Wie ich schon einmal erwähnte, hetzt man gerne diverse Säue durch das Dorf. Im Heiseforum sagte das auch mal einer der wenigen dort Anwesenden, die noch denken können.
… interessieren, bin ich als Mitglied der Menschheit begeistert von der Vollendung des Dreischluchtentalsperre am Jangtsekiang.
Klar kann man diverse Folgen für die Umwelt nicht überblicken und das Projekt mag sich in Zukunft als Übel erweisen, aber alleine die ingenieurtechnische Leistung läßt mich in Demut erstarren und die Zahlen lassen mich zittern.
* 185 Meter Höhe der Staumauer
* über 2 Kilometer Länge der Staumauer
* Stauvolumen beinahe 40 Milliarden Kubikmeter
* Stauseefläche: fast doppelte Fläche des Bodensees
* umgesiedelte Menschen: bis zu 2 Millionen
* Leistung des Kraftwerkes: mehr als 18 Gigawatt, das ist mehr als 10 gängige Atomkraftwerke
Ich zolle den Erbauern meinen uneingeschränkten Respekt.
Irgendwie ist in meinem neuen Rechner der Wurm drin. Das fing schon damit an, daß ich ihn neu installieren mußte, nachdem ich ihn das erste Mal für langere Zeit ausgeschaltet hatte. Er „vergaß“ nämlich die Laufwerksanordnung und beglückte mich immer mit blauen Bildschirmen, auf denen sinnlose Fehlermeldungen standen.
Naja, nach einer, diesmal sorgfältiger vorgenommenen Betriebssysteminstallation funktionierte erst mal alles klaglos zwei Monate.
Dann kam der nächste Fehler.
Als ich vorletzte Woche von meiner Ostseereise wiederkehrte, schaltete ich den sachgemäß heruntergefahrenen und vom Stromnetz getrennten Rechner wieder sachgemäß ein.
Obwohl sich kein Erdbeben ereignet hatte, meine Wohnung nicht überschwemmt wurde und auch keine Hitzewelle herrschte, fuhr eine Platte nicht mehr an. Eine Mitte Februar 2006 gekaufte 250 GB SATA-Festplatte war auf einmal im BIOS und natürlichdann auch im OS verschwunden.
Eigentlich überflüssig zu erwähnen, daß es die einzige Festplatte war, auf der relevante und ungesicherte Daten wie bspw. Kundenkontakte, Rechnungen, Studienmaterial und die Bilder meiner Kamera lagen.
Ca. die letzten drei Wochen fehlen mir nun bei meinen Bildern und Dokumenten. Davon kann ich ca. 50% restaurieren oder wiederbeschaffen.
Dennoch ist sowas ärgerlich.
Heute tauschte ich die Festplattenelektronik gegen die einer nagelneuen, baugleichen Platte aus. Ergebnis: Null. Der Motor läuft normal an, die Köpfe positionieren, aber das BIOS hängt dann beim Festplattenscan.
Ein netter Herr von einem Computerserviceladen erbot sich, mir gegen ein Erfolgshonorar von 150 EUR die Daten auf eine andere Platte zu sichern, bei Nichterfolg wollte er 10 EUR in die Kaffeekasse haben.
Zwei Seelen stritten nun, ach, in meiner Brust.
Einerseits sind 150 EUR ’ne Menge Kohle und ich werde es auch ohne die verlorenen Daten überleben.
Andererseits ist das ein gutes Lehrgeld gegen Schußligkeit und es wäre schon schön, die Dokumente, Rechnungen und Fotos wiederzubekommen.
Schließlich entschied ich mich, die Datenrettung zu wagen und harre nun der Dinge, die da kommen werden.
Damit ist meine Jammerei aber noch nicht beendet. Vor einer Viertelstunde erfolgte der nächste Schock.
Mein Winamp stotterte urplötzlich und der Bildschirm war eingefroren wie zu besten Windows9x-Zeiten. Also drückte ich Reset und…der Bildschirm blieb dunkel und nur das BIOS gab den Einser-Beepcode von sich.
Meine Befürchtung erwies sich nur als allzurichtig, eines der beiden baugleichen 1GB PC400 DDR-RAM-Module von Infineon hatte den Geist aufgegeben.
Mal sehen, ob und wie der Händler zu einem Tausch/Rabatt/wasauchimmer bereit ist.
Langsam reicht es dann aber mit dem Kaputtgehen der vermaledeiten Technik!
…schon gar nicht über Musikgeschmack.
Da manche Zeitgenossen mir vorwerfen, ich hätte einen schlechten Musikgeschmack.
Das muß sofort überprüft werden:
Laut Wikipedia sind folgende Lieder die übelsten Lieder aller Zeiten.
Mal sehen, was ich so in meiner Sammlung habe(+) und ob ich der Liste zustimme (+).
01 „Achy Breaky Heart“, Billy Ray Cyrus (1992) (+) (+)
02 „…Baby One More Time“, Britney Spears (1999) (+) (+)
03 „Barbie Girl“, Aqua (1997) (+) (+)
04 „The Cheeky Song (Touch my Bum)“, The Cheeky Girls (2003) (+) (+)
05 „Disco Duck“, Rick Dees and His Cast of Idiots (1976) (+) (+)
06 „Feel Good Inc.“, The Kidz Bop Kids (2006) (-) (+)
07 „Having My Baby“, Paul Anka (1974) (+) (-)
08 „Hollaback Girl“, Gwen Stefani (2005) (+) (+)
09 „Honey“, Bobby Goldsboro (1968) (+) (-)
10 „I Love You“, Barney & Friends (1992) (+) (+)
11 „Ice Ice Baby“, Vanilla Ice (1990) (+) (+)
12 „Lucy in the Sky With Diamonds“, William Shatner (1968) (+) (+++++)
13 „MacArthur Park“, Richard Harris (1968)/Donna Summer (1978) (+) (+)
14 „Millennium Prayer“, Cliff Richard (1999) (+) (-)
15 „Mr. Blobby“, Mr. Blobby (1993) (+) (+)
16 „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, The Beatles (1968) (+) (-)
17 „Seasons in the Sun“, Terry Jacks (1974) (+) (-)
18 „Shaddap You Face“, Joe Dolce Music Theatre (1981) (+) (+)
19 „She Bangs“, William Hung (2004) (+) (+)
20 „Tutti Frutti“, Pat Boone (1956) (+) (+)
21 „We Built This City“, Starship (1985) (+) (-)
Soweit die Wikipedia-Liste:
Erstaunlich, ich habe wirklich fast alle Lieder. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, daß viele davon bei den Simpsons referiert wurden oder in der Hitparade vertreten waren und ich sie deshalb eher ungewollt in der Sammlung habe.
Aber Shatner hat in der Tat das Zeug zum schlechtesten Interpreten.
Es gibt aber noch eine persönliche Liste von üblen Lieder, die die Welt nicht kennen muß und die sich, warum auch immer, in meiner bescheidenen Sammlung tummeln. Hier noch eine kleine, unvollständige Auswahl:
– DJ Klof* – Wie alt bist Du? (schlechter Geschmack trifft Vollproleten)
– J.J. Lionel – La Danse Des Canards (das ist der Ententanz auf frz., sehr schlimm)
– Will Smith – Wild Wild West
– Mariah Carey – Without You (dieses öde Gejaule ist unerträglich, wenn man das Original kennt)
– Fugees – Killing Me Softly (auch dort jedesmal ein Schock, wenn der Rap beginnt)
– Chris de Burgh – Lady in Red (deklassiert diesen Rocker zu einem Omaliebling)
– Vader Abraham – Lied der Schlümpfe (damals durften Kinderschänder noch ins Fernsehen)
– Volker Lechtenbring – Ich mag (verlogen hoch 3)
– Rondo Veneziano – alle Titel (unerträglich seichtes Gedudel)
– Hot’N’Juicy – Horny Horny Horny (auch ein Alphakandidat für allerschlechteste Musik)
– Stephanie – Irresistible (hüsch ist sie, Prinzessin ist sie, singen kann sie aber nicht)
– Baccara – Yes Sir, I Can Boogie (schlechtes Englisch in Reinkultur)
– Samantha Fox – Nothings Gonna Stop Me Now (aber schön anzusehen ist sie)
Ergänzungen sind willkommen.
Gott sei Dank treten auch im modernen Zeitalter der perfekten Logistik immer noch Pannen ein.
So auch heute bei mir.
Ich gestalte mein Wohnzimmer etwas um. Nach Absprache mit dem Möbelhaus sollten heute ein Teppich und eine Vitrine geliefert werden.
Kurz vor 9:00 kam auch ein riesiger 30-Tonner und 2 nette junge Männer luden den 4×3 Meter großen Teppich aus und schleppten ihn in meine Wohnung. Von einer Vitrine wußten sie nichts.
Diese lieferten ca. 5 Minuten später ihre beiden, ebenfalls netten und jungen Kollegen, die einen ebenso gewaltigen 30-Tonner fuhren aus. Die Laster hatten Mühe, im Wohngebiet aneinander vorbeizukommen. Und ich hatte die Dame in der Logistik noch gebeten, sicherzustellen, daß beide Waren mit einem Laster kommen. Wie man liest, war das umsonst.
Fotos gibt es morgen oder so, wenn ich alles montiert habe.
Weil es gerade so schön paßt:
In den USofA sorgt man sich um das Wohlergehen der zur Fußballweltmeisterschaft nach „Schmuddeldeutschland“ reisenden US-Bürger.
…es wird fröhlich und vergleichsweise viel geraucht, eben nicht immer weniger und zunehmend heimlich wie in den Staaten.“
Diese Bigotterie versucht ja immer erfolgreicher auch hierzulande Fuß zu fassen, wenn auch nur mit marginalen Erfolgen. Da aber der Kampf gegen den Terrorismus, die Arbeitslosigkeit, die kriminellen Kinder, die Junkies usw. nicht gewonnen werden kann, wird der steuerzahlende Raucher genauso wie der Autofahrer weiter ein beliebtes Ziel der Diskriminierung bleiben.
Das es auch anders geht, zeigt eine Privatschule im Norden der Republik.
Meines Erachtens nach eine gute Idee, das Thema Rauchen bei jungen Menschen aufs Tapet zu bringen. Auf jeden Fall aber besser als die ansonsten anzutreffende Heuchelei.

Nach einem wunderschönen Wochenende mit prachtvollem Wetter an der Ostsee bin ich wieder im mir schon zu warmen Rheinhessen eingetrudelt.
Samstag Nacht wurde ich Zeuge einer Schlägerei. 4 Jugendliche hüpften aus ihren Billigautos und verkloppten sich vor meinen Augen auf dem Straßenpflaster. Die Schlägerei war aber schon vorbei, ehe man die Polizei rufen konnte.
Alles andere war wunderbar. Nur daß ich auf dem Heimweg im Knüll in die Radarfalle raste war eher doof, aber auch 100% meine Schuld.
Der Stern schlägt Herrn Friedman als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Paul Spiegel vor.
Der politischste und klügste Kopf, der überzeugendste Redner und gewiss der mutigste Jude Deutschlands aber ist Michel Friedman. Der Jahre zurückliegende Eklat hat den Frankfurter reifen lassen. Er legte alle Ämter nieder, hat geheiratet, wurde Vater. Nachdenklichkeit und Offenheit kennzeichnen heute den einst gelegentlich Überheblichen. Auf Dauer ist Friedman der natürliche Repräsentant der deutschen Juden.
Da hat der Schreiber vom Stern aber voll in die Sch* gegriffen und zwar, und das ist das Interessante, egal, aus welcher Richtung man es betrachtet.
Mein Tip: dieses Thema tunlichst meiden.
Ich bin bis Montag an der Ostsee, um an einer größeren Familienfeier teilzunehmen. Habe zwar meinen Klapprechner dabei, aber ob ich da oben online gehen kann, darf gerne bezweifelt werden. Insofern gibt es wahrscheinlich erst wieder Anfang nächster Woche neue Einträge.
Achje, nun hat die Bundesregierung auf einmal das Thema „Kinder“ entdeckt.
Dazu einmal ein paar eigene Worte.
Ich hege schon seit vielen Jahren den Wunsch nach zwei oder drei Kindern.
Dummerweise habe ich aber nie eine Partnerin gefunden, die diesen Wunsch mit mir teilte. Die meisten Frauen in meinem Leben wollten nie Kinder haben und bevorzugten eindeutig eine Karriere. Das war dann auch meistens der ursächliche Grund für das Auseinandergehen.
Bei sehr vielen Leuten im Freundes- und Bekanntenkreis verhält es sich ähnlich.
Dort möchte immer nur ein Partner Kinder haben bzw. beide Partner warten und warten und warten, bis es zu spät ist.
Und noch etwas in dem Zusammenhang: Ich habe auch viele Verwandte, Freunde und Bekannte, die selbstverständlich Kinder in die Welt setzen und die einfach nur stolz und glücklich sind und alle Herausforderungen selbstverständlich meistern. Ich habe höchsten Respekt und höchste Anerkennung für diese Eltern und beneide sie im positiven Sinn.
Meiner Meinung nach ist das einzig Schlimme, daß das Kinderbekommen überhaupt so thematisiert und diskutiert wird und daß man mittlerweile ganz selbstverständlich so über die Kinder redet wie über ein Automobil und daß Katzen und Hunden mehr emotionale Tiefe gewidmet wird.
Ist ja wahr, selbst die Regierung denkt beim Thema Kind nur an das Finanzielle.
So wird das nix, meine Damen und Herren. Schauen wir doch einfach mal zu den Nachbarn, bei denen es mit dem Artenselbsterhalt noch klappt oder einfach in die nähere Vergangenheit, um aus unseren Fehlern zu lernen.