zum Aufgeben zwingen würde, steht fest, daß das Navi den kürzesten Weg brechnete. Ich korrigiere das nun und auf anständigen Straßen fahren wir eine knappe Stunde an der Westküste gen Süden durch eine perfekte Einöde, in der aber auch so gar nichts los ist.

Unser nächstes Rundreiseziel ist die Cabo de Sao Vicente, der südwestlichste Punkt Kontinentaleuropas.

Gewaltige Wellen klatschen an das 60 Meter hohe Felsmassiv, man glaubt an dieser Stelle gerne, daß für unsere Altvorderen hier die Welt endete.

Nur ein paar Kilometer entfernt erspäht meine Mutter eine Bucht, die sich als DAS Surfparadies erweist. Selbst als Zuschauer bekommt man unbändige Lust, sich einen Kampf mit den gewaltigen Wellen zu liefern, die unablässig an den herrlichen Strand gischten. Wir wollen gar nicht mehr weg, aber es beginnt bald zu dämmern…

Also geht es weiter nach Lagos, wo wir bei Don Toro ein wunderbares Hüftsteak genießen, nett mit dem Kellner plaudern und so den Tag schön ausklingen lassen.

Eine knappe Stunde später sind wir, dank Autobahn, wieder zu Hause und haben einen üppigen und schönen Reisetag mit vielen tollen Eindrücken mit ins Bett zu nehmen.

Weitere Fotos kommen später…

Der Reisebericht wird am Wochenende fortgesetzt.

 Posted by at 9:28 p.m.