Feb. 042015
 

Genug gegammelt, nun galt es!

Gleich früh um 6:00 Uhr fuhren wir zum Flughafen, wo wir mit der Linie Avianca einen Inlandsflug nach Flores absolvierten.

Gegen 8:30 Uhr waren wir vor Ort. Dort bekamen wir in einem Hotel ein Frühstück Chapin und dann brachten uns der Fahrer Raoul und der Reiseführer Luis nach Tikal, das MUST-SEEN von Guatemala. Zu recht, wie ich schon vorwegnehmen darf.

avianca

Diese nigelnaelneue Turbopropmaschine der Gesellschaft Avianca brachte uns nach Flores.

Tikal entpuppte sich erst einmal als sehr warm. Nach dem eher luftigen und angenehm mit 24 Grad temperierten Guatemala, erwarteten uns hier 30 Grad bei hoher Luftfeuchte.

Im unendlichen Dschungel waberten die Nebel, Brüllaffen machten ihrem Namen alle Ehre, Papageien, Kolibris, Aras, Tapire, Füchse, Krokodile sind zu sehen, Insekten und Schlangen auch. Touristenbäume beeindrucken durch ihre glänzende Rinde und Ceibal-Bäume beeindrucken uns durch ihre Riesenhaftigkeit und Schönheit.

Dazwischen erheben sich riesige Pyramiden, die vor 1.000 Jahren errichtet wurden und sind Plätze angelegt, die der Zivilisation dienten.

Wir haben Riesenglück, denn unser Reiseführer muß der Beste des Landes sein! Luis (oder Luiz) weiß sehr viel über pipselige Orchideen, eßbare Pflanzen (wir kosten bspw. Rohkaugummi und diverse Blätter), Abhängigkeiten des Ökosystem, Bewässerungssysteme, lockt und zeigt uns versteckte Tiere und weiß darüber hinaus auch mit der Geschichte des Platzes Bescheid. So vergehen Ruckzuck mehr als 6 Stunden und wir haben kilometerweit das Areal durchstreift und sind Dank des schwülen Wetters und der steilen Pyramidenstufen rechtschaffen kaputt.

Es gibt ein spätes Essen, einen letzten Besuch in einem kleinen Museum und dann werden wir in unser Hotel am See gefahren.

Das muß als Bericht zu Tikal reichen, ich habe hunderte Fotos und diverse Geschichten parat, die ich Gästen gerne persönlich näherbringen möchte.

krokodil

Ein Krokodil im Schilf. Unser Fahrer hatte übrigens einen Krokodilsiß an der linken Hand, der böse aussah.

ceibal

Ein wunderschöner Ceibalbaum.

turmfern

Da hinaus wollen wir.

turmnah

Das Teleobjektiv holt Details heran.

tikal3

Blick über den Urwald von der höchsten Pyramide aus.

tikal2

tikal4

tikal

touribaum

jotikal

*ächz* *stöhn* *keuch*

fuchs

luis

Unser Reiseleiter Luis, 52 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, studiert im 8 Semester Landwirtschaft, spricht spanisch, deutsch, kantonesisch, englisch, lernt japanisch, möchte ein Bio-Restaurant eröffnen.

 Posted by at 8:43 p.m.
Feb. 042015
 

Ok, Streß hatten wir bisher nicht gerade. Wir hatten uns aber gut akklimatisiert und da morgen die große Reise in den Norden beginnen sollte, war der Tag zum Gammeln freigegeben.

Im einer schicken und riesigen Mall (die aber so beliebig aussieht wie alle diese Bauten auf der Welt) kauften wir endlich eine SIM-Karte, damit ich im hiesigen Netz erreichbar war. Damit war das Tagespensum auch schon erfüllt. Den ganzen Tag genossen wir bei schönstem Wetter auf der Terrasse und konnten uns an der Kulisse nicht sattsehen. Der Abend war dann der Familie gewidmet, dort wurden stundenlang olle Bilder rumgezeigt und herzhaft über diverse Geschichtchen gelacht.

ausblick

Man kann sich einfach nicht sattsehen an dieser Kulisse, der Fuego ist wieder „an“.

flugzeuge

Flugzeuge in der Abenddämmerung.

tele

Hier habe ich mal das Teleobjektiv ausprobiert.

 Posted by at 7:58 p.m.
Feb. 042015
 

Die 25 Kilometer weg gelegene alte Hauptstadt ist natürlich ein MUSS für den Guatemala, deswegen brachen wir heute nach dem Frühstück dorthin auf. Die Stadt wurde nach diversen schweren Erdbeben und Vulkanausbrüchen ins heutige Guatemala verlagert, doch ganz verlassen wurde sie nie.

Antigua hat Charme. Mehr als 30 Kirchen und viele alte Prunkbauten, teilweise behutsam renoviert, teilweise aufgegeben, werden überragt von gewaltigen, drohenden Vulkanen. Und das alles ist nur wenige Minuten vom Hauptplatz entfernt, auf Grund der vielen Touristen ist Kriminalität nicht ganz so ein Thema wie im Rest des Landes und das Wetter ist ja sowieso immer schön.

Wir schauten uns ein ehemaliges Kloster an, in dem jetzt ein sehr schönes (und offensichtlich auch teures) Hotel residiert, schlenderten durch die hübsche Stadt und gingen in ein Jade-Museum. Die edle und harte Jade war bei den Mayas sehr begehrt und findet auch heute noch viele Freunde.

Wir beschlossen, später noch einen Tag in Antigua zu verbringen (dann gibt es auch mehr Bilder) und fuhren wieder nach Hause.

voll

Auf der Straße nach Antigua, manche Autos waren sehr voll…

shell

Man achte auf das Strom- und Telefonkabelgewirr, ein Wunder, daß es funktioniert. Der Spritpreis ist übrigens durch 10 zu teilen und gilt für eine Gallone (3,8 Liter).

antigua

Antigua im Morgengrauen mit Vulkan Acatenango (ohne Gewähr).

quetzal

Der Nationalvogel Guatemalas aus Jade, der Quetzal. Kostete leider 1000 USD.

e

Nach dem Maya-Kalender bin ich ein E.

wildcat

Aha, E bedeutet Wildkatze. Und was bedeutet das? Fragen über Fragen.

v8

Unsere Fahrerin hat mustergültig vor dem Museum geparkt.

polly

Ja, Polly, wo ist denn der Joachim?

da

Da!

 Posted by at 7:47 p.m.
Feb. 022015
 

Erst einmal gab es gegen 11:00 Uhr ein sehr spätes und sehr gutes Frühstück.

Dieses Frühstück lernten wir schnell kennen und schätzen und ich werde es vermissen. Es geht so:

Rezept für desayuno Chapin (guatemaltekisches Frühstück):

– Joghurt
– frische Papayas (sehr süß und sehr wohlschmeckend, kannte ich garnicht)
– frisch gepreßter Orangensaft
– Kaffee oder Tee
– Rühr- bzw. Spiegeleier mit
– schwarzen-Bohnen-Dip (frijoles negras)
– Tomatendip
– Chili tepe
– gebratenen Kochbananen (platanas)
– Brot, Quark, Butter, Marmelade, Wurst…

Dann zogen unsere Gastgeber mit uns zu einer ersten Erkundung durch die Millionenstadt. Wir fuhren in die Altstadt in der Zone 1 und sahen und einen Park an, in dem das Land als 3D-Relief dargestellt ist. Dann einen Hügel mit einer Kirche, das Regierungspräsidium, den Hauptplatz der Stadt und zum Schluß den Berliner Platz, der mit drei echten Mauerstücken dekoriert ist.

Wir bekamen also einen ersten Eindruck. Die breiten Straßen! Das Verkehrschaos! Die irren Fußgänger, Motorrad- Auto- und vor allem Busfahrer! Busse bestimmen das Stadtbild, es gibt im Land wohl über 60.000 Busse, die meisten ausrangierte Amischulbusse, die mit dickeren Motoren und kreativer Gestaltung zu neuem Leben erwacht sind.

Der Gegensatz zum 100% reglementierten deutschen Straßenverkehr kann augenscheinlicher nicht sein. Motorradfahrer haben eher selten einen Helm und wenn, dann trägt ihn die Sozia oder man hält ihn in der Hand. Man sieht auch mal vier Personen auf einem Motorrad, im Auto haben dreimal soviel problemlos Platz. Mit dem Händi telefonieren eigentlich alle und das immer. Aber das sieht man eher nicht, denn fast alle Autos haben aus Sicherheitsgründen rundum geschwärzte Scheiben.

Doch zurück zu den Bussen, dort gibt es drei Kategorieen:

1. die roten Busse

Diese durchqueren das ganze Land und die ganze Stadt, nehmen jeden und alles von überall mit (einfach Hand rausstecken) und haben keine Kapazitätsgrenzen. Die Fahrten in diesen Bussen (spanisch camioneta, englisch chicken bus) kostet 10 Quetzales (die Landeswährung, durch 10 ergibt sich Euro) pro 100 Kilometer, ist also außerordentlich günstig. Meist sind die Busse hoffnungslos überfüllt, das Gepäck ist dann mit Schnüren abenteuerlich aufs Dach geschnallt und in den Bussen herrscht Enge wie im Hühnerstall. Dann quälen sich die ollen Karren, dicke schwarze Dieselschwaden ausstoßend die üblen Serpentinen, von denen das Land durchwoben ist hoch und runter. Dank des stetigen Windes ist Smog aber kein Thema. Dafür sind Überfälle an der Tagesordnung und man rät dem Touristen ab, diese Busse zu nutzen.

2. farbenfrohe Busse

Diese sind etwas moderner, wobei das nichts heißen muß und fahren auch internationale Linien. Da man Tickets vorab löst, haben diese Busse kein Geld an Bord und werden seltener überfallen.

3. blaue bzw. grüne Busse

der engagierte Bürgermeister der Stadt Alvaro Arzu, wegen seiner vielen Grünanlagenbaus scherzhaft der Gärtner genannt, hat mit dem Transurbano einen Stadtbus geschaffen, der durch Ticketsystem mit Registrierung als sicher gelten kann und auch gerne von allen genutzt wird.

Die Eisenbahn ist stillgelegt, eine U-Bahn wegen der schwierigen geologischen Bedingungen kaum denkbar; der Verkehr stellt ein schwieriges Problem dar.

3d

In der Reliefkarte von Guatemala. Hier konnten wir gut sehen, welch interessante Topographie das Land hat und welche Ziele wir bereisen werden.

berlinerplatz

Drei Mauerstücke aus Berlin, mitten in Guatemala-City, wer hätte das gedacht?

palast

Der Reiseführer zeigt uns den Prunksaal im Präsidentenpalast.

haende

Der Autor geschickt hinter einem Denkmal plaziert.

 Posted by at 8:37 p.m.
Feb. 022015
 

Der Nachbar brachte meine am Vortag abgeholte Reisebegleiterin und mich zum Flughafen Frankfurt. Das Einchecken unterschied sich vom Üblichen in zwei Sachen; erstens hatte ich zwei Koffer aufzugeben (+75 EUR) und zweitens wurden wir mehrfach ausführlich gefragt, ob wir das Gepäck immer bewacht hätten und uns nicht von Fremden Sachen hätten mitgeben lassen.

Die recht betagte Boeing 777 der American Airlines startete pünktlich 10:30 Uhr zum Flug nach Dallas/Texas. Der Flug verlief bis auf wenige Rütteleien ruhig. Leider gab es in dem Flugzeug keinerlei Infotainment, so daß wir nichts von Flughöhe, Distanz zum Ziel, Ankunftszeit usw. mitbekamen. Und drei winzige Deckenmonitörchen für 100 Leute, auf denen irgendwelche Seifenopern dudelten sind auch nicht mehr zeitgemäß. Egal, wir waren aufgeregt, hatten kräftig Geld beim Flug gespart und selber genug Technik in Form von eBook-Reader, Nexus-9-Tablet und 2x Smartphone zur Zerstreuung dabei.

Überpünktlich und mit schön geschwollenen Beinen landeten wir nach über 10 Stunden Flug in Dallas/Fort Worth, mein erster Aufenthalt in den USA und auf dem amerikanischen Kontinent! Die Kontrollen waren nicht so schlimm wie befürchtet und so hockten bzw. humpelten wir recht schnell im bzw. durch den monströsen Wartebereich.

Der dreistündige Anschlußflug mit einer Boeing 737 startete mit einstündiger Verspätung und gegen 21:00 Uhr Ortszeit waren wir am Zielflughafen – La Aurora in Guatemala City, wir waren also 17 Stunden unterwegs gewesen.

Die Landung in Guatemala ist übrigens recht beeindruckend, die Stadt liegt auf 1500 Meter Höhe und ist umrahmt von mehreren über doppelt so hohen Vulkanen, der Flughafen ist mitten in der Stadt und hat eine recht kurze Start/Landebahn. Das merkten wir beim Anflug; die Maschine ging recht rasch nieder, setzte zeitig auf und bremste sehr stark und als wir ausgerollt waren, war die Bahn auch schon zu Ende und hinter ihr begann nach einem Mäuerchen das pralle Stadtleben.

Das Einchecken ins Land und die Gepäckabholung klappten reibungslos und recht schnell waren wir am Ausgang – wo meine Verwandten auf uns lauerten.

Nach herzlicher Begrüßung fuhren wir in unser Zuhause in der Zona 10 (Alle Städte in Guatemala sind nach dem selben Schema aufgebaut, es gibt (historisch gewachsene) Zonen und in diesen Zonen Avenidas (von Nord nach Süd laufend und numeriert) und Calles von West nach Ost laufend und numeriert(gerade rechts, ungerade links), wo wir von den übrigen Gastgebern begeistert begrüßt wurden.

Wir bezogen unsere Zimmer, aßen zu Abend und schnatterten aufgeregt bis gegen Mitternacht (für uns also doch früh um 7:00 Uhr), bis uns die Augen zufielen. Ab ins Bett und erst einmal richtig ankommen.

kaputt

Der Autor kaputt in seinem Bett.

blick

Täglicher atemberaubender Blick aus dem Fenster: Im Hintergrund von links die über 3700 Meter hohen Vulkane Agua, Fuego (aktiv) und Acatenango.

flieger

Ein Flugzeug startet von La Aurora in der Dämmerung.

 Posted by at 7:19 p.m.
Feb. 012015
 

Ich weilte vom 07.01.2015 – 29.01.2015 in Guatemala und werde, so ich Zeit finde, an dieser Stelle dieses phantastische Erlebnis aufarbeiten.

Fangen wir mit dem schnöden Vorgeplänkel an:

Daß ich irgendwann einmal nach Guatemala fahre, daß stand bereits 1990 fest, nachdem ich von einem dort lebenden Verwandten eine Einladung erhielt. Gerade mal ein Vierteljahrhundert später nahm ich die Einladung an.

Haupthindernis waren eingangs die Finanzen und als ich mir die Reise leisten konnte, fehlte es an einer Begleitung. Letzendlich hatte ich letztes Jahr auch eine Begleitperson gefunden und so nahmen die Pläne konkrete Formen an.

Der Rahmen war schnell gesteckt: drei Wochen im Januar, meine Begleiterin wollte einen Vulkan besteigen, ich einmal an den Pazifik; den Rest überließen wir der Kompetenz vor Ort. Im August waren die Flüge gebucht, im Oktober die Hotels bezahlt, nun konnte es losgehen…

 Posted by at 9:43 p.m.
Nov. 092014
 

…Klassentreffen! Es ist doch tatsächlich schon 30 Jahre her, daß ich die 10. Klasse abschloß. Da wir alle 5 Jahre ein Klassentreffen machen und ich, soweit ich mich erinnere, auch an allen bisherigen teilnahm, konnte ich natürlich auch dem diesjährigen Treffen nicht fernbleiben.

32 Leute waren wir in Spitzenzeiten, 17 Mädels und 15 Jungs. Durch Sportschule, Umzug, Versetzung blieben irgendwann 28 übrig. Gestern waren davon immerhin 18 anwesend und manche hatten sich immerhin entschuldigen lassen oder ziehende Gründe, nicht zu kommen.

Es war, wie es sein mußte; niemand gönnte dem anderen das Wort im Mund, alles schnatterte aufgeregt durcheinander, olle Fotos wurden kichernd herumgereicht und es wurde viel und herzhaft gelacht, kurz: es lohnte sich wie immer.

Und da Herr Ramelow noch nicht Ministerpräsident ist, war die Zonengrenze noch auf und ich kam heil ins schöne Thüringen herein und sogar wieder heraus.

 Posted by at 4:03 p.m.
Sep. 162014
 

…und dann passiert Folgendes:

– Als erstes sind, obwohl kurz vor 12:00 Uhr ja kein so mittagessenunverdächtiger Termin ist, nur zwei offensichtliche Anfängeringen hinter der Bedientheke. Da vor der Theke nur 3 Kunden sind, vor mir eine hagere Endzwanzigerin, ist das aber nicht weiter schlimm.
Schlimm hingegen ist eher, daß diese Frau anfängt, diverse Burger im Wert von mehr als 50 EUR zu bestellen. Und dann noch SOnderwünsche äußert. („Einmal Pommes ohne Salz“, „einen Royal TS, aber den ohne Käse“ usw.) Nicht nur ich rolle die Augen, ansonsten ist es nicht weiter schlimm, im Mc fragen die Leute ja eher nicht nach Omega-3, vegan, Laktose und was heutzutage noch so rumnervt.

– Ich erhalte meine 5 Hühnerflügel; der Burger, so verspricht man mir, wird mir nach Fertigstellung an den Tisch gebracht werden. Nachdem ich die Flügel benagt habe, meine Kartoffeln verzehrt habe und etwas an der Cola genippt habe, ist natürlich noch kein Burger geliefert worden. An der Thekle drängen sich mittlerweile Massen Hungriger. Ich drängel mich vor, mein Bedienmädel ist spurlos verschwunden. Ich quatsche eine andere Bedienung an, erkläre ihr das Malheur und da mein Burger ja mittlerweile (erkaltend) vorhanden ist, bekomme ich ihn sogar problemlos ausgeliefert, obwohl die Frau definiert mit meinem Anliegen überfordert war (geistig und sprachlich). Hmm, vielleicht eine coole Methode, kostenlos beim Mc zu essen?

– Ich kehre an meinen Platz zurück, um festzustellen, daß mein Tablett bereits weggeräumt wurde. Von der Wegräumkraft keine Spur. Erst wenig später fällt mir auf, daß man deswegen a) mit dem Burger gute Sauerei direkt auf den Tisch macht und b) kein Getränk mehr zum Nachspülen hat. Ich verzehre den Burger also trocken, erdreiste mich aber, mich wieder an der Theke vorzudrängeln und mir eine Ersatz-Cola geben zu lassen. Fairerweise nur eine kleine und die habe ich auch nicht ausgetrunken, aber was sein muß, muß sein. Und das Getränk erhielt ich auch klaglos, obwohl ich wette, daß mir die Frau nicht glaubte (oder eben absolut nichts raffte).

Naja, in den McD gehe ich so schnell nicht wieder. Oder noch besser: bei den Apothekenpreisen sollte man solche Besuche generell mal überdenken. Burger-Menü und 5 Hühnerflügel kosten mehr als 10 EUR, das ist üppig für Fertigfraß. Wobei der Chlorhuhnschrott supergut schmeckte…

 Posted by at 5:02 p.m.
Aug. 282014
 

Ja, lieber Leser, ich war im Urlaub, deswegen war hier so lange Ruhe.

*MÖÖP* Falschmeldung!

Wahr ist, daß ich im Januar einen Urlaub plane. Mein erster, 100% selbst gewollter und bezahlter Urlaub.

Und was für einer! Es geht nach…

klick auf Link, um Urlaubsziel zu sehen

Wieso ausgerechnet dahin? Nun, ein lieber Verwandter lebt dort seit vielen Jahrzehnten und sprach mir vor Jahren bereits eine Einladung aus, die ich hiermit wahrnehme. Vom 07.01.2015 bis 29.01.2014, also quasi den ganzen Januar bin ich also in Mittelamerika.

 Posted by at 7:25 p.m.
Apr. 042014
 

… IMMER die Deppen vor oder hinter mir auf der Autobahn. Ich muß dazu sagen, daß ich durchaus kooperativ, demütig, sehr vorausschauend und meist mit Tempomat fahre.

Doch was mir in den letzten Tagen auf der A6, A8 und diversen Landstraßen geboten wurde, spottet jeder Beschreibung.

Ich stelle fest, daß das offensichtliche Altern der Gesellschaft wirklich schon begonnen hat. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß immer mehr Autos vor mir im Dunkeln regelrecht hilflos rumirren. Trotz Xenon eiern da Oberklasselimousinen mit 45 km/h auf der leicht kurvigen Bundesstraße. Oder auch gut: gestern trudelt mir beinahe ein überholender PKW in die Flanke. Ich kann gerade noch so beherzt nach rechts weglenken. Was sehe ich im Rückspiegel? Das nachfolgende Auto, das den Trottel überholt, muß das Ausweichmanöver nach links ausführen, um nicht touchiert zu werden. Zwei Beinaheunfälle in 10 Sekunden.

Dann bei flotterem Autobahntempo. Auf der freigegebenen BAB überholen sich späte Pendler mit Geschwindigkeiten um die 200 km/h, da passiert es: zwei LKW bemühen sich zu überholen. Die hinter dem zweiten Laster fahrende Mercedes-E-Klasse trudelt ohne zu blinken auf die linke Spur und fährt ca. eine Minute parallel zu den Brummis. Als die sich einordnen, fährt die E-Klasse hinter den überholten Laster zurück. Ich bin mir sicher, daß der ahnungslose Fahrer sich nicht bewußt war, daß ca. 30 Leute hinter ihm in Autos saßen, die nun stark nach Bremsbelag und Gummi rochen.

Gestern waren viele Schwertransport unterwegs. Brückenelemente, bestimmt länger als 30 Meter. Doch die sind ja schmal. Doch ein Laster hatte eine Monsterpumpe (?) geladen. Er fuhr mit sportlichen 110 km/h mittig auf der zweispurigen A61, die er auch für sich alleine brauchte. Dahinter ein Begleitfahrzeug und zwei Polizeimotorräder.

Ich war so drei Auto hinter dem Konvoi. Hinter mir ein Halbstarker mit einem aufgemotzten Auto, der mich erst mit Lichthupe nervte. Ich zuckte die Schultern und ließ ihn passieren. So arbeitete er sich bis an das Konvoiende vor und lichthupte wie wild herum.

Zur allgemeinen Begeisterung der Beobachter dieser seltsamen Szene, schaltete dann eins der Polizeimotorräder das „Follow Me“ Signal ein und leitete den Rowdie auf den nächsten Parkplatz ab. Dort wird der Lichthuper sicherlich den einen oder anderen Euroschein losgeworden sein.

Oder der hier: Geislinger Steige: ja, die Strecke ist bergig und kurvig. Ja, dort passieren gerne Unfälle, vor allem bei miesem Wetter. Aber deswegen muß ich nicht in einem nagelneuen 7er BMW mit knapp 50 km/h da runterschleichen. Bei frühlingshaften, windstillen 19 Grad.

Meine unkonventionelle Fahrweise hätte mir sicher Ärger eingebracht, wenn sie beobachtet worden wäre. Auf der A8 überholten sich zwei Laster. So weit, so gut. Aber die beiden Könige der Autobahn nutzten dazu die mittlere und linke Fahrspur. Ich bin ungebremst mit doppelter Geschwindigkeit rechts vorbeigetrudelt und habe immer noch kein schlechtes Gewissen. Vor uns war übrigens bis zum Horizont… eine leere, schnurgerade und nigelnagelneue Autobahn bei bester Sicht.

Damit schließe ich diesen Beitrag.

 Posted by at 5:13 p.m.