Ja, ich war schon wieder an der Ostsee und schon wieder war es kein Urlaub. Denn es war ein reines Familienwochenende und ein sehr Schönes dazu.
So traf ich fast meine gesamte entferntere und nähere Verwandtschaft bei diversen Feiern, Treffen, Essen usw. Das Wetter war traumhaft. Im 17 Grad kühlen Ostseewasser war ich nur zweimal mit den Füßen, es war einfach keine Zeit zum Baden, hatte ich doch auch dienstlich in Kiel zu tun.
Aber im September fahre ich noch einmal ein paar Tage zum echten Urlauben hoch. Dann wird niemandem etwas verraten und dann gehe ich auch mal einen Tag einfach so an den Strand. Und ich miete mir dann auch einen Strandkorb, jawoll!
Schön öfters habe ich im Blog über Paketprobleme berichtet. Hier mal wieder ein besonderer Leckerbissen:
– 16.05.2011: ich schicke ein Paket mit einem per eBay versteigerten DVD-Rekorder im Wert von 175 EUR nach Norddeutschland
– am 29.05.2011 meldet sich die Dame, die das Gerät ersteigert hat und fragt, wann ich den Rekorder losschicke, da er noch nicht eingetroffen ist
– ich stelle sofort einen Nachforschungsauftrag. DHL verkündet lapidar, daß am 17.05.2011 das Paket ausgeliefert wurde. Dennoch hat die Dame es aber nicht erhalten.
– 01.06.2011: nach mehreren Anrufen kenne ich Frau Christiane L.,die verhinderte Empfängerin, schon recht gut. Es kristallisiert sich heraus:
Der Postbote klingelte im großen Mehrfamilienhaus. Frau L. ist nicht da. Der Postbote legt das Paket bei Frau L. Parterre vor die Tür und läßt sich von Frau G. im Obergeschoß eine Unterschrift geben. Wahrscheinlich hat das Paket in Parterre also ein Zeitgenosse mitgehen heißen.
Abgesehen davon ist Frau G. 92 Jahre alt, ist fast blind, kann kaum noch laufen und das Gedächtnis ist auch nicht mehr das Beste. Solchen Menschen luchse ich als Postbote keine Unterschrift mehr ab.
– 16.06.2011: nach diversen Anrufen, Schreiben, Einschreiben von Frau L. und mir schreibt DHL endlich einen Brief: „Frau G. hat das Paket angenommen. Viele Grüße…“
Ich erspare und einmal weitere Details. Jedenfalls ist die Erstattung des Schaden am 25.08.2011 auf Frau Ls. Konto eingetrudelt. Nicht ohne zuvor nach meiner Bankverbindung zu fragen.
Schon ein Trauerspiel, wie man hier als Kunde behandelt und gegängelt wird.
Und hätte ich nicht so viel eBay-Bewertungen, wer weiß, was mir noch passiert wäre.
… und ich enteile an die Ostsee. Diesmal sind Familienfeier und ein Einsatz in Kiel auf dem Plan. Dienstag bin ich wieder im Lande. Oder aber auch Mittwoch, denn das Wetter scheint sich zu bessern.
…, darüber kann man sehr viel erzählen, aber wozu, das Internet weiß eh alles Relevante.
Wie dem auch immer sei, ein Freund erwähnte kürzlich irgendetwas in der Fratzenkladde von Tangerine Dream und deren Diskographie…
Drum frisch ans Werk und alle 924 Tangerine-Dream-Lieder ohne Pause am Rechner gespielt. Nur TD, kein Schmölling oder Kunze solo, das gäbe nochmal diverse Tage GedudMusik.

Jedenfalls startete ich die Sitzung am Samstag Morgen um 08:39 Uhr und vorhin, genauer, 19:05, Uhr endete TD’s Gesamtwerk. Es dürfte wenige Produktivere geben.
Kommentare gehen wieder…

Wer auch immer damit anfing, die Bitburger Brauerei war jedenfalls ganz vorne mit dabei, als es darum ging, durch im Kronkorken verborgene Punkte, die Leute zum Sauf^h^hmmeln zu animieren. Nun, bei meinem Freundeskreis und mir klappte das ganz prima und recht schnell hatten wir viele Punkte zusammen. Nun gebot der sportliche Ergeiz, die 6.000 Punkte voll zu machen, um 2 Fünfliterfäßchen als wohlverdiente Prämie zu erhalten.
Doch auf einen Schlag gab es nirgendwo mehr Bitburger mit Prämienkorken. Betrug! Wie sollten wir nun aus mühsam gesammelten 5.100 Punkten 6.000 machen?
Was bleibt mir also anderes übrig, als folgenden Brief zu schreiben…

Selbstverständlich teile ich hier im Blog mit, was sich so ergeben wird.
Nun, außer Baden, Radeln, Familienbesuche, Essen, Herr-der-Ringe.Schauen (lat. die erweiterte Edition), Skatspielen ist eigentlich nichts Nennenswertes mehr passiert.
Am Sonntag fuhr ich bei sehr schlechtem Wetter nach Hause, wo mich ein 50. Geburtstag und viel Arbeit erwarteten.
Mittlerweile war ich auf dem Feldberg, in Heidelberg (30. Geburtstag), in München, in Stuttgart und wer weiß, wo sonst noch.
Nächste Woche, so habe ich bestimmt, wird das Wetter ganz toll. Deswegen fahre ich übers verlängerte Wochenende nochmals an die Ostsee zu einer großen Familienfeier und wenn ich schon mal oben bin, auch dienstlich nach Kiel.
Doch dieses Mal lege ich mich bei >23 Grad in einen Strandkorb und lese dort kleingedruckte Romane und gehe baden, wenn’s mir zu warm wird, jawohl!
… war eine Tageszeitung in der DDR für den jugendlichen Menschen, die als Zentralorgan der FDJ denselben sozialistisch erziehen sollte. Sozusagen das Neue Deutschland für den Teenager, wobei das Wort Teenager in der DDR so gebräuchlich nicht war.
Damit der Umsatz stimmt, war es quasi eine Pflicht für jeden FDJler (also fast alle Jugendlichen), diese Zeitung zu abonnieren. Damit war die Junge Welt auflagenstärker als das Neue Deutschland. Aber im Gegensatz zum Neuen Deutschland, packte man nicht einmal Fische in die Junge Welt ein oder verwendete sie zum Grillanzünden, sondern sie wanderte meist original werkgebündelt in die Altstoffsammlung, wo sie pro Kilo immerhin 50 Pfennig wert war.
Mit Befremden und Erstaunen muß ich heute, ausgerechnet am 50. Jahrestag des Mauerbaus feststellen, daß es dieses eklige Käseblatt immer noch gibt. Und daß es nicht einmal mehr dem Neuen Deutschland folgt und offensichtlich mittlerweile sogar gelesen wird.
Die Ausrichtung der Zeitung wird klar, wenn man sich daß heutige Titelblatt anschaut. Ich habe es mal hier konserviert, falls der Link demnächst weg ist.
Machen wir doch einmal die Probe aufs Exempel:
– Friedenssicherung?
Also ich war drei Jahre bei der Armee und dort wurden ausschließlich Angriffsszenarien gen Westen geprobt. Und ich hätte auf meine Verwandten schießen müssen. Und was bei der verbrüderten Sowjetarmee abging, spottete sowieso jeder Beschreibung. Damit meine ich nicht einmal Afghanistan, sondern die Behandlung der Soldaten mit Standrecht usw.
– Arbeitslosigkeit
Ich habe in mehreren Betrieben gesehen, wie man Arbeitslosigkeit kaschierte.
– Obdachlosigkeit usw.
Hier wird gerne vergessen, daß da auch viel selbstgemachtes Leid dahintersteckt. Und in der DDR entsorgte man Gammler und andere Kuttenträger schon einmal disket in den Knast.
– Krippen- und Kindergartenplätze
Habe beide durchlaufen und geschadet hat es mir auch nicht. Doch waren in den Einrichtungen fast 100% homogene „Kinder“ mit 100% staatlicher Lenkung. So etwas ist in einer individualistischen Gesellschaft unerwünscht.
– Neonaziplakate
Mal abgesehen, daß heutige Neonazis bei den Nazis nicht aufgenommen worden wären, alleine wegen sportlicher Defizite, gab es auch in der DDR Plakate mit Hakenkreuzen usw. Doch ermittelte man schnell die Täter und die saßen dann auch gleich im Jugendwerkhof.
– Geschichtswissenschaft
LOL, der lustigste Teil. Wollen die die AdW wiederhaben, wo schon der Pförtner Dipl-Ing. war und ein Heer von Dres. und Profs. MEGA interpretierten.
Und diese Loser haben dann ihre verkrüppelten Persönlichkeiten an uns Studenten in DHM (dialektischer und historischer Materialismus) ausgelebt. Igitt. Abgesehen davon kenne ich Guido Knopp nicht, denn auch im Westen kann man den Fernseher ausschalten, sogar mit einer Fernbedienung, die übrigens 1988 beim Colortron 650 M Aufpreis kostete.
– Club Cola und FKK
Club Cola gab es bei uns schlecht zu kaufen und wenn man mal welche bekam, schmeckte sie ekelerregender als die Vita-Cola. Und FKK gibt es immer noch, man fahre an die Ostsee oder googlet mal, Rechner und Internet gibt es ja jetzt auch auf dem Gebiet der Ex-DDR.
– Hedgefonds und Co.
Diese extremen Formen bekamen ihre irre Dynamik erst durch Breitbandinternet und weltweite Verflechtungen und Excelmanipulierer um die Jahrtausendwende. Und da in der DDR das Geld nicht konvertierbar war, war es auch nichts wert. Also nutzte der Schutz dieses Geldes auch nicht.
Im Übrigen bestand zur D-Mark kein Unterschied, für die bekam man auch in der DDR alles zu kaufen.
– Zweiklassenmedizin
So, die gab es nicht? Und wenn ein ZK-Mitglied krank war, da waren sogar Westkrankenhäuser nicht gut genug. Und hohe Genossen bekamen immer eine Vorzugsbehandlung. Alle anderen dann die gleiche, schlechtere Beehandlung mit primitiveren Mitteln. Vielen Dank auch.
– Höhenschönhausen und Hubertus Knabe
Dazu kann ich nichts tippen, kenne weder den Stadtbezirk noch den Mann.
– Sex
Nur Prof. Schnabl und G. Rößler halfen uns beim Erforschen, schon klar. Einziges Einlenken meinerseits, die Hygiene war deutlich besser, ich mußte in meiner Jugend keine Angst vor AIDS haben, das Umfeld wie Drogen und Beschaffungskriminalität gab es nämlich nicht, außer natürlich in der Hauptstadt der DDR. Doch wer wollte schon mit den Icken was zu tun haben? ;o)
– Bildung für alle
Bildung für Friedensbewegte, Bildung für Wehrdienstverweigerer, für Nicht-FDJler, Abitur für alle Begabten, Medizinstudium für Arztsöhne, schon klar, es gab Bildung für alle.
Zusammenfassend ein ziemlich armseliges und tendenzielles Pamphlet ohne Geist und beliebig.
Genauso kann ein Freund der Hitlerzeit sich über 12 Jahre Autobahnbau, sportlicher Ertüchtigung und Steuersenkungen und Entknebelung vom Versailler Vertrag usw. auslassen.
Also JW, ESAD.
Au weia, ich bin nur unterwegs und komme nicht zum Bloggen. Naja, bald ist wieder Winter… Aber erst einmal den Sommerbericht weiterführen mit…
Dienstag, 19.07.2011 – Donnerstag, 21.07.2011
Jeden Tag fahren wir ausfühlich Rad, besuchen den Hundestrand, gehen auch irgendwie ins Wasser (ich muß meine Verletzung bzw meinen Sonnenbrand schonen), besuchen interessante Lokale, essen feinen Fisch zu Hause, besuchen Verwandte. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es Donnerstag. Mutter hat einen Arzttermin in Kühlungsborn. Dort sind wir gegen 10:00 Uhr, können an der gesperrten Goethestr. bei bedecktem Himmel dem Molli beim Durchdiestadtschnaufen zusehen.
Dann geht es weiter in einen Rostocker Baumarkt, in dem wir Regale fürs Bad nachbestellen.
Wenn man schon einmal in Rostock ist, bietet es sich an an den alten Hafen in Warnemünde zu fahren. Also machen wir das und bereuen nichts. Das Wetter ist herrlich, der Labskaus (7,90 EUR) aus der Fischerklause schmeckt vorzüglich, ebenso das dänische Eis. Ich wundere mich über die vielen Italiener und Engländer, bis ich die Carneval Dream sehe und mir klar wird, daß nur Kreuzfahrtpassagiere einen Spaziergang machen.
Am Spätnachmittag haben wir dann genug vom „großstädtischen“ Marineflair und reisen wieder zurück ins beschauliche Boltenhagen. Am Abend schauen wir die DVD-Langfassung vom Herrn der Ringe Teil I, so daß Mitternacht schnell erreicht ist.

Der dampflokbetriebene Zug schnauft mitten durch die Innenstadt von Bad Doberan.

Die einzige Bettenburg der DDR – das Neptun.

Hier gab es sehr feinen Labskaus.

Vorne der Bahnhof Warnemünde, im Hintergrund ein Kreuzfahrtriese.

Hier residiert der Honorarkonsul von Island.
Nach dem gestrigen etwas karg ausgefallenen Bericht heute ein paar Zeilen mehr. Ich hatte beruflich in Kiel zu tun. Meine Mutter ist ja nun Rentner und erklärte sich bereit mitzufahren.
So fuhren wir in aller Ruhe via A20, die mittlerweile schon bis Bad Segeberg reicht, nach Kiel. Dort hatte ich meine Arbeit schnell erledigt. Gemeinsam mit einer Kollegin besuchten wir den Ortsteil Holtenau, wo wir zu Fuß die alten Holländersegelschiffe, den Schleusenbetrieb am Kaiser-WilhelmNord-Ostsee-Kanal und die exklusiven Neubauten am Fördeufer besichtigten. Am Fördeufer waren am Straßenrand tiefe Längsfurchen in Schuhbreite. Abgelenkt durch die vielen Eindrücke achtete ich nicht auf den Weg, geriet mit dem linken Fuß in eine solche Furche und… krachte der Länge nach hin. Das muß ganz schon übel ausgesehen haben, aber durch mein beherztes Vorwärtsfallen verhinderte ich a) einen verstauchten oder gar gebrochenen Fuß und b) einen Fall in die Förde. Dafür verunzierte eine lange, aber oberflächliche Schürfwunde meinen rechten Unterarm.
Doch von diesem Zwischenfall ließen wir uns nicht ablenken, ich reinigte mich, so gut es ging und dann gingen wir fein Mittag essen.
Zwischeneinwurf: ich trug bei meinem Unfall (oder Umfall?) das am Freitag neu gekaufte schwarz-gelbe Hemd, dessen Vorgänger ich zuvor aus Versehen zerrissen hatte. Das neue Hemd überstand den Sturz ohne Schaden, war freilich aber schön dreckig.
Zu Mittag gab es, wie kann es anders sein, Fisch. Meine Mutter bekam eine, beinahe schon unanständig große Scholle serviert, die wir zu zweit kaum schafften. Auch unsere Begleiterin und ich aßen feinen Fisch. Allen mundete es hervorragend, ein großes Lob an die Küche und neue Restaurantleitung.
Nachdem wir uns von unserer Gastgeberin verabschiedet hatten, fuhren wir noch bei heftigem Gewitterguß am Militärhafen, am Badestrand und am neuen Passagierterminal vorbei, um dann noch Laboe zu besuchen.
Abschließend fuhren wir in aller Ruhe, immer der Küste folgend, wieder nach Hause.
Dort wurde meine Verletzung fachmännisch versorgt. Meine Mutter hatte von ihrem Fahrradsturz im Mai noch viele und absolut brauchbare Verbandsmaterialien übrig, so daß einem schnellen Heilverlauf nichts im Wege stand.
Der Tag wurde mit einem ausführlichen Spaziergang, am mittlerweile gereinigten, Ostseestrand beendet.




