März 192007
 

…denn er hat nur eine Silbe. So flachse ich immer, wenn es um den unsäglichen grünen Punkt und seine Auswirkungen auf das tägliche Leben geht.
Dennoch sortiere ich brav die Zeitungen in die Papiertonne, die Umverpackungen in die gelbe Tonne (ja, wir haben hier gelbe Tonnen und keine doofen gelben Säcke) und den Rest in den Hausmüll.
Nun lese ich mit Genuß einen Artikel in der Zeit, in der das ganze existierende System ad absurdum führt.
Sehr empfehlenswerte Lektüre, die ich hiermit allen meinen Lesern ans Herz lege.
Wenn ich mal an die Macht komme, wird dieser sinnfreie Ökofaschismus auf jeden Fall abgeschafft. Der Artikel wird dann eine meiner Argumentationshilfen sein.

 Posted by at 6:14 p.m.
März 172007
 

Man könnte bei dem Possenspiel, das sich derzeit abspielt auf diesen Gedanken kommen.
DDR-Politoffiziere besetzen die Schaltstellen der Macht und verhindern, daß man publiziert, wie dort früher Menschen ermordet wurden. So geschieht es derzeit in diesem Land. Der Autor Roman Grafe arbeitet in seinem Buch Deutsche Gerechtigkeit die Prozesse gegen die Verantwortlichen der Todesschüsse an der Mauer in den 1990er Jahren akribisch auf. Dabei nennt er Namen. Einer der Genannten hat nun erfolgreich sein Recht auf Persönlichkeitsschutz durchgesetzt und damit das Buch zensiert und Leuten wie Biermann ebenso den Mund verboten.
Ich würde ja den Namen nennen, wenn ich ihn denn wüßte. Vielleicht heißt er ja Rumpelstielzchen?
Ich kann jedenfalls aus eigener Erfahrung berichten, daß Politoffiziere, insbesondere solche bei den Grenztruppen der DDR, gefürchtet, verhaßt und gemieden waren. Sie hatte uneingeschränkte Macht, die sie gerne demonstrierten und waren dem DDR-Regime gegenüber nicht nur loyal sondern unterwarfen sich der Doktrin hündisch.
Wer, wenn nicht Politoffiziere, wiegelten junge Wehrpflichtige zum Schießen auf Landsleute an der Mauer auf?
Ich kann mich noch gut an die Gewissensfrage erinnern, die mehr oder weniger jedem Armeeangehörigen gestellt wurde.
„Wenn ihr Cousin bei der Bundeswehr dienen würde, würden sie im Ernstfall auf ihn schießen?“ oder so ähnlich lauteten die Fragen immer.
Antwortete man mit „Ja“, dann war das entweder gut (man war ein Roter) oder nicht so gut (man log offensichtlich und somit konnte die Loyalität zur DDR in Frage gestellt werden).
Antwortete man mit „Nein“, so war man immer geliefert, denn das war die falsche Antwort.
Man konnte sich nur geschickt durch Dummstellen und absichtliches Falschverstehen (Ich schieße im Ernstfall auf alle Gegner; aber ich habe doch gar keine Westverwandtschaft; mein Cousin, der faule Abducker, macht Zivi usw.) der Frage aus dieser Situation herauswinden. Das waren dann meist Spiele des Intellekts, denen glücklicheweise die meisten Politoffiziere nicht gewachsen waren.
Doch die Dummheit wurde durch Macht ersetzt. Politoffiziere waren die grauen Eminenzen. Auch Offiziersdienstgrade mieden und fürchteten sie.
Insofern gebe ich Herrn Grafe unbedingt recht, den Namen klar benannt zu haben.
Und ich finde es schlimm, daß solche Roten heute wiederum an den Schaltstellen der Macht sitzen. Da rege sich einer noch über die Altnazis der Nachkriegszeit auf, heute ist es keinen Deut besser.
Tja, manche Männer haben eben ein unheimliches Machtbedürfnis, daß sie ausspielen wollen, egal in welchem System.

 Posted by at 7:52 p.m.
März 152007
 

…diesmal in Gestalt der EU-Minister, ständig ungefragt und völlig falsch in unser aller Leben ein. Bei den leidigen Diskussionen zum Schänden, Rauchen, Rasen, Saufen und Zocken kann man ja noch die hoheitliche Aufgabe des Schutzes der Unversehrtheit des Bürgers vorhalten, aber was geht die Politik bitteschön die Mobiltelefongebühren an?
Richtig, einen feuchten Kehrricht! Wem das Telefonieren im Ausland (mir auch das mobile Telefonieren im Inland immer noch viel zu teuer) zu teuer ist, der ruft eben nicht an. Und wenn es _wirklich_ wichtig ist, dann sind doch die Kosten sowieso egal. Ich habe jedenfalls keine Lust, an einem fernen Ort auf dem Globus ständig von gestreßten Mitbürgern umrundet zu sein, die statt sich zu erholen, ihren lieben Daheimgebliebenen und eben leider auch mir unwichtigen Tratsch aufbürden. Insofern empfand ich die horrenden Roamingkosten durchaus in Ordnung.
Und die armen Auslandsreisenden und internationalen Firmen werden im Jahr 2007 auch elegantere und kostengünstigere Lösungen gefunden haben bzw. einfach auf fernöstliche Anbieter zurückbleiben, die dieses Hickhack um hohe Roamingkosten nur mit einem Kopfschütteln betrachten.
Bei der Gelegenheit denke ich an ein Cebit-Erlebnis zurück. Das muß so 2001 gewesen sein. Ich war an einem Stand, an dem ein Koreaner sehr lange mit der Heimat telefonierte. Auf Nachfrage erklärte er, daß er für dieses Gespräch 0,12 USD pro Minute zahlen müsse. Ich erzählte ihm, daß, wenn ich meinen Kollegen, der neben mir stand und im gleichen Netz (E2) wie ich sei, anrufe, für die erste Minute 1 USD pro Minute fällig sei. An das herzhafte und leicht ungläubige Lachen kann ich mich noch gut erinnern. Diesen Tarif gibt es nebenbei bemerkt auch heute noch.
Abgesehen davon regelt sich das Preisniveau doch in einem freien Markt. Oder habe ich in BWL nicht aufgepaßt?
Jedenfalls kann sich die Politik um Vieles kümmern, aber bitte nicht um so Überflüssiges.
Und wenn man schon dem Bürger was Gutes tun will, dann bitte mal über eine moderne Energiepolitik nachdenken. Und damit meine ich echte Zukunftstechnologien, keine Hybridkindereien, Waldföne und altertümliche Kraftwerke.
Ich denke da eher an moderne Technologien oder Forschung über effiziente Hochenergieübertragung und -speicherung.

 Posted by at 11:02 p.m.
März 042007
 

… für ein Tempolimit. So jedenfalls hat es eines der mittlerweile viel zu vielen Meinungsforschungsinstitute, diesmal im Auftrage der drögen LVZ in knallharter Recherche herausgefunden.
Ich wage diese Studie einmal knallhart zu bezweifeln. Nicht nur, daß ich exakt niemanden kenne, der auch nur den Hauch eines Interesses daran hat, auch die Anzahl der Befragten (1002 Personen über 18) erscheint mir arg wenig und arg sinnfrei ausgesucht.
Kann man nicht so einen Schwachsinn einfach ungedruckt lassen anstatt mir so etwas zuzumuten, damit ich mich aufrege?
Wenn ich an die Macht komme, werden jedenfalls 1002 Befragungsinstitute sofort geschlossen und ich werde mich persönlich darum kümmern, daß dieses auch dabei sein wird.
Wer schon IM im Namen hat und dann noch aus der Zone heraus agiert…
Und SpOn gehört in den Allerwertesten getreten, so einen Dreck auch noch als Topmeldung zu bringen.

 Posted by at 10:57 p.m.
Feb. 262007
 

Keiner will sterben, das ist doch klar
wozu sind denn dann Kriege da?
Herr Präsident, du bist doch einer von diesen Herren
du mußt das doch wissen
kannst du mir das mal erklären?
Keine Mutter will ihre Kinder verlieren
und keine Frau ihren Mann.
also warum müssen Soldaten losmarschieren?
Um Menschen zu ermorden – mach mir das mal klar
wozu sind Kriege da?
Herr Präsident, ich bin jetzt zehn Jahre alt
und ich fürchte mich in diesem Atomraketenwald.
sag mir die Wahrheit, sag mir das jetzt
wofür wird mein Leben aufs Spiel gesetzt?
Und das Leben all der andern – sag mir mal warum
die laden die Gewehre und bringen sich gegenseitig um
sie stehn sich gegenüber und könnten Freunde sein
doch bevor sie sich kennenlernen, schießen sie sich tot
Ich fand das so bekloppt, warum muß das so sein?
Habt ihr alle Milliarden Menschen überall auf der Welt
gefragt, ob sie das so wollen
oder geht’s da auch um Geld?
Viel Geld für die wenigen Bonzen,
die Panzer und Raketen bauen
und dann Gold und Brillanten kaufen
für ihre eleganten Frauen
oder geht’s da nebenbei auch um so religiösen Mist
daß man sich nicht einig wird
welcher Gott nun der wahre ist?
Oder was gibt’s da noch für Gründe
die ich genauso bescheuert find’
na ja, vielleicht kann ich’s noch nicht verstehen
wozu Kriege nötig sind
ich bin wohl noch zu klein
ich bin ja noch ein Kind

Das sang 1981 der kleine Pascal mit Udo Lindenberg u.a. auch im Palast der Republik.
Es war die Zeit des atomaren Hochrüstens und jeder war echt betroffen. Irgendwo habe ich sogar noch die Mitschrift seiner Rede, die ich mit dem Kassettenrekorder mitschnitt.
Als ich heute wieder mal die Schallplatte auflegte, las ich passend die Nachrichten über den schwelenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
Da gefiel mir die Textstelle mit dem religiösen Mist nochmal so gut.

 Posted by at 6:57 p.m.
Feb. 062007
 

Momentan wird ja in der Presse dem Thema Computerüberwachung viel Raum gewidmet.
Nicht ganz passend, aber doch in den Kontext gehörend, möchte ich mein derzeitiges Erlebnis berichten.
Ein Kunde benötigt mehr als 50 Schulungsrechner. Nun stand die Entscheidung an, ob man feste Arbeitsplätze installiert oder einer mobilen Lösung mit Notebooks den Vorzug gibt.
Gegen Notebooks sprachen der deutlich höhere Anschaffungspreis und vor allem das hohe Diebstahlrisiko, zumal die zu schulende Klientel eher schlecht beleumundet sein würde.
Doch entbehrte die Idee nicht eines gewissen Reizes. So informierte ich mich im Internet und fand bei einem bekannten Computergroßversender mit vier Buchstaben Unterstützung, Hilfe und Beratung.
Empfohlen wurden Notebooks mit CompuTrace.
Kurz gesagt ist also im Notebook ein nicht entfernbarer Chip, der sich im Falle eines Diebstahls von außen aktivieren läßt und dann in kurzen Abständen verschlüsselte Meldungen über Modem/LAN/WLAN an die CompuTrace-Filiale funkt. Weiterhin befindet sich ein Trojaner im System-Verzeichnis, der auf Wunsch des Bestohlenen die Festplatte formatieren kann.
Diese Software-Hardware-Lösung klang vertrauenserweckend und einleuchtend. Also wurden letztes Jahr 50 mit Computrace versehene Notebooks gekauft, die sich mittlerweile bundesweit im Einsatz befinden. Tatsächlich ist CompuTrace unveränderbar im BIOS eingetragen und ich mußte den Virenscanner wegen des Trojaners beruhigen, den er sofort nach Installation anmeckerte.
Kürzlich erhielt ich sogar noch einen Anruf von der Service-Abteilung von CompuTrace aus den USA, die sich nach meiner Zufriedenheit erkundigten. Ich konnte nicht klagen und schwätzte nett mit dem jungen Ami.
Vorgestern nun war der Präzedenzfall da. Ein Notebook wurde entwendet. Ich lehnte mich entspannt zurück und meldete dem Hersteller die Service-Nummer, die Nummer des Polizeiberichts usw..
Nun also sollte CompuTrace endlich einmal zeigen, was es kann.
Aber das wäre ja langweilig und ich würde das nicht im Blog erwähnen.
Denn nach einer mittleren Telefonorgie vorgestern und am heutigen Vormittag kam folgendes Fiasko heraus:
CompuTrace darf auf dem Gebiet der EU nicht aktiviert werden. Wegen Datenschutz usw.. Also in meinem Fall ein 100% Täterschutz. Nun muß ich also warten, bis das Notebook nach Japan, der Schweiz oder nach Amiland gewandert ist, denn dort darf ich es dann wieder verfolgen. Selbstverständlich stand das nirgendwo in den mir gelieferten Beschreibungen und der Kundenberater hatte auch keine Ahnung davon. Ebensowenig der nette Berater von CompuTrace, der mir heute eine Diebstahlbearbeitungs-E-Mail schickte. Ich habe nicht übel Lust, trotz Verbotes, die Hardware zu aktivieren, aber wahrscheinlich gehe ich dann vor den Kadi.
Fazit: Durch falsche Beratung hat der Kunde mehr als 50 Notebooks gekauft, die er wahrscheinlich nicht geholt hätte, wenn er gewußt hätte, daß es einen solchen Schutz nicht gibt.
Und er hat pro Notebook einen Aufpreis für eine Hardware-Software-Lösung bezahlt, die in Deutschland nicht funktionieren darf.
Das wird noch ein lustiges Nachspiel geben.
Und wieso dann Avis, Europcar und Co. ihre Mietwagen mit GPS-Sendern ausrüsten dürfen, erschließt sich mir in dem Zusammenhang auch nicht. Noch weniger die absurde Diskussion über eine per-se-Überwachungsmöglichkeit aller bundesdeutschen Rechner durch den Staat im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus.

 Posted by at 10:13 p.m.
Feb. 022007
 

Nach Kinderschändern, Feinstaub und brutal gemeuchelten Säuglingen ist nun also die drastische Klimaänderung DAS Thema in den Medien.
Bin ich nun urplötzlich superintelligent geworden und durchschaue alles glasglar oder geben sich die Zeitungsmacher gar keine Mühe mehr beim Berichten und schreiben alle nur 0815 voneinander ab?
Eine interessante Landschaft oder Konkurrenzgebaren kann ich jedenfalls nicht mehr erkennen.

 Posted by at 8:47 p.m.
Jan. 242007
 

…erste Zeichen für die schöne neue Welt sind.
Da wird, so steht es in einem Artikel also gefordert, die bösen Autofahrer aka Raser mehr zu kontrollieren. Und zwar nicht nur mit den leidigen Blitzapparaten, sondern durch folgende Maßnahme: „Rasern sei am besten mit Streckenkontrollen beizukommen, „sagte der Präsident des Verkehrsgerichtstages. „Man könnte zum Beispiel auf einem Abschnitt von fünf Kilometern Länge die Durchschnittsgeschwindigkeit messen. Und wer dann im Schnitt deutlich zu schnell war, werde zur Kasse gebeten.“
Oder anders: das Mautsystem wird einer weiteren, wenn nicht sogar der ureigenen, Bestimmung zugeführt. Und wieder würde im Verwirklichungsfalle ein Stück Freiheit wegfallen, diesmal sogar eine recht große Portion.
Wenn ich an der Macht wäre, wäre dieser Blogeintrag kein Thema. Allerdings müßte sich dann ein Herr Prof. Dr. Friedrich Dencker heftige Sorgen um sein Amt machen :->

 Posted by at 10:43 p.m.
Jan. 222007
 

…dürfte die Mitleser kaum überraschen. Wieso jetzt die Debatte losgetreten wurde, kann ich nicht beurteilen, denn es gibt sicher wichtigere Themen im Lande, als sich um die vorzeitige Begnadigung von mehrfachen Mördern zu bemühen.
Nun ist die Diskussion aber da und deshalb jetzt ein paar Worte von mir dazu.
Wenn ich an der Macht wäre, gäbe es sicher die Diskussion nicht, das mal vorneweg. Eine Grundsatzdebatte über das Wegsperren von Menschen möchte ich an dieser Stelle auch nicht führen.
Mich interessiert eigentlich am meisten, wieso das Freilassen von Leuten, die zu mehrfach lebenslänglich verurteilt wurden, auf einmal ein Thema ist, was in aller Munde ist? Und wieso dann gleich reihenweise sogenannte Spitzenpolitiker und andere Prominente eine vorzeitige Entlassung begeistert befürworten und auch die Presse in dieses Horn stößt.
Was soll diese Meinungsmache bezwecken bzw. von was soll sie ablenken?
Solche Sachen gehören nicht thematisiert. Sie emotionalisieren zu sehr und verzerren die Wahrnehmung. Außerdem bekommen diese Leute dadurch zuviel Aufmerksamkeit, die bei einer evt. Freilassung zu unschönen Szenarien führen könnte. Ich stelle mir da mit Grauen das Abklappern diverser Talkshows vor.
Was die beiden Terroristen taten ist so unglaubnlich grausam und unrechtsstaatlich, da kann und soll (und darf eigentlich) die Öffentlichkeit oder der kleine Bürger wie ich nicht unbefangen und frei darüber sprechen.
Eine klammheimliche Freilassung im Rentenalter würde keinen mehr interessieren, aber Leute, die nicht einmal Reue zeigen, wieder in die Freiheit zu entlassen, das ist nicht der richtige Weg.

 Posted by at 9:26 p.m.