… ist nicht nur eine Krankheit, die ich nach ca. 10 Tagen beinahe überwunden habe, sondern auch der Titel eines Romans von meinem (polnischen) Lieblingsautor Stanislaw Lem.
Darin wird, sehr grob zusammengefaßt, erläutert, wie (extrem unwahrscheinliche) Zufälle eben doch eine außerordentliche Situation hervorrufen.
Wie komme ich auf dieses Thema? Nun, in unserer komplexen Welt, gibt es mittlerweile auch immer mehr seltsame Phänomene.
So eines wie heute Mittag bsp.:
Ein Kunde arbeitete stundenlang in Teststellung via VPN auf einem WTS und alles, nämlich Drucken, Scannen und Dateiverwaltung, funktioniert klaglos.
Auf einmal spricht das Netz zusammen.
Nach ausführlicher Fehlerdiagnose stellte sich heraus (und darauf KANN man nicht so einfach kommen):
Schuld am Zusammenbruch war der Drucker.
Zunächst funktionierte er ja problemlos. Doch nachdem der Drucker an den Druckserver zurückmeldete, daß der schwarze Toner bald am Ende ist, brachte genau diese Meldung das komplette Netz zum Stillstand und zwar reproduzierbar!
WTF?
…die Fa. Reckit Benckiser, deren Produkt Calgonit auf deutsch
Spezial Salz
heißt.
Doch über Spezial Salz, Kinder Schuhe, Milch Schokolade usw. will ich mir hier garnicht (oder gar nicht) aufregen, obwohl ich das prima könnte; viel witziger ist, daß unter dem Spezial Salz das ganze noch einmal auf englisch steht.
specialsalt
Und siehe, hier, wo man special salt sogar hätte schreiben müssen, wird es zusammengeschrieben (oder zusammen geschrieben).
Mir kann keiner erzählen, daß so etwas gewollt ist. Wer verantwortet eigentlich so einen Mist?

Googlefigth ist ein alter Hut. Man gibt zwei konkurriende Begriffe ein und Googlefight präsentiert nach nerviger Animation das Kampfergebnis.
Früher benutzte ich das manchmal als „lustige“ Rechtschreibkontrolle. Doch dank der vielen PISA-Kinder im Netz kann man das mittlerweile auch vergessen. Dennoch fand ich folgenden Googlefight interessant, vor allem auch wegen der Grafik.

Und weil es so gut paßt, noch ein Googlefight, der am Todestag vom Oberterroristen entstand.

… ist mittlerweile undenkbar. Bei meinen letzten Installationen hatte ich ausnahmslos Ärger, Probleme, Defekte, renitenten Kundendienst, Fehllieferungen usw. Hey, das bin ich nicht gewohnt, das ist unprofessionell! Woran liegt das? An der schlechten Bezahlung, am sinkenden Bildungsniveau, an immer mehr Billigkram aus Südostasien, an immer höherer Komplexität, am Verfall der Sitten? Sicherlich ein Mix aus allem. An dieser Stelle gebe ich zwei Beispiele, wie einem die Arbeit vermiest werden kann.
1. Beispiel
Eine Wiesbadener Familie wünschte sich eine kleine Heimkinoanlage für ca. 1.500 EUR. Ich kaufe also einen Fernseher, ein Bluray-Abspielgerät, einen Receiver, Lautsprecher, Kabellage, Switch, PLAN-Technik (um Internet vom Arbeitszimmer in das Wohnzimmer zu führen).
Hier fing der Ärger schon an. Auf den Bluray-Player mußte ich zwei Wochen warten, die HDMI-Kabel brauchten fast einen Monat, bis sie eintrudelten.
Genauer gesagt trafen die Kabel einen Tag vor dem Installationstermin ein, den ich glücklicherweise sehr weit nach hinten geschoben hatte.
Vorletzte Woche installierte ich die gesamte Technik. Ergebnis:
Der Fernsehton kam nicht auf den Receiver, das Internet kam nicht durchs PLAN, der Bluray-Player zickte und mir lief die Zeit weg.
Ich ließ also ein unzufriedenes Ehepaar zurück, das nun eine Woche (ich verreiste am Folgetag an die Ostsee) mit halbfertiger Technik zurechtkommen mußten. So etwas ist mit meiner Ehre schlecht vereinbar.
Diese Woche nun hatten wir einen Folgetermin. Dank anderer Adapter funktionierte nun das Internet im Fernsehschrank. Bei der Fehlerdiagnose Bluray-Player fiel mir dann auf, daß beide HDMI-Kabel schlampig verarbeitet waren und Wackelkontakte im Stecker hatten und dadurch die Bild-Ton-Kette gestört war.
Glücklicherweise hatte ich noch ein hochwertiges Kabel dabei, das zweite kaufte ich in der Hifi-Apotheke um die Ecke (0,75 Meter zu 20 EUR *ächz*) und voilà!, auf einmal ging alles problemlos. Nur der Fernsehton kam immer noch nicht im Receiver an. Gewitzt schaute ich mir auch hier das Kabel an und tatsächlich war auch hier an den Kontakten eine kalte Lötstelle. Also tauschte ich auch dieses Kabel aus und endlich funktionierte alles so wie es sollte.
Das alles ging relativ schnell, so daß ich ausreichend Zeit und Muse hatte, Bild und Ton anständig einzustellen und den stolzen Neuheimkinobürgern alles ausführlich erläutern konnte.
Wer denkt, daß dieses Kapitel abgeschlossen ist, der irrt. Denn vorhin kam ein Anruf, daß das HD-Fernsehen schon wieder verschwunden sei. Eine Internetrecherche brachte hervor, daß die Firmware des Fernsehapparats buggy ist. Nun kann ich also nochmal nach Wiesbaden fahren und dem Fernseher ein Firmwareupdate verpassen, welches dafür sorgt, daß umgruppierte Sender wirklich dauerhaft gespeichert werden.
2. Beispiel
Ein Geschäftskunde wollte Telefon und Internet in drei neue Büroräume verlegt haben.
Zum Installationstermin der Telekom war ich anwesend. Ich installierte und programmierte alle notwendige Technik und dachte, damit wäre mein Part erledigt. Das Telekomschreiben sagte aus, daß keine Installation vor Ort nötig sei und man bis 19:00 Uhr den Anschluß geschaltet haben würde.
Doch auch am nächsten Tag blieb die NTBA-Lampe dunkel und die DSL-Lampe des Routers rot. Kein Telefon, kein Internet im Bürohaus und ich mittlerweile an der Ostsee. Schon wieder ein Angriff auf meine Technikerehre.
Sobald ich wieder zurück war, schaute ich mir das Desaster an. Zuerst mußte ich feststellen, daß die Telekom den Auftrag faslch ausgeführt hatte. So wurde nicht der gewünschte ISDN-Anschluß geschaltet, sondern ein VoIP-Anschluß. Prima, damit war schon einmal geklärt, warum das Telefon stumm blieb.
Das fehlende Internet konnte ich mir durch die eigenwillige Verkabelung im Haus erklären. Messungen der Telekom ergaben ein widersprüchliches Bild, so daß sich am Folgetag ein Telekom-Techniker anmeldete. Immerhin klappte der schnelle Termin prima.
Auch der Telekom-Techniker war glücklicherweise einer von der kompetenten Sorte und darüber hinaus sogar freundlich und höflich. Das lindert doch schon einmal die Not.
Der Techniker und ich brauchten eine gute Stunde, um den Anschluß ans Laufen zu bringen. Zunächst wurde die vorhandene Ringleitung in einen Strang umgewandelt, dann mußte am Hausverteiler die Leiste gewechselt werden und schlußendlich auch noch im Straßenverteiler etwas an der Baugruppe geschraubt werden. Von wegen „keine Installation vor Ort nötig.“
Diese beiden Beispiele sollen erst einmal reichen, ich hätte aber zig weitere.
Störungen im Ablauf sind ab und zu völlig normal und die Würze des eintönigen Arbeitslebens, wenn aber mittlerweile bei JEDEM Auftrag etwas schief geht und alles außerhalb meines Machtbereiches, dann ist wohl doch Irgendetwas im Argen. Schauen wir mal, wie sich das Alles weiterentwickelt.
…ein Schiffsunglück passiert, dann passiert eben irgendwo in der Welt ein Schiffsunglück.
Anders verhielt es sich bei der am 10.09.2011 gesunkenen RoRo-Fähre Spice Islander I, denn in diesem Fall habe ich ziemlich sicher den Seelenverkäuferas Schiff im Jahre 2009 schon einmal selbst hautnah vor Ort gesehen und schon damals den Mut (oder Irrwitz?) der Menschen bestaunt, überhaupt in die Nähe eines solchen Schrotthaufens zu gehen.

Es müßte das linke Schiff gewesen sein, was nun auf dem Grund des indischen Ozenas liegt. Die Aufnahme entstand am Fährhafen von Stone Town am 15.02.2009.
Was ich am Ende meines Blogeintrages vom 15.08.2011 versprach, möchte ich halten.
Heute brachte der Postbote ein Paket mit 2 Fässern! Dazu folgender lapidarer Brief.

Tja, das Wetter am Wochenende ist prima, wer kommt zum Grillen?
Ganz einfach, es ereignete sich recht viel in der letzten Zeit.
– ich hatte 3 Tage Besuch. Dieser entpuppte sich letztendlich als Mini-drts-Treffen, der 10. Jahrestag übrigens.
– ich hatte nochmals 3 Tage Besuch. Mit dem war ich auf dem Bismarckturm in Ingelheim, in Heidenfahrt am Rhein, barfuß wandern in Bad Sobernheim, bei den Salinenm Gradierwerk in Bad Kreuznach und in einer Straußwirtschaft gut essen.
– dann war ich zur Familienfeier ein paar Tage an der Ostsee.

Schnappschuß von der Hafenrundfahrt in Wismar
Und nicht zuletzt hatte ich überaus viel zu tun. Aber überaus erfolgreich, denn mittlerweile sind viele Arbeiten zu meiner und zur Zufriedenheit der Kunden abgeschlossen.
Doch jetzt bin ich wieder da, bald ist das Wetter auch wieder schlecht und ich kann mich wieder mehr dem Blog widmen.
…, die zu meinem kürzlich erworbenen Sodasprudler mitgeliefert wurden, eigentlich der Hinweis, daß sie nicht spülmaschinengeeignet sind? Nun, jetzt weiß ich es, denn bei heißen Abspülen verformte sich heute eine Flasche derart, daß ich sie nicht mehr benutzen kann.
Auf den heute gekauften Flaschen steht nun „spülmaschinengeeignet“ drauf.
… an die Ostsee. Diesmal ohne anstrengendes Programm, sondern zum Lesen, zum Radeln, zum Abschalten. Habe es auch nötig. Beispielsweise bin ich letzte Woche unvermutet am Telefon ausgerastet. Gut, es war kein Kunde, sondern ein Telekomiker, aber der bekam eine volle Breitseite ab. Klar, er hatte sie verdient, stellte er sich doch selten dämlich an. Doch ihn deswegen an den „Rockzipfel seiner Mutti“ zu schicken oder ihm zuzubrüllen das „verf$§% Internet in die f&$§ sch*PIEP* Dose“ zu legen, das führte dann doch etwas weit 🙂
Bin nächste Woche Dienstag wieder im Lande, dann wieder erholt und mit neuer Tatkraft.
… Mainzer Südring auf der A 60, die sich seit 2001, also seit einer Dekade auf einer Länge von 6,4 Kilometern dahinzieht. Am Dienstag lese ich, daß die Erdgasleitung durch die Ostsee fertiggestellt ist und man schon technisches Gas durchpumpt.
Die haben von April 2010 bis neulich, also in einem guten Jahr, mehr als 1.200 Kilometer fette, mit Beton beschwerte Erdgasröhren in ein Meer versenkt und es hat offensichtlich sogar funktioniert.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß in der Ostsee schneller und effizienter arbeiteten als hier am Südring.