Ich habe in letzter Zeit häufiger in Wiesbaden zu tun. Wenn ich auf dem Weg dahin im Dauerstau über die Schiersteiner Brücke krieche, habe ich häufig die Gelegenheit, auf und an den dort zahlreich vorhandenen Hochspannungsmasten fleißige Bauarbeiter beim Umbau, Renovieren und Kabellegen zu beobachten. Offensichtlich werden neue Masten gesetzt, vorhandene saniert, Isolatoren getauscht und zahlreiche Kabel neu gezogen.
Das gibt doch gelinde Hoffnung, denn bewußt habe ich in der letzten Dekade kaum Arbeiten am Hochspannungsnetz sehen können. Als bundesweiter und aufmerksamer Vielfahrer wäre mir so etwas sicher aufgefallen.
Also streichen die Stromriesen nicht nur noch horrende Gewinne ein, sondern warten und reparieren nun tatsächlich einmal ihre verlotterten Netze, ein Hoffnungsschimmer.
Vielleicht sieht man ja demnächst auch wieder vermehrt Gleisbaufahrzeuge und „echte“ Autobahnreparaturen…
Ja, eine kleine Odyssee erzähle ich nun. Klein, weil erst 2008 begann und nun vollendet. Oder auch nicht, wir werden sehen.
Fangen wir an. Es begab sich im Jahre 2008, daß ein Freund einen Medienrechner gebaut haben wollte. Ein weiterer Freund erhielt ein ansehnliches Sümmchen, kaufte dafür HiFi-PC-Gehäuse mit Fernbedienung, teure Gigabyte-Platine mit HD-Grafikkarte an Bord, kaufte 4 GB RAM, kaufte einen leistungsfähigen Athlon-X2-Prozessor, einen Bluray-Brenner (damals noch RICHTIG teuer). kaufte dazu eine Fernbedienung, eine flüsterleise 1-TB-Festplatte, eine DVB-S-Karte für das Satellitenfernsehen und ein Netzteil.
Dann kamen noch diverse Lüfter für Gehäuse und Prozessor dazu. Als Betriebssystem wurde Windows XP professional gewählt und als Hauptsoftware das Team Media Portal gewählt.
Dann wurde von ihm alles zusammengebaut und die Software installiert und getestet und ausgeliefert.
Tatsächlich konnte man mit dem Rechner nun ins Internet gehen, Bilder anschauen, vielleicht Videos ansehen und das war es eigentlich auch schon.
Was war passiert? Keine Ahnung, aber als ich das Gerät im Ende 2008 kennenlernte, konnte ich feststellen, daß
– Bluray an diversen Updates, Codec-Problemen und Treiberproblemen scheiterte, bekam das aber in den Griff.
– Satellitenfernsehen nicht gehen konnte, da die Schüssel, also genauer der/die/das LNB völlig veraltet war und
– die mitgelieferte Bluetooth-Maus gar nicht ging.
Die Bluetooth-Tastatur ging, wenn man 4 frische AAA-Batterien einfüllte. Mit viel Gebastel kam das Gerät Stück für Stück ans Laufen. Im, Frühjahr 2009 wurde die Satellitenanlage modernisiert und… die DVB-Karte erkannte sogar einige Programme, stürzte aber gerne ab.
Mitte 2009 saßen wir dann zu dritt an dem Problemrechner. Nach dutzenden Updates, Neustarts, Patches usw. ging dann irgendwie fast alles, aber nichts so, wie es sollte. Der Erbauer des Gerätes versprach Abhilfe.
Nur wurde daraus leider nichts, berufliche Verpflichtungen und eine schwere Krankheit verhinderten es.
Ich bemühte mich noch zwei oder drei mal im Jahr 2010, so ging dank Erwerbs eines Upgrades der Bluray-Abspielsoftware wenigstens das Schauen von hochauflösenden Videos. Doch Ende des Jahres wurde es immer schlimmer. Der Rechner fiel unter Last reproduzierbar aus, konnte immer noch kein Satellitenfernsehen anzeigen, geschweige denn aufnehmen und einiges mehr.
Was tun? Langsam wurde der Eigentümer sauer, hatte er doch viel Geld ausgegeben und kein brauchbares Produkt erhalten.
Doch diese Woche kam Bewegung in die Sache. Der Erbauer hatte mehrere Tage in der Gegend zu tun und übernachtete von Mittwoch bis heute bei mir.
Am letzten Sonntag, der mit dem Frühstück, trudelte das Sorgenkind in meiner Wohnung ein.
Seit Mittwoch bemühten wir uns sehr ausführlich darum.
Am ersten Abend stellte sich schon der schlimmste Fehler heraus. Durch ein BIOS-Update im letzten Jahr, wurden der Prozessor (wieder) hochgetaktet. Nun steht der Mediarechner mittlerweile auch regulär in einem schlecht belüfteten Schrank. Athlon-Prozessoren sind ja auch nicht gerade Energiesparer und Kühlköpfe. Alle diese Faktoren trugen dazu bei, daß die Maschine sehr schnell sehr heiß wurde. Dadurch waren im Kühlkörper schon die Heatpipes geplatzt und die Kühlflüssigkeit entwichen und die Wärmeleitpaste war auch nur noch lehmartig in Fetzen vorhanden.
Auch wurden durch die falschen bzw. zu mutigen Standardeinstellungen des BIOS der interne Grafikchip sehr heiß. Am schlimmsten war aber, daß durch das Motherboard bedingt, weder der große CPU-Lüfter noch der Netzteillüfter die Spannungswandler richtig kühlten. Diese waren schon nach wenigen Minuten bei 80 Grad, genauso wie die CPU, so daß das BIOS den Rechner einfach hart ausschaltete.
Bei Internetrecherchen fiel uns auf, daß das baugleiche Gigabyte-Board heute immer noch angeboten wird, interessanterweise aber auf den Spannungswandlern festinstallierte Kühlkörper hat.
Also besorgte ich am Donnerstag
– Klebekühlkörper
– einen moderneren Prozessorlüfter mit passender Architektur und
– noch zwei mittelgroße Gehäuselüfter.
Alles zusammen kostete rund 30 EUR, so einen Betrag kann man noch investieren.
Die Gehäuselüfter sollten für einen besseren Luftstrom sorgen. Auch hier entdeckten wir einen Designfehler. Das Gehäuse ist zwar schick, aber an der Front kann kein Luftstrom passieren, da alles mit irgendwelchen Zeugs verbaut ist. Lediglich die Schubladenöffnung für das optische Laufwerk läßt Luft passieren. Also kamen die Lüfter an die Oberseite.
CPU-Takt auf moderater Einstellung, der neue Lüfter mit frischer Kühlpaste und das neue Luftdesign schaffen es nun, daß die CPU statt bei rund 80 Grad bei 39 Grad Arbeitstemperatur verharrt. Die Kühlkörper auf den Spannungswandlern bewähren sich auch. Bereits im Vorfeld hatte ich eine neue, passive PCIe-Grafikarte besorgt, die sich nun um HD-Berechnungen besser, schneller und energiesparender kümmern kann, als ihre Onboardschwester das je könnte.
So weit, so gut. Jetzt ging es an die DVB-Karte. Die erkannte zwar prima das Satellitensignal, weigerte sich aber tapfer, Programme von Astra anzuzeigen. Lediglich einige Eutelsat-Programme mit arabischen und anderen exotischen Inhalten zeigte sie ab und zu, es war zum Verzweifeln. Der Gegencheck mit einem mitgebrachten Multimediarechner erbrachte, daß die Karte prima funktioniert. Also mußte ein Treiberproblem vorliegen. Trotz diverser Images bekam der Erbauer es nicht hin, die Satellitenkarte zur zuverlässigen Zusammenarbeit zu bewegen. Es war mittlerweile nach Mitternacht und Nachtruhe war angesagt.
Am Freitag nun der nächste Anlauf. Resignieren ist ja für Babies und Kommunisten usw.
Auf dem Rechner wurde Windows 7 professional installiert. Auf einmal klappten diverse Energiespargeschichten besser. Auch die SAT-Karte ging auf einmal. Na bitte! Wir bauten gleich noch eine zweite große Platte für Medien ein. Da das eine alte Platte von mir war, mußte ich die darauf liegenden Daten noch wegsichern. Also legte ich los. Und das dauerte und dauerte und dauerte und dauerte…
Naja, irgendwann rief wieder das Bett.
Am Samstag lief die Kopiererei weiter. Ich mußte manche Daten auf ein NAS umbewegen, manche auf die lokale Platte. Der Medienrechner wurde weiter feingetunt und ausgetestet.
Fernsehen in HD, Blurays abspielen, Filme, Radio, Telespiele, Serienverwaltung, Wetterbericht, Bildersammlungen… alles ein T
Eine ganze Weile ging es auch gut und dann…*rumms* Ein wunderschöner BSOD mit „IRQ less or not equal“.
Dieser ließ sich reproduzieren, in dem man die Maschine unter Last setzte, also doch irgend etwas mit Interrupts. Hallo APIC? Hallo, es ist 2011? Naja, egal, es gab auch reproduzierbar Abstürze, wenn man nur den Fernseher ausschaltete, weil dann… ja was eigentlich? Erst einmal in den Absturzpausen weiterkopieren, aber halt, es ist schon wieder spät.
Aber das mit dem Absturz beim Fernseherausschalten haben wir dann doch noch hinbekommen, aber wie, habe ich schon wieder vergessen.
Heute Morgen war ich immer noch nicht mit Kopieren fertig. Das konnte ja nun auch nicht sein. Eine Kontrolle ergab, daß meine Netzwerkkarte „nur“ mit 100 MBit werkelte. Ein Neustart brachte nichts, ein anderes Kabel ebensowenig. Glücklicherweise hatte ich noch eine Profigrafikkarte rumliegen. Diese wurde flugs eingebaut und … brachte auch 100 MBit.
Also wurde der Router neugestartet und schon lag 1 GBit an. Dieser „§&/%&/-Ökomodus der Fritzbox schaltet die LAN-Ports nach dem Aufwachen nicht wieder hoch, Danke AVM!
Also „Nie wieder Ökomodus am LAN-Port“ und schon rauschten die Daten mit 45 MB/sek durch die 8 Kupferdrähtchen. So war die Kopiererei auch schnell zu Ende.
Alles war nun fertig, alles bereit und alles funktionierte. Naja, fast alles, ein paar Kleinigkeiten hakelten immer noch. So vergißt das Frontdisplay des Gehäuses sehr gerne, daß es immer an sein soll, man muß ihm immer wieder explizit sagen, daß es angehen soll, was es dann aber brav macht. Und auf der Fernbedienung läßt sich ein Knopf nicht so belegen, wie wir das wünschten.
Aber das sind alles Kinkerlitzchen, der Rest funktioniert prima.
Schnell noch einen letzten Lasttest. Also HD-Fernsehaufnahme, Daten auf die Platten kopieren und dabei eine 11GB-große MKV-Datei schauen. Es klappt alles prima. Zumindest eine Viertelstunde, dann sehen wir wieder einen blauen Bildschirm 😐
Erneut wird alles nachgeschaut, erneut alles nach evt. Fehlern abgegrast. Die rettende Idee kommt durch Zufall. Da der Medienrechner ja quasi immer abschmierte, wurde er nie normal heruntergefahren.
Beim Ausschalttest (der Mediarechner schaltet sich nach 15 Minuten Nichtbenutzung in den Standby-Modus) konnten wir nämlich hören, daß die Platten „seltsam“ herunterfuhren. Und tatsächlich sagte der RAID-Controller auch beim Hochfahren „S.M.A.R.T. Error“ bei beiden Platten und blieb stehen.
Ich sagte ja am Anfang, daß es eine Odyssee ist.
Also wurde AHCI im BIOS deaktiviert und IDE eingeschaltet. Bei der Gelegenheit (oder war es schon vorher, ich verliere langsam die Übersicht?) wiesen wir auch allen relevanten Geräten einzelne, freie Interrupt zu.
Das war heute Mittag. Seitdem läuft die Maschine unter Last. Und sie läuft und läuft…
Haben wir es etwa geschafft? Nun, nach so vielen Stunden Arbeit und solchem Materialeinsatz wäre das ein schöner Lohn.
Fazit: Es lohnt sich nur für Nerds und Enthusiasten, so einen Mediarechner aufzubauen. Aber wenn er denn mal läuft und gut eingerichtet ist, dann ist es ein geniales Teil, welchem kein Gerät von der Stange das Wasser reichen kann. Alleine die Serienverwaltung ist ein Traum. Aber auch die Bilderdiaschau oder die Fernsehvorschau oder Tetris oder…
5 EUR mehr bekommen die Empfänger des Arbeitslosengeldes 2 nun mehr im Monat.
Völlig unpassend dazu rechne ich einmal aus, was die derzeitigen Spritpreise dem Staat mehr in die Tasche spülen.
Ein Liter Diesel kostete im Januar ca. 1,29 EUR. Heute muß ich dafür 1,45 EUR berappen. Das ist ein Preisunterschied von 16 Cent. Davon bekommt der Staat 19 % Umsatzsteuer. Das sind 0,025 Cent.
Um die 5,00 EUR ALG2-Erhöhungen zu finanzieren, muß ich rund 196 Liter Sprit tanken. Das sind rund 4 Tankfüllungen.
Nun tanke ich mindestens einmal die Woche, meistens öfter.
Somit finanziere ich über die vermehrte Ust. eine ALG2-Bezugserhöhung 1:1; ein gutes Gefühl.
Falsch wäre es hingegen, zu berechnen, was ein ALG2-Bezieher an der Tankstelle für eine Tankfüllung mehr hinlegen muß, wenn er einmal im Monat tankt. Denn 40 Liter Kleinwagentank mal 16 Cent Preisunterschied wären ja 6,40 EUR Aufpreis für eine Tankfüllung.
Also reicht die Reform nicht aus oder die Spritpreise müssen noch mehr erhöht werden.
Am besten wäre es, gleich die Steuern auf Diesel und Benzin auch noch zu erhöhen.

Ende November bekam ich einen DrückerAnruf von einem fröhlichen, jungen Mann, der mich fragte, warum ich statt meines „alten“ DSL-16.000-Anschlusses nicht für das gleiche Geld einen VDSL-25-Anschluß nähme? Diese Frage konnte ich nicht beantworten und so stimmte ich zu, wohl wissend, daß dadurch der Vertrag sich wieder um 24 Monate verlängert.
Mitte Januar fiel mir die Sache wieder ein. Ich hatte weder eine Auftragsbestätigung erhalten noch war irgend etwas anderes passiert. Ein erneuter Anruf brachte zu Tage, daß man mich vergessen hatte. Die nette junge Dame entschuldigte sich und versprach sofortige Umstellung meines Vertrages.
Mitte Februar fiel mir die Sache wieder ein. Ich hatte weder eine Auftragsbestätigung erhalten noch war irgendetwas anderes passiert. Ein erneuter Anruf brachte zu Tage, daß man mich erneut vergessen hatte bzw. daß das EDV-System nicht wollte. Eine andere nette junge Dame war zutiefst betroffen und versprach mir 60 EUR Schmerzensgeld und statt V-DSL-25 nun VDSL-50 zum gleichen Preis wie DSL-16.000; ein Angebot, welches es erst seit wenigen Tagen gebe.
Also hat Warten auch seine Vorteile. Ich meckerte auch nicht, denn tatsächlich läuft das alles unter Luxus.
Gestern nun kam eine Auftragsbestätigung für VDSL-25 und heute morgen zeigte mir mein Router auch folgendes Bild an.
Ein Anruf bei einem netten jungen Mann ergab, daß die Aufträge bis Montag im EDV-System nicht einsehbar seien, aber daß man sich um die Umstellung auf VDSL-50 kümmere.
Also werde ich wohl im März erneut anrufen und im April noch einmal 60 EUR erhalten und dann irgendwann auch mit der derzeit schnellsten Internetanbindung für den Normalbürger ins Netz gehen können.
Wenn es soweit ist, werde ich es hier selbstverständlich berichten.

… empfiehlt sich folgende Kombination.

Dazu wähle man bei apple.de den MAc-Server aus und bei den klicke bei den Optionen immer den untersten Menüpunkt.
Kuckuck. Kuckuck.
Für alle Interessierten hier noch ein Foto des Frühstückstisches.

Und was macht man nach so einem opulenten Frühstück? Genau, mit TheKaiser feist essen gehen.
Gleich gibt es bei mir gediegenes Sonntagsfrühstück. Die Gäste bringen Brötchen mit. Es gibt Kaffee, O-Saft, Wasser, Babybel, Ananas, Milch, Mini-Salamis, Nürnberger Würstchen, gekochtes Ei, Frühstückssagt, Nutella, Honig, Konfitüre, Champagner, Rührei mit Speck, Joghurt, Gürkchen, Parmesan, Camenbert, Rote Beete, Mortadella, Weintrauben und das, was ich vergessen habe.
… bei mir partout nicht in mein Heimnetz einloggen. Das Problem war schnell gefunden. Meine im letzten Spätherbst gekaufte Fritzbox hatte per DHCP alle IP von 192.168.x.50 – 192.168.x.200 vergeben und gab die Leases nicht frei, ein altbekanntes Problemchen, welches sich leicht lösen ließ.
Also habe ich schon 150 verschiedene Notebooks, Schlaufone und Rechner in diesem überschaubaren Zeitraum in meinem Heimnetz gehabt, nicht übel.

Ich war heute mit dem Einsatz bei einem Kunden gerade fertig, als der Firmennachbar, auch ein Kunde, mich zufällig sah und mir einen Kaffee in seinem Büro anbot. Den nahm ich gerne an und so saßen wir im Büro und schwätzten über dies und das. Der Kunde schaltete seinen gestern normal heruntergefahrenen Rechner an – und stellte fest, daß er nicht hochfuhr. Glücklicherweise war ich ja da und konnte mich um den Ausfall kümmern. Ich mußte feststellen, daß an dem (relativ neuen) Rechner das 450W-Netzteil durchgebrannt war. Einfach so, man konnte es noch riechen.
Nun gibt es auf Garantie ein neues Netzteil.