… bewies ich kürzlich beim Einkauf im Lebensmittelgeschäft. Vor mir in der Kassenschlange stand ein Ehepaar mit zwei Kindern. Der Junge so um die 6, das Mädchen knapp 10 Jahre alt. Die Mutter schimpfte das Mädchen aus. Grund: sie hatte am Gemüsestand eine Marone mitgenommen und diese auch an der Waage abgewogen und den Preiszettel zu 0,12 EUR auch brav darauf geklebt. Die Mutter schimpfte: „Was willst Du mit einer Marone?“ und knaubelte den Zettel von der Eßkastanie und legte Papierrest und Frucht neben das Kassenlaufband.
Von dort stibitzte ich sie in einer spontanen Eingebung; ich, der ich sonst nicht mal Weintrauben kostet!
Nachdem ich meine Waren bezahlt hatte, ging ich zu meinem PKW und, richtig, ich sah die Familie, die gerade ihr Fahrzeug beluden. Ich schlich mich zu dem Mädchen, drückte ihr mit Verschwörermiene und Zwinkern ihre Marone in die Hand, machte: „Psst!“ und stahl mich davon. Von weitem sah ich die Belohnung: glückliche Kinderaugen.
Heute brauchte ich von Frankfurt nach Mainz knapp 2 Stunden. Das war ein Stundenmittel von 29 km/h. Toll! Ok, in Frankfurt war Vollsperrung nach einem schweren Unfall (bei beiden beteiligten Autos konnte man die Marke nicht mehr erkennen); dann staute es sich vom Flughafen bis zum Mainzer Ring. Dabei war nicht weniger und mehr Verkehr als sonst auch immer. Egal, wenigstens hat bei meiner Arbeit in Frankfurt alles prima geklappt.
…war richtig was los, nämlich am Intercontinental. Hubschrauber schwebten sirrend darüber, schwarze, gepanzerte Großraumlimousinen standen in endloser Reihe eingekeilt zwischen dutzenden Polizeifahrzeuge und Zivilstreifen und überall sprachen sonnenbebrillte Männer, die wichtig wirkten, in diverse kleine Kästchen. Wieso der ganze Aufriß?
Ich weiß es nicht, vermute aber, daß Herr Erdogan zur Buchmesse weilt. Wegen des heute ebenfalls in Frankfurt weilenden Innenministers macht man vermutlich nicht so einen Aufstand.
Durch reinen Zufall brachte ein Kunde einen Herren mit, der ein dringenden EDV-Problem zu lösen hatte. Ich sage nur 2,5 GB große PST-Datei mit Sektorfehlern. Und das war bei Weitem nicht alles. Egal, ich habe in mühevoller Kleinarbeit beinahe alles wieder ans Laufen bekommen.
Nun war das ja alles eine private Geschichte am Wochenende und Geld verdienen kann (und will) man mit stundenlanger Fehlersuche auch nicht. Aber Mühen müssen belohnt werden. Und das wurden sie auch und zwar reichlich. Als nämlich die Frage nach der Bezahlung kam, lehnte ich diese kategorisch ab, meldete aber gelindes Interesse an der einen oder anderen Flasche Wein an, die bei dem Herrn im Keller lagern.
Wieso kam ich darauf? Nun, ich hatte ihn bereits im letzten Jahr auf einer Weinprobe kennengelernt und erfahren, daß ich es bei ihm mit einem echten Experten zu tun habe. Das kann man auch daraus schließen, daß er Mitglied im VdP ist. Auch der Titel des Weingourmet des Jahres 2006 gebührt ihm. Das wußte ich allerdings nicht. Auch nicht, daß heute ein Buch von ihm erscheint. Der Titel ist Legion.
Naja, langer Rede – kurzer Sinn. Er brachte mir diese Woche die eine oder andere Flasche Wein als Dankeschön mit. Dazu wurde mir ausführlich und interessant erklärt, wo die Besonderheiten liegen. Sei es im Geschmack, in der Rebe, der Zubereitung, der Abfüllmenge, im Geschmacks, zu fast allen Flaschen gibt es eine Anekdote oder eine Geschichte. Ich machte mir eifrig Notizen, kann und will diese aber an dieser Stelle nicht einfließen lassen.
Aber eine Liste und Bilder der Flaschen seien dem geneigten Leser nicht vorenthalten. Und den Gästen natürlich auch nicht die Inhalte.
Fangen wir an mit den Weißweinen.

Von links nach rechts haben wir da einen Riesling von Spreitzer, den zu trinken ich schon die Freude hatte. Ihm folgt ein Riesling vom Weingut Nikolai. Dann gibt es einen Chardonnay. In der Mitte steht ein rosefarbener Champagner, der *hüstel* recht selten und damit auch preisintensiv ist.
Dann kommt ein hochwertiger Riesling von Schaetzel. Gefolgt wird dieser feine Wein von einer Flasche Allendorfer Chardonnay. Schlußendlich ein schöner Tropfen von den Schieferterrassen des Weingutes Heymann-Löwenstein.
Betrachten wir nun die Rotweine.

An dieser Stelle muß ich einfügen, daß ich nicht soo der Held bin, was Weine angeht, schon gar nicht die aus den berühmten Weingütern aus der Region Bordeaux. Der eine oder andere Blick in die Wikipedia lehrte mich aber schon gesunde Hochachtung.
Hier nun die Aufzählung, wie gehabt von links nach rechts:
Ganz links ist ein 1995er Calon Segur. Ein weiteres großes Gewächs ist der danebenstehende Batailley.
In der Mitte steht ein feiner, im Faß gereifter Wein aus Mainz, der der Stadt zu Ehren Moguntiacum heißt. Ihm folgt ein Capion 2C. Die Runde schließt ein weiterer Bordeaux ab, ein Phelan Segur.
Insgesamt also ein bißchen Perlen vor die Säue, aber allemal ein feiner Gegenwert für meine Hilfe.
Nochmals die Bitte zum Abschluß: Weinliebhaber mögen sich zeitnah bei mir melden und Trinkwünsche äußern.
Musik von Nickie, Fredl Fesl und Ferdl Weiß? Check!
Jankerl, Hemd und Trachtenstrümpfe? Check!
Streifenkarte fürs Münchener U-Bahn-Netz? Check!
Photoapparat? Check!
CSU-Ausweis? Check!
Florians optisches Austauschlaufwerk? Check!
Lederhose?
Lederhose?!?
Dank des zögerlichen eBay-Händlers habe ich leider keine Lederhose. Was nun? Wird es wohl wieder einmal ein Wiesnbesuch ohne Tracht. Ich melde mich jedenfalls bis Freitag *räusper* dienstlich in die Landeshauptstadt ab. Wer in München oder Umgebung ist, melde sich per Mobiltelefon oder komme am Donnerstag ab 11:30 Uhr direkt in den Schottenhamel.
Gestern weilte ich im bedeutenden Ort Rhodt unter Riedburg, wo ich mit Freunden zum wiederholten Male auf dem Weinfest weilte.
Dieses Fest kann ich jedem, der es noch nicht kennt, dringend empfehlen, es ist wie Rothenburg ob der Tauber und Rüdesheim zusammen auf Speed, da tanzt der Bär.
Ebenso empfehlen kann ich den Wurstmarkt im nahegelegenen Bad Dürkheim, von dem ich gerade komme.
Fotos dazu findet man in der Galerie.
Ha, der selbstgemachte Zwiebelkuchen vom Samstag hat Eindruck geschunden. Das ganze Projekt wurde nämlich am Mittwoch wiederholt. Zwar ohne Marc und Hefeteig, dafür aber mit Steffi und Mürbeteig. Leider taugte der Federweißerrest nichts mehr, aber das Resultat des Zwiebelkuchens konnte sich sehen lassen. Und natürlich schmeckte er auch hervorragend. Und das, obwohl ein völlig anderes Rezept an den Start ging. Ich glaub, ich mache dieses Jahr noch einen Zwiebelkuchen, den dann aber nach Omas Rezept.

Heute morgen fuhr ich für einen Kunden ins schöne^w^wnach Bochum. Die Morgensonne waberte glutrot wie in einem Film als ich losfuhr. Ich kam ohne jedwede Störung in Bochum an und hatte gegen Mittag meine Arbeiten zufriedenstellend erledigt. Dann fuhr ich nach Düsseldorf, um kurz eine nette Kollegin zu besuchen. Es gab diesmal ausnahmsweise keine Kekse, aber selbstverständlich einen feinen Kaffee.
Auf der Heimfahrt entschloß ich mich spontan, der Kölner Innenstadt einen Kurzbesuch abzustatten. Peinlich, aber wahr, ich bin schon 100x an Köln vorbeigefahren und mehrmals mit der Bahn, habe auch diverse Kölnmessen besucht, aber das Zentrum hatte ich noch nie persönlich gesehen. Nun, das hat sich mit dem heutigem Tage geändert. Beim nächsten Kölnbesuch werde ich auch den Fotoapparat mitnehmen und schöne Bilder vom Domturm schießen, denn auf die mehr als 500 schmalen Stufen, die sich auf 100 Meter Höhe leiern, bin ich jetzt schon ganz heiß. Und beim Einparken in der Tiefgarage werde ich mir dann auch nicht den Außenspiegel lädieren (gaaanz leichter Kratzer, kleiner als ein kleiner Fingernagel).
So durfte ich gerade lesen, daß die Bundesdruckerei von der Strohmannfirma der CIA^w^w^w^wdem privaten Investor zurückgekauft wurde und wieder in Bundeseigentum übergeht. Auch die Meldung, daß der nordkoreanische Diktator unpäßlich ist, weckt eher Freud als Leid in mir.
Aber egal, denn morgen geht sowieso die Welt unter.
Heute nutze ich die Gelegenheit. Ich ging mit dem Hund der Nachbarn, auf den ich dieses Wochenende etwas achte, groß spazieren. Solange bis er müde ist, war das Ziel. Naja, ich bin mir nicht sicher, ob ich es erreichte, das Tier wirkt fitter als ich. Das von mir erwählte Ziel war das Weingut Worf. Ich liebe diesen Namen, denke ich doch als Freund der Serie Star Trek bei diesem Namen immer an den Sicherheitsoffizier. Naja, Worfs Vorgesetzter Jean-Luc Picards Bruder hat ja auch einen Weinberg, wieso soll der Klingone also nicht auch Wein anbauen, aber ich schweife ab.
Der Hund ich ich wanderten fast zwei Stunde bei Wind und Regen ca. 9 Kilometer bergauf und bergab. Ich sah Apfelplantagen, abgelesene weiße Weinberge und volle, rote Trauben, Zuckerrüben auf Floras Seite. Die Fauna war durch einen Fuchs, ein paar Mäuse und diverse Vögel (u. a. ein Mauersegler) vertreten. Insekten lasse ich mal weg. Ferner sahen wir laut rauschende Waldföne und hatten einen wunderbaren Fernblick auf die doch ganz schon entfernte Frankfurter Innenstadt. Ich hatte viel Freude am Spaziergang und sang sogar dabei einige Lieder, soweit meine Textkenntnis reichte.
Fazit: Solche Spaziergänge sollte man öfter machen, sie sind gut für Körper und Seele. Also Gäste, seht euch vor!

Das Weingut Worf. Näher kam ich nicht ran, da ich nicht über den Acker latschen wollte.

Szene des Spaziergangs.

Die Hochhäuser Frankfurts.

Das Jahr 2008 wird ein guter Jahrgang für rote Weine.