Feb. 162011
 

Nach einer Besprechung, die gegen 21:00 Uhr endete, mußte einer der Teilnehmer per Bahn die Rückreise nach Karlsruhe antreten. Ich erbot mich, ihn zum Bahnhof zu fahren. Eine Recherche ergab folgende blöde Situation:
Bahn
Der erste Zug war nicht zu schaffen, obwohl wir nur wenige Minuten vom Bahnhof weg starteten. Also lange auf den nächsten Zug warten. Ich schlug vor, noch bei einem Bierchen den Abend auszuwerten. Doch wo, in Wisbaden oder in Mainz. Ich schlug Mainz vor, denn dort kenne ich gegenüber des Bahnhofs eine anständige Kneipe. Doch auf der Fahrt überlegte ich es mir anders und so parkten wir 21:08 Uhr am Wiesbadener Hauptbahnhof. Dort erwarb mein Gast mit seiner 50er Bahnkarte am Automaten nach ca. 30 Klicks eine einfache Fahrkarte zu 20 Euro oder so und wir machten uns auf die Suche nach einer kleinen Kneipe. Doch weit gefehlt! Im Hauptbahnhof der Landeshauptstadt von Hessen, immerhin eine Stadt mit mehr als 270.000 Einwohnern war nur rege Betriebssamkeit beim Schließen der Läden festzustellen. Auch das westlich des Bahnhofs gelegene Liliencarrè war schon dunkel und zugesperrt, kein Witz. Also sind wir wieder zur anderen Seite des Bahnhofs geschlendert, um festzustellen, daß sich auch dort exakt, wie auch gegenüber des Bahnhofes keinerlei Gaststätte, Kneipe, Schluckhalle, Cafe usw. befindet. WTF? Eine Überprüfung im schlauen Telefon meines Begleiters ergab, daß die nächste Lokalität 850 Meter entfernt sei. Hmm, anderthalb Kilometer laufen für ein schnelles Bier, das klang nach keinem Plan. Wären wir doch nach Mainz gefahren! Was tun?
Ganz einfach, mein verhinderter „Trinkkumpan“ nahm die S-Bahn um 21:38 Uhr und zuckelte damit gen Frankfurt und ich fuhr heim.

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Feb. 162011
 

Alleine aus beruflichen Gründen, schließlich schule ich auch zu diesem Thema, bin ich bei dem einen oder anderem sozialen Netz mehr oder weniger aktiv. Nun startete ich vorhin bei yasni.de eine Suche nach meinem Namen und siehe! ich war auch bei Mr Wong als Nutzer gelistet. Tatsächlich war ich mir dessen nicht (mehr?) bewußt. Aber ein Login mit den 0815-Standarddaten ergab tatsächlich, daß ich mich irgendwann einmal dort angemeldet hatte. Und ich hatte sogar mehrere Kontakte oder wie das dort heißt. Ehrlicherweise weiß ich gar nicht, was Mr Wong ist. Und noch ehrlicher: ich will es auch gar nicht wissen. Jedenfalls habe ich es relativ schnell und problemlos geschafft mich dort abzumelden.
Ansonsten ist nichts Neues bei der Namenssuche im Netz zu finden. So gibt es endlos viele Linksammler, meiner Meinung nach ist das schlimer als SPAM.
Dann meine Namensvettern in Darmstadt (erfolgreicher und beliebter Kinderpsychologe) und Wetzlar (linkslastiger Antiquar, den ich schon einmal persönlich aufsuchte). Neu dazu kam ein Namensvetter, dessen Dossier Geld kostet, der also sicher nur im Netz existiert.
Und obwohl ich seit vielen Jahren bei stayfriends Mitglied bin, finden die nur einen Joachim M., der 1976 in Wuppertal die Hauptschule abschloß.
Und dann gibt es natürlich die endlosen Diskussionsfäden aus dem alten Usenet, zudem ich locker mehr als 1.000 Beiträge zusteuerte.
Eine Perle der Yasni-Suche möchte ich den Bloglesern zum Schluß aber nicht vorenthalten.
Diese Powerpointpräsentation enthält auch meinen Namen. Viel Mut beim Betrachten.

 Posted by at 9:07 a.m.
Feb. 152011
 

…geschwiegen. Das lag nicht nur am gesteigerten Arbeitsaufkommen, sondern vor allem daran, daß ich vor lauter Frust nicht wußte, wo ich mich zuerst aufregen sollte. Sei es bei der peinlichen 5-Euro-Debatte ums Arbeitslosengeld 2, seien es die hohen Spritpreise, die mir monatlich 200 EUR, also 40 ALG2-Erhöhungen aus meiner Tasche ziehen, seien es die ohne Sinn und Verstand zu den anstehenden Wahlen aufgestellten Grinsefressen der Politiker, die außer ihrem Konterfei nichts zu bieten haben, seien es die desolaten Straßen und die Verwunderung der Gemeinden darüber, seien es die gleichgeschalteten Medien mit ihren falschen und banalen Meldungen…, naja ihr wißt schon.
Doch das Stimmungstief ist überwunden und nun wird alles wieder besser. Naja noch nicht so bald, den Karneval muß ich noch unentdeckt und unbeschadet überstehen.
Zum Abschluß dieses Beitrages noch zwei Bilder, die gar nichts miteinander zu tun haben.
SU Olm
Stimmungsvoller Sonnenuntergang in Nieder-Olm, einer der Vorzüge meiner Wohnung.
Ossiladen
Onlineeinkauf im ossiladen.de. Eigentlich wollte ich nur Hosenträger (nicht im Bild), aber dann konnte ich nicht nein sagen und verfiel dem Kaufrausch. Von links nach rechts. Marder Speisesenf, Tempolinsen (halbierte Speisehülsenfrüchte), sowjetische, ähh russische Berberitzenbonbons, Rosenthaler Kadarka aus Ungarn, früher der billigste und süßeste und am schwersten zu bekommende Schädelwein, Worcestersauce (Worschestersoße) vom VEB excellent Dresden (auch heute noch die beste ihrer Art), Bornsenf aus Erfurt und der Kräuterlikörschnaps Rhöntropfen.

 Posted by at 6:36 p.m.
Feb. 152011
 

Hierzulande ist es etwas Superschlimmes, Familienvater zu sein. Beweis gefällig? Nun, da war zuerst der Mörder des kleinen Mirco aus Grefrath, der letzte Woche beigesetzt wurde.
Im Zusammenhang mit dem Täter sprach man fast immer in den Medien vom 45 Jahre alten Familienvater, der die Gräueltat deswegen begang, weil ihn sein Chef zusammengestaucht hatte oder so.
Nun habe ich keine Kinder und bin somit auch kein Vater, geschweige denn Familienvater. Dennoch würde es mir als solcher blöd vorkommen, alleine auf Grund meines Familienvaterseins in sprachlich in die Nähe eines geistesgestörten Mörders gerückt zu werden.
Naja, einmal ist keinmal und so wird seit einigen Tagen in unserer Einheitspresse von einem weiteren Familienvater geredet. Dieses 1,60-Meter-Männchen mit rotem Sakko hat wohl über Jahre nicht nur eifrig Inzest betrieben und seine Kinder mißhandelt und mißbraucht, sondern seine Schutzbefohlenen auch Kinderschändern aus der Umgebung angeboten, um seine Schulden zu bezahlen.
Und wenn man aus dem Gerichtssaal berichtet, wird Detlef S. immer wieder stereotyp als Familienvater erwähnt.
Abgesehen davon, daß man ja in dieser Konstellation Familienvater sein muß, um Inzest zu betreiben, bin ich richtig froh, kein Familienvater zu sein, denn langsam verbindet man mit diesem Wort (ähnlich wie bei den rechtspopulistischen Haider) nur noch Böses.
Diese Typisierung und Verarmung der Sprache ist für mich einfach unerträglich.
Zum Thema selber halte ich mich öffentlich lieber zurück. Nur so viel: ich wette, daß das Jugendamt Dreck am Stecken hat, ich wette, daß die Nachbarn nun erkennen, daß sie es schon immer gewußt haben und ich sehe auch hier schon wieder einen nervenzehrenden Prozeß, der es für die Opfer noch schlimmer macht und der perversen Drecksau nur nützen wird.
Tja, wenn ich an der Macht wär,…

 Posted by at 6:15 p.m.
Jan. 292011
 

Heute vor 125 Jahren meldete Carl Benz das zum Patent an, was man guten Gewissens als erstes „richtiges“ Auto bezeichnen kann. Zu diesem kleinen Jubiläum haben Funk und Presse ja schon zu Genüge berichtet, warum verfasse ich nun dazu Zeilen? Ganz einfach, vor (logischerweise) 25 Jahren fand eine Zeitschrift auto motor und sport mit dem Titelthema „100 Jahre Automobil“ ihren wie auch immer gearteten Weg über die Mauer und fand in dem damals achtzehnjährigen HodRuZ einen begeisterten Leser.
Es war 1986, die Challenger war gerade explodiert, ein Reaktorblock in Tschernobyl stand kurz davor, ich hatte im Frühsommer mein Abitur vor mir.
Und in dieser Zeit las ich die besagte Zeitschrift, saugte jeden Artikel, ja jede Werbung dieser für den Ossi unglaublichen Kostbarkeit in mich auf, las erstaunt die Anekdoten ums Auto, begriff nicht, daß man für Radialreifen Werbung machen mußte, wären solche Reifen in der DDR doch, wenn es sie denn gegeben hätte, dem volkseigenen KFZ-Teilehandel aus den Händen gerissen worden und bewunderte die Vielfalt und Vielzahl der Automodelle, von denen es im Westen offenbar so viele gab, daß offenkundig sogar Firmen existierten, die Autos zum freien Verkauf anboten. Das letztere war nahezu unvorstellbar für jemanden wie mich, der im Vorjahr 1985 zu seinem 18. Geburtstag einen Lada 1200 bestellt hatte, dessen Lieferdatum auf August 2001 fixiert war.
Ich weiß noch, wie damals meine Klassenkameraden höhnten, weil ich mir einen Lada bestellte (das war damals im Verhältnis zu den Trabants und Wartburgs das, was heute ein Audi A6 zum Daihatsu Curore wäre). Doch ich entgegnete, daß ich 2001 bestimmt das Geld hätte, um mir dieses teure Auto zu leisten.
Man stelle sich vor, ein Auto, das seit meiner Geburt quasi unverändert gebaut wurde, hätte ich ohne Zusammenbruch der DDR vielleicht um das Jahr 2000 erhalten.
Zum Vergleich: 1974 kam der VW Golf I auf den Markt. Der VW Golf VII kommt wahrscheinlich nächstes Jahr auf den Markt. Und die VAG ist eher konservativ mit ihren Modellpflege.
Jedenfalls interessant, was einem zu so einem Autojubiläum durch den Kopf geht und auch etwas erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht und wie unglaublich viel sich in dieser überschaubaren Zeit geändert hat. Ich nenne nur den Fall der Mauer, die Verbreitung des Internet, mobile Telefone und deren Nachfolger, Navigationssysteme, das ausgefallene Waldsterben, Barack Obama, flache Fernseher und digitale Kameras zur Anregung.

 Posted by at 8:51 a.m.
Jan. 272011
 

Wie die Zeit vergeht, dieser Januar ist fast rum und ich habe kaum Blogeinträge verfaßt. Gut, ich hatte sehr viel zu tun, doch das entschuldigt natürlich nicht die Leere hier.
Hoffen wir mal das Beste.
Heute möchte ich nur berichten, daß ich in den letzten Tagen quasi täglich neue Fernseher bei diversen Mietern installierte.
In einer Wohnanlage stellt der Vermieter vom analogen Kabel auf digitalews Kabel um, welches er aber über Satellit erzeugt. Da hat er also lange überlegt und die beschte Lösung gefunden.
Nun müssen also alle Schauwilligen einen digitalen DVB-C-Empfänger nachrüsten, um weiter fernsehen zu können.
Ein Mieter nutzte die Chance und meldete sich gleich ganz vom Kabel ab und schaut nun über IPTV, also über das Internet, Fernsehen.
Und da bei der Gelegenheit auch gleich Heimkino, Bluray und Notebook fällig waren, wurde ich tätig.
Das schwieg sich im Hause herum und so kamen diverse Nachbarn und baten um meinen fachkundigen Rat, den ich gerne gab.
Eigentlich schlimm, was ich da so erfahren mußte.
Die Mieter, meist Damen reiferen Semesters, hatten sich alle bei Mediamarkt und Co. erkundigt und erhielten sehr seltsame Auskünfte, die nicht nur sie verwirrten.
So brachte ich erst einmal Ordnung in das Chaos. Nun sind 4 Parteien glückliche Besitzer, DVB-C2-tauglicher Flachfernseher, derer man sich nicht schämen muß. Als Bonbon haben alle auch pauschal einen Blurayplayer erhalten. Und alles kostete samt meinem Salär deutlich weniger als die vom Kistenschieber empfohlenen 3D-irgendwas-Fernseher.
Da ist definitv ein Markt, ob ich ihn aufrolle?

 Posted by at 9:21 p.m.
Jan. 222011
 

…daher ist es momentan so ruhig im Blog. Denn wenn man im Januar schon > 3.000 km gefahren ist, selten vor Mitternacht heim oder gar ins Bett kommt und auch sonst noch von Pontius zu Pilatus rennt, um gegen die Entropie anzukämpfen, dann fallen Wohnungspflege und Bloggen eben in der Priorität zurück. Doch Ende Januar wird sicher alles etwas ruhiger und dann fülle ich auch wieder das Blog mit Leben.

 Posted by at 9:59 p.m.
Jan. 112011
 

Ich habe echt den Eindruck, man hat sich gegen mich verschworen und legt mir, wo es geht, Steine in den Weg.
Seit mehr als einem Monat warte ich auf ein Paket, in dem Ware im Wert von 800 EUR liegt, die ein Kunde sehnsüchtig erwartet und die ich dort am vorletzten Freitag verbauen wollte.
Teile der Lieferung waren schon eingetrudelt, alleine das Netzteil, das Gehäuse und zwei Lüfter fehlten. Dann kam endlich letzte Woche die Lieferung! Doch O Schreck!, man hatte das Netzteil vergessen. Mein Anruf bei der kostenpflichtigen Hotline machte nur mich ärmer, aber um die Erfahrung reicher, daß dort niemand auch nur irgendetwas kann. Nachdem ich nach fruchtlosen Mehls und zig Anrufen endlich einmal einen an der Strippe hatte, der lesen und schreiben konnte, wurde mir versprochen, das (bereits bezahlte) fehlende Netzteil schnellstmöglich zu senden. Das war gestern also würde es heute ankommen.
Seit einer Woche warte ich auf ein sehr wichtiges Paket, in dem Ware im Wert von 1.000 EUR liegt, die ein Kunde sehnsüchtig erwartet und die ich dort am letzten Freitag verbauen wollte. Bestellt habe ich die (Lager-)ware zwischen den Jahren. Erst am 08.01. ging das Paket auf die Reise und hier ist die Miniodyssee…
DHL
Dazu muß man anmerken, daß das Paketzentrum Saulheim nur eine Autobahnabfahrt weiter ist.
Gestern hockte ich nun, trotz vieler Arbeit außerhalb ewig in der Bude herum. Normalerweise kommt der Postmann am frühen Nachmittag, doch wie man sieht, kam da niemand.
Heute mußte ich um 10:00 Uhr auf eine wichtige Sitzung nach Mainz, also fuhr ich extra besonders pünktlich los. Das war auch besser so, denn meine Autobahnauffahrt war wegen irgendwelcher Bauarbeiten komplett gesperrt und so mußte ich über Dörfer hinter verwirrten Autofahrern hinterherkriechen und war dennoch auf die Minute pünktlich.
Nach der Sitzung schnell wieder heim, es war kurz nach 13:00 Uhr. Ich schaue in den Postkasten und… „Wir konnten Ihre 2 Pakete leider nicht ausliefern…“ Dabei waren meine Nachbarn da und informiert und ich hatte extra einen Zettel mit ausdrücklicher Vollmacht an meinen Kasten gepappt.
Nun hoffe ich, daß ich es morgen früh in der Post abholen kann. Dabei habe ich überhaupt keine Zeit. Dann schnell noch das Netzteil umgebaut, damit ich den Rechner endlich ausliefern kann. Den anderen Kunden muß ich vertrösten, denn ich bin ab morgen ja unterwegs.

 Posted by at 11:11 p.m.