Dez. 152005
 

…ein junger Mann, der beschloß, das Friseurhandwerk zu erlernen. Nicht ganz zum Meister brachte es der junge Mann, aber hatte dennoch bald berufliche Erfolge.
So bescherte er in den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ganz uneigennützig einer jungen Dame eine völlig neue Frisur. Kurz wurden die Haare und schwarz statt brünett schillerten sie, als die junge Frau von einer Polizeistreife kontrolliert wurde. Niemals hätten die Beamten auch nur vermutet, daß es sich bei der schick und neu frisierten jungen Frau um sie handeln könne, die wegen Mordes gesuchte Freundin eines weltweit gesuchten Kriminellen.
Dieser Verbrecher war vom damals sehr links angehauchten und heute deutlich rechtsextremen Anwalt verteidigt worden und floh spektakulär mit dessen und seiner Kampfgenossen Hilfe aus dem Anhörungssaal.
Dem armen Anwalt wurde darauf die Zulassung entzogen und er wanderte in den Knast. Ein linker Mitstreiter dieses Knastanwalts verteidigte seinen Kumpel damals gegen die Unbilden des Systems, sein Name ist heute auch nicht ganz unbekannt, es ist ein Gründungsmitglied der Partei der Grünen und heutiges SPD-Mitglied und ein ehemaliger Bundesinnenminister.
Der bald aus dem Bau entlassene Anwalt machte sich nun mit einem weiteren Kumpel, diesmal einem Parteifreund, auf den Weg, seine Partei (SPD) programmatisch zu erneuern. Bald trennten sich ihre Wege. Das weitere Schicksal des Anwaltes soll nicht Thema dieser Geschichte sein, zumal es unschön mit NPD, Volkstum usw. endet.
Doch der junge Friseur vom Anfang der Geschichte soll nicht in Vergessenheit geraten, rückt er doch nun wieder ins Rampenlicht. Mittlerweile in der jungen alten Bundeshauptstadt Berlin mit einem sehr gut gehenden Edelsalon versehen, kümmert er sich nicht uneigennützig um Frisuren von RAF-Führungsspitzen sondern lieber um die ergrauten Schläfen des „Parteifreunds“ von oben.
Wir erinnern uns alle noch an das dümmliche und dünne Ablenkungsskandälchen ob der Frage, ob der Kanzler seine Haare nun färbe oder nicht. Oberste Instanz in diesem Urteil war unser Friseurfreund, der wie das Orakel von Delphi verkündete, er hätte nie des Kanzlers Haare gefärbt.
Nicht nur der Kanzler war mittlerweile ein Kunde des Friseurs, sondern auch eine Fernsehmoderatorin. Am Ende jeder ihrer Wochenendsendungen kann man übrigens in der Rubrik Berater den Namen des Friseurs unserer Geschichte lesen. Und das, obwohl der gemeinsame Hundehaarsalon pleite ging.
Bekannt wurde der Friseur auch durch die medienwirksame Verleihung des Titels „elegantester Mann“. In der Jury saßen u.a. der damals neben solchen Nullen wie Daniel Küblbock auch solche prominenten wie der damals noch amtierende Bundesinnenminister und des Friseurs Busenfreundin Sabine Christiansen. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.
Und nun, nachdem aus dem Haarskandalkanzler ein Gaskonzernskandalexkanzler wurde, nun kümmert sich der mittlerweile nicht mehr so junge Friseur (ziemlich vergeblich IMO) um die Haare von ihr. Nicht nur das, er ist deshalb sogar Mitglied in der Partei geworden, deren Chefin diese Dame mit den unglücklichen Haaren ist.
Und wer nun immer noch nicht den Namen dieses Zeitzeugen kennt, der mittlerweile, wie kann es anders sein, auch seine Memoiren veröffentlichte, der klicke auf diesen Link. Arg seltsam, daß sich die Wikipedia zu ihm völlig ausschweigt. Die einzige, die einen Kampf in der Art dieses Edelmanns gegen den Promifriseur führt, ist eine Tochter der jungen Frau vom Anfang der Geschichte.
Und wenn der Friseur nicht stirbt, dann richtet er auch noch morgen die Haare der politischen Größen.
Vielen Dank an einen leitenden Mitarbeiter dieser Zeitung, der mich zum Schreiben dieses Artikels inspirierte.

 Posted by at 2:19 p.m.
Dez. 142005
 

… should die whilst in the shelter, put them outside, but remember to tag them first for identification purposes.“
Keine Sorge, ich möchte damit nicht Betroffenheit zum Atomkrieg o.ä. ausdrücken, sondern eher meine Begeisterung darüber, daß ich die olle Maxiversion von Frankie goes to Hollywoods „Two Tribes“ wiederentdeckte und sie ca. 5x täglich in exzessiver Lautstärke höre.

 Posted by at 9:57 p.m.
Dez. 142005
 

… auch der Begriff Azubi. Dahinter verbirgt sich der Auszubildende, also jemand, der (passiv) auszubilden ist.
Um wieviel besser ist da der (aktive) Lehrling, der von sich aus was lernen möchte.
Aber der mir unliebe Name ist nun Legion.

 Posted by at 9:49 p.m.
Dez. 132005
 

Heute erreichte mich wieder eine begeisterte Mehl von einem Leser meines Rußlandreiseberichtes.
Ich zitiere:

Soeben bin ich auf Ihren Reisebericht aus Russland gestossen und habe ihn
regelrecht verschlungen! Ich habe genau eine Woche vor ihnen dieselbe Reise
unternommen, jedoch mit der MS Puschkin und natürlich den umgekehrten Weg.
Dank diesem Reisebericht konnte ich wunderbar wieder einmal in den tollen
Erinnerungen schwelgen..! Ausserdem spannend zu lesen, dass Sie vieles
ähnlich sehen wie ich.
Schön dass es solche Berichte gibt! Kompliment!
Grüsse aus der Schweiz
Name neutralisiert

Da hat sich das Schreiben doch gelohnt.

 Posted by at 6:32 p.m.
Dez. 122005
 

…daß ich schon immer Herrn Gerhard Schröder verabscheute.
Das Herr Schröder nur ein paar Tage nach seinem unrühmlichen Verpissen aus einer politischen Landschaft, die er erfolglos, ja eher schädlich beackerte, sich nun in die Negativschlagzeilen kämpft, indem er a) im steuergünstigen Ausland einen Repräsentativjob annimmt und b) sich offen vetternwirtschaftlich bei Gazprom in den Vorstand heben läßt, das alles wäre ja nun eine Steilvorlage füe Schröderhasser wie mich.
Ist es aber nicht, denn nun zeigen auf einmal alle mit dem Zeigefinger auf das, was ich seit Jahren propagiere.
Herr Schröder zeigt nun eben völlig schamlos und offen, daß er Begriffe wie Anstand, Ehre, Moral usw. nicht kennt. Wo ist das Problem? Oder hat wirklich niemand gewußt, daß er ein charakterloser Emporkömmling ist? Nein, so naiv kann das Volk doch nicht gewesen sein.

 Posted by at 7:50 a.m.
Dez. 092005
 

Seit Mitte des Jahres bemerke ich in meinem Stammeinkaufsgeschäft eine angenehm schnelle Verarbeitung des elektronischen Zahlungsverkehrs mit der ec-Karte. Wo vorher unangenehme EDV-Denkpausen und gemütlich ratternde Nadler zur Schlangenbildung beitrugen bemerkt man mittlerweile keinen Zeitvorteil für die Barzahlung, eher das Gegenteil. Aber erst Marc Weinreich bemerkte das Tux-Pinguin-Logo auf den Kassendisplays, das für das neue Tempo und den spürbar reibungsloseren Kassenablauf verantwortlich ist.
(Ja, ich weiß, daß edeka wahrscheinlich als erste Kette flächendeckend RFID-Chips haben wird:-| )
Trotzdem: In Dein Gesicht M$!

 Posted by at 4:24 p.m.
Dez. 092005
 

…gehen mir gehörig auf den Keks. Gestern noch kostete der Diesel 1,059 Euronen. Heute sind es 1,129. Und dreimal dürft ihr raten, wann ich tanken mußte?
Wenigstens tröstet mich die neue Kraftwerk-Doppel-DVD (Amazonlink, da die Kraftwerkseite komplett auf Flash setzt), die ich mir gestern gönnte, über den gröbsten Ärger weg.

 Posted by at 4:14 p.m.
Dez. 072005
 

… Reklame. Klar, es geht nicht ohne, aber irgendwie kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß alles immer aggressiver, liebloser und schlimmer wird.
Aber das allerletzte ist Werbung in Blogs. Und geradezu Teufelsware ist subtile Schleichwerbung.
Wenn ich zum Beispiel in meinem heutigem Beitrag berichten würde, daß ich bei einem guten Freund, der kürzlich ein Geschäft mit einem hochinteressanten Produkt, das aber so speziell und auf ganz wenige, zudem noch zahlungskräftige und überwiegend echte männliche Kunden zugeschnitten ist, eröffnete, nicht nur zwei Gläser, sondern auch noch zwei, mittlerweile nur noch schwer bis garnicht mehr erhältliche Flaschen feinsten schottischen Single-Malt-Whiskys und das noch zu einem überlegenem Preis bei hochqualifizierter fachlicher Beratung eines, das merkt man an jeder Stelle, Experten, kaufte, dann wäre das Schleichwerbung. Pfui!
Und wehe, es klickt jemand auf die Links!
Slainte!

 Posted by at 6:26 p.m.
Dez. 052005
 

Der Rechtsanwalt Bernhard Syndikus hat es, zumindest bei mir, geschafft, sich als erster Deutscher in eine Reihe zu stellen mit miesen Klischeeanwälten aus schlechten Hollywoodfilmen und Amiserien der letzten beiden Dekaden.
Jedesmal, wenn der Name Syndicus fällt, denke ich an grinsende Dealer, die Polizisten anspucken und dann von Vertretern seines Standes aus dem Knast geholt werden und Ähnliches.
Da war ich so froh, daß Anfang des Jahres Herr Syndikus mal in Handschellen zu sehen war und fing schon an, an den Rechtsstaat zu glauben. Noch im selben Jahr ist er wieder aus der Untersuchungshaft entlassen und hat sich nun bei einem Dialeranbieter, den Zuhältern und Schlägertrupps des Internets, verdingt. Das er nebenbei noch als Jugendschutzbeauftragter auf Kinderabzockseiten und Admin-C bei geköderten Domains in Erscheinung tritt, interessiert mich da schon nicht mehr.
Was mich mehr tangiert, das ist die Penetranz, die Permanenz mit der dieser Mensch mein Leben stört. Und das alle kuschen und was von Rechtsstaatlichkeit, Gesetzen etc. murmeln, da kriege ich eine ohnmächtige Wut!
Menschen wie Berndard Syndikus sollte auch vor Gericht weniger Aufmerksamkeit geschenkt werden, sie leben außerhalb der Norm und versuchen, die zahllosen Gesetze zu ihren Gunsten umzubiegen und überfordern damit auch den Rechtsstaat, der angesichts der neuen Qualitäten der neuen Medien, die die graubärtigen Schöpfer unserer Rechtsordnung vor über 100 Jahren nicht vorhersehen konnten, oft ohnmächtig ist.
Leider ist das nicht der Fall und so tröpfeln juristische „Weisheiten“ in das Internet und machen es damit, zumindest für mich, wenigstens unattraktiv, wenn nicht gar unbenutzbar.
Und man muß auch noch die Schnauze halten, denn eine Abmahnung, die schlimmste Erfindung seit der Atombombe, ist schnell geschrieben und ich sehe nicht ein, mein kostbares Geld solchen windigen, unmoralischen, ehrlosen Gestalten in den Rachen zu werfen.

 Posted by at 9:55 p.m.
Dez. 032005
 

…daß binnen 11 Tagen die Bundeskanzlerin beliebtester Politiker des Landes ist.
Es brauchte also keine zwei Wochen, um die „Meinung“ eines Großteils des Volkes umzukehren. Spätestens jetzt sollten alle für immer schweigen, die sich bisher verzweifelt fragten, wie $Politiker an die Macht kommen konnte oder wieso er denn so beliebt war.

 Posted by at 6:27 a.m.