… fand das statt, was ich vor 5 Jahren postete.
…Klassentreffen! Es ist doch tatsächlich schon 30 Jahre her, daß ich die 10. Klasse abschloß. Da wir alle 5 Jahre ein Klassentreffen machen und ich, soweit ich mich erinnere, auch an allen bisherigen teilnahm, konnte ich natürlich auch dem diesjährigen Treffen nicht fernbleiben.
32 Leute waren wir in Spitzenzeiten, 17 Mädels und 15 Jungs. Durch Sportschule, Umzug, Versetzung blieben irgendwann 28 übrig. Gestern waren davon immerhin 18 anwesend und manche hatten sich immerhin entschuldigen lassen oder ziehende Gründe, nicht zu kommen.
Es war, wie es sein mußte; niemand gönnte dem anderen das Wort im Mund, alles schnatterte aufgeregt durcheinander, olle Fotos wurden kichernd herumgereicht und es wurde viel und herzhaft gelacht, kurz: es lohnte sich wie immer.
Und da Herr Ramelow noch nicht Ministerpräsident ist, war die Zonengrenze noch auf und ich kam heil ins schöne Thüringen herein und sogar wieder heraus.
Hä? Wer ist das denn, wird sich der Leser fragen.
Seit Dienstag weiß ich es besser. Da trat nämlich der Gitarrenvirtuose Tommy Emmanuel in meinem Kuhkaff auf, ehrlich!
Nieder-Olm möchte „aus dem Dornröschenschlaf der Banalität erwachen“, wie ein Veranstalter vor dem Konzert erwähnte, und bietet mit Auftritten von Ten Years After und eben Tommy Emmanuel einem verwöhnterem Publikum schmackhafte Kost.
Nächstes Jahr ist schon Canned Heat gebucht, um Saga bemüht man sich noch.
Also bei Saga juckt es mir jetzt schon in den Fingern, von deren Auftritten hört man nur Gutes.
Doch zurück zu Tommy Emmanuel. Alles was ich vorher las und sah, wurde locker in den Schatten gestellt.
Vor dem eigentlichen Konzert hatte Michael Fix einen halbstündigen Auftritt. Ganz schön kuhn, vor einem exzellenten, australischen Sologitarristen einen… nunja, exzellenten, australischen Sologitarristen auftreten zu lassen.
Michael Fix spielte Folk, eigene Werke und interpretierte sogar eine Bachsche Fuge. Das Publikum war begeistert über den souveränen Auftritt dieses begabten Vollblutmusikers.
Doch dann kam Tommy und nach wenigen Minuten war klar, daß es über der Oberliga noch eine höhere Klasse geben muß. Jetzt verstand ich auch, warum um, mich herum (ich hatte glücklicherweise Karten in der zweiten Reihe ergattert und hatte keine 5 Meter zum Geschehen) so viele Leute mit Gitarren saßen, offensichtlich Musiker und Fachpublikum.
Zwei Stunden lang starrte ich dem Meister auf die flinken Hände, genoß die Musik und die glücklichen Gesichter in der ausverkauften Halle und bestaunte die Virtuosität. Wie man einer banalen Westerngitarre so komplexe und schöne Tonfolgen entlocken kann, das wußte ich bis dato nicht. Tommy spielte zwei- oder dreistimmig, und kratzte, schlug oder strich auch noch den Rhythmus dazu. Das alles sah so spielerisch leicht bei ihm aus, doch auch ein Laie mußte ahnen, daß da ein ganz Großer auf der Bühne war. Wie sagte Tommy in etwa über sich? „1959, als ich vier war, fing ich an mit dem Gitarrespielen; mit sechs war ich perfekt und seitdem übe ich.“
Kommentar eines Gitarristen nach dem Konzert: „Morgen verkaufe ich meine Gitarre und hole mir einen Triangel.“
Fazit: eines der besten Konzerte in meinem Leben (und ich sah schon Supertramp, Mark Knopfler, Jean Michel Jarre und selbst Weird Al!)
Tommy Emmanuel absolviert seit Jahren 300 Auftritte im Jahr, die Chance ihn live zu sehen, ist hoch, man sollte, nein man MUSS sie nutzen.
Erst letzte Woche las ich zum wiederholten Mal in der Wikipedia den leider arg kurzen Artikel über den größten Chemieunfall auf deutschen Boden und gestern hat es in genau diesem Ort eine verheerende Explosion gegeben.
…in meiner Wohnung. Gestern kam ich am Nachmittag heim und mußte feststellen, daß der stetige Weststurm meine Dachwohnung auf unangenehme 14,5 Grad abgekühlt hatte. Schnell schaltete ich die Heizung an und es passierte … nichts. Trotz neuen Wasserkessels, trotz regelmäßiger Wartung und trotz meiner tollen selbstentlüftenden Ventile war eindeutig zu wenig Wasser im System.
Natürlich war ich alleine im Haus, aber frieren war auch keine Option, also: 48 Stufen in in den Keller laufen, Schlauch suchen, Schlauch an Wasserhahn und Heizsystem anschließen, Ventile öffnen und Wasser auffüllen, Ventil schließen, dann 48 Stufen nach oben laufen und am Küchenheizkörper entlüften.
Es gurgelt immerhin etwas, mehr passiert nicht. Nochmal 48 Stufen nach unten, nochmals Wasser zuführen, nochmals 48 Stufen nach oben und nochmals entlüften.
Es gurgelt stärker… und der Boden des Heizkörpers erwärmt sich leicht; im Wohnzimmer fangen die Selbstentlüfter an zu fauchen.
Nochmal 48 Stufen nach unten, nochmals Wasser zuführen, nochmals 48 Stufen nach oben und nochmals entlüften.
Das Gurgeln läßt nach, der Heizkörper erwärmt sich zur Hälfte aber es kommt immer noch kein Wasser aus dem Entlüftungsloch.
Das Wasser sprudelt erst nach weiteren 96 Stufen. Nun kann sich die Wohnung wieder erwärmen.
Nachdem ich die 96 Stufen letztmalig gelaufen war (um im Keller alles wieder zurückzubauen), waren mittlerweile natürlich alle Nachbarn eingetroffen und das Wohnungsthermometer zeiget schon 16 Grad an.
Vorhin füllte ich noch einmal einen Liter nach, der durch die Wärmeausdehnung wieder fehlte. Jetzt ist alles wieder, wie es sein soll.
Oder, wenn morgen wieder Wasser fehlt, dann muß doch mal der teure Experte ran.
Gestern sah ich gleich zweimal die 23, die beide Male mich zum Erstaunen brachte:
1. Am Nachmittag waren in der Wiesbadener Innenstadt 23 Grad Außentemperatur.
2. An der Jet kostete der Diesel 1,23 EUR
…und das kam so:
Zuerst hatte ich einen Softwareinstallationstermin, anschließend wollte ein technisch unbedarfter Bekannter sein Smartphone-Problem geklärt haben.
Hmm, dachte ich „zu faul, nach dem Ausführen von SETUP.EXE dreimal Enter zu drücken“ und „Was kann man beim Einschalten eines Händis bitteschön falshc machen?“.
Softwareinstallation:
Ich erhalte einen Zettel, auf dem eine URL und ein Freischaltcode stehen. Auf der Website suche ich relativ lange nach dem Downloadlink und finde ihn nicht. Kann ich auch nicht, denn so etwas gibt es gar nicht. Es gibt dafür gut getarnt eine Registrierungsseite. Dort kann bzw. muß ich den Code eintippen (WTF?!?) und auf einmal erscheint ein Registrierungsformular. Nachdem ich Kontaktdaten, Bankdaten, Schuhgröße und NSA-Überwachungsnummer eingegeben habe, dabei mehrfach an irgendwelchen seltsamen Pflichtfeldern (Telefonnummer muß mit + beginnen usw.) scheitere, und dann noch den obligatorischen E-Mail-Bestätigungslink gedrückt habe, erhalte ich Zugriff auf ein PDF.
In dem PDF endlich steht der Downloadlink. Eine knapp 100 MB große ZIP-Datei möchte heruntergeladen werden. Ein Glück, daß der Kunde mittlerweile Breitband hat und nicht mehr sein gedrosseltes DSL 80. Der Browser warnt mehrfach davor, daß in dem Archiv gefährliche Sachen sein könnten und ich muß explizit das Speichern erlauben. Das quittiert der Browser mit „Ich hoffe, Sie wissen, was sie tun, ich habe Sie gewarnt.“ Kein Witz!
Nachdem ich die ZIP-Datei geöffnet habe, weiß ich, wieso die Warnung kam, denn in dem Archiv steckt… die ZIP-Datei noch einmal! *seufz* Einmal mit Profis…
In der ZIP-Datei in der ZIP-Datei steht dann ein Installationsverzeichnis für die benötigte Software drin.
Ich entpacke das Ganze und starte tapfer die SETUP.EXE.
Jetzt muß erst noch irgendwelches MS-Gedöns wie MDAC, .NET nachgeladen werden. Das scheitert im ersten Anlauf, gelingt aber immerhin im Zweiten.
Selbstverständlich ist jetzt ein Neustart fällig. Nach dem Neustart passiert… nichts, man muß das SETUP noch einmal per Hand starten. Diesmal läuft das SETUP durch und endet in einem Fenster mit Registrierungsklick. Dieser führt ins Internet, im Browser muß ich für diese Website Pop-Ups erlauben, damit ich auch was sehe. Was bekomme ich zu sehen? Den Downloadlink zu einer Lizenz-Datei. Und ein Link auf eine Hilfeseite, die mich weiter durch den Prozeß begleiten soll.
Diese Lizenz-Datei muß dann händisch vom Download-Ordner in ein angegebenes Lizenzverzeichnis verschoben werden. Dann das Registrierungsfenster mit Alt+F4 schließen (ein X wurde vergessen). Jetzt die Software händisch starten.
Allerspätestens hier leiste ich meinen bösen Gedanken von oben Abbitte. Wie soll das denn ein normaler Anwender bewältigen?
Aber ich bin noch nicht fertig, denn obwohl ich alles nach Anleitung gemacht habe, klappt die Anbindung an das Datenkabel nicht. Ich habe zwar einen Treiber, aber der startet das Gerät nicht. Ich suche im Netz, lade und entlade diverse Treiber, starte mehrfach neu; dabei bleibt der Rechner einmal schön hängen, rappelt sich nach Kaltstart aber glücklicherweise wieder, und rufe dann schließlich beim Hersteller an. Dieser kennt das Problem und erklärt mir den Rettungsweg (den von Windows automatisch gefundenen aktuellen Treiber händisch löschen und händisch auf den alten Treiber zeigen und in der Versionshistorie den älteren Untertreiber auswählen). Kommt man irgendwie auch nicht sofort und von alleine drauf.
Eine gute Stunde ist ins Land gegangen, aber Software und Datenkabel funktionieren endlich und bestehen auch ihre Feuertaufe im ersten Einsatz.
Ich wage zu behaupten, daß die obige Tortur nur wenige bis zum erfolgreichen Ende durchgehalten hätten, mein Einsatz war also wohlüberlegt und notwendig.
Smartphone einschalten
Das Neugerät (billiges Huawei) sollte heute das erste Mal benutzt werden. Beim Einschalten bekam der Nutzer Bedenken und kam lieber gleich zu mir. Jetzt kann ich die Bedenken teilen! Die Standardeinstellungen waren denkbar bekloppt. Der Startbildschirm zeigt einen hellen Himmel mit vielen weißen Wolken. Die eingeblendete Zahlentastatur für die PIN-Eingabe war weiß gerahmt mit hellblauen Hintergrund. Die Ziffern und Symbole waren in pastellblau gehalten. Mit anderen Worten: man konnte praktisch kaum erkennen, was man tippt, die OK-Taste ist ja nur ein stilisiertes Enter-Symbol, war so „geschickt“ designt war, daß man sie praktisch nur finden konnte, wenn man wußte, wo und was man sucht.
Als Krönung des Ganzen verschwand dieser blasse PIN-Eingabescreen immer nach vielleicht 5 Sekunden, so daß die Augen nicht das Fokussieren schafften. Ich konnte nun die (etwas ältere) Kundin verstehen, daß sie an der Stelle scheiterte, zumal die „Bedienungsanleitung“ ein gelinder Witz war, die mehr Fehler als Informationen enthielt.
Nachdem ich die Zeitspanne erhöht hatte, die Schrift vergrößert und einen dunklen Hintergrund gewählt hatte, war auch dieses Problem gelöst.
Welcher Depp denkt sich eigentlich solche Ausliefereinstellungen aus? Und wann kommen diese %$(/ blassen Pastelltöne auf blassen Pastellton endlich wieder aus der Mode?
Bei einem Kunden werden mit einer Software SEPA-Zahlungen für das Diskettenclearing vorbereitet.
Da die Buchhalterin in den Urlaub wollte, erhielten eine Kollegin und ich eine Kurzeinweisung ins Programm, probierten das Ganze einmal scharf und gut war es.
Letzte Woche nun war es soweit, es mußte eine Datei für eine sehr wichtige Sammelüberweisung erzeugt werden.
Wir gingen also gemeinsam nach Plan vor. Alles klappte nach Plan bis… der Clearing-Lauf angestoßen wurde. Die Fehlermeldung war wenig erhellend. Ich ahnte zwar schon grob die Richtung, brauchte aber dennoch die Hilfe eines (sehr kompetenten) Software-Ingenieurs, der nach einigem Nachdenken die Lösungsrichtung vorgab.
Was war passiert? Vor einem Jahr wurde die Software von einem IT-Dienstleister im Domänennetzwerk installiert. Da es sich um Buchhaltungsdaten handelt, wurden die Nutzerrechte für den FiBu-Ordner stark beschränkt. So hat selbst die Adminfgruppe keinerlei Rechte und selbst das OS sieht den Ordner nicht. Und die entsprechende Software darf im Ordner nur Dateien erzeugen, nicht aber löschen und da lag das Problem.
Denn vor dem Clearing wird eine temporäre Datei in diesem Ordner geschrieben, die nach Freigabe durch den Nutzer autmatisch gelöscht wird. Und dieses Recht hatte das Programm eben nicht. Programmintern wird dieser Fehler ignoriert und einfach ein Zähler gesetzt und der Dateiname hochgezählt, bspw. MANDANTDC.D01, MANDANTDC.D02, MANDANTDC.D03 usw.
Naja, und bei 99 war eben Schluß und unser Clearingversuch scheiterte.
Ich mußte also am DC direkt mit einem taugenden Datei-Manager den versteckten Ordner lokalisieren und mir, dem OS und der Software passende Rechte setzten. Dann sicherte ich die 99 Dateien weg und voila!, es lief wieder alles wie am Schnürchen.
Naja, fast alles, denn die Diskette (sprich: der USB-Stick), auf den ich den nun korrekt erzeugten XML-Datensatz schob, war dann im Zielgerät nicht lesbar, aber das war ja nun das geringste Problem…
…und dann passiert Folgendes:
– Als erstes sind, obwohl kurz vor 12:00 Uhr ja kein so mittagessenunverdächtiger Termin ist, nur zwei offensichtliche Anfängeringen hinter der Bedientheke. Da vor der Theke nur 3 Kunden sind, vor mir eine hagere Endzwanzigerin, ist das aber nicht weiter schlimm.
Schlimm hingegen ist eher, daß diese Frau anfängt, diverse Burger im Wert von mehr als 50 EUR zu bestellen. Und dann noch SOnderwünsche äußert. („Einmal Pommes ohne Salz“, „einen Royal TS, aber den ohne Käse“ usw.) Nicht nur ich rolle die Augen, ansonsten ist es nicht weiter schlimm, im Mc fragen die Leute ja eher nicht nach Omega-3, vegan, Laktose und was heutzutage noch so rumnervt.
– Ich erhalte meine 5 Hühnerflügel; der Burger, so verspricht man mir, wird mir nach Fertigstellung an den Tisch gebracht werden. Nachdem ich die Flügel benagt habe, meine Kartoffeln verzehrt habe und etwas an der Cola genippt habe, ist natürlich noch kein Burger geliefert worden. An der Thekle drängen sich mittlerweile Massen Hungriger. Ich drängel mich vor, mein Bedienmädel ist spurlos verschwunden. Ich quatsche eine andere Bedienung an, erkläre ihr das Malheur und da mein Burger ja mittlerweile (erkaltend) vorhanden ist, bekomme ich ihn sogar problemlos ausgeliefert, obwohl die Frau definiert mit meinem Anliegen überfordert war (geistig und sprachlich). Hmm, vielleicht eine coole Methode, kostenlos beim Mc zu essen?
– Ich kehre an meinen Platz zurück, um festzustellen, daß mein Tablett bereits weggeräumt wurde. Von der Wegräumkraft keine Spur. Erst wenig später fällt mir auf, daß man deswegen a) mit dem Burger gute Sauerei direkt auf den Tisch macht und b) kein Getränk mehr zum Nachspülen hat. Ich verzehre den Burger also trocken, erdreiste mich aber, mich wieder an der Theke vorzudrängeln und mir eine Ersatz-Cola geben zu lassen. Fairerweise nur eine kleine und die habe ich auch nicht ausgetrunken, aber was sein muß, muß sein. Und das Getränk erhielt ich auch klaglos, obwohl ich wette, daß mir die Frau nicht glaubte (oder eben absolut nichts raffte).
Naja, in den McD gehe ich so schnell nicht wieder. Oder noch besser: bei den Apothekenpreisen sollte man solche Besuche generell mal überdenken. Burger-Menü und 5 Hühnerflügel kosten mehr als 10 EUR, das ist üppig für Fertigfraß. Wobei der Chlorhuhnschrott supergut schmeckte…
Ja, lieber Leser, ich war im Urlaub, deswegen war hier so lange Ruhe.
*MÖÖP* Falschmeldung!
Wahr ist, daß ich im Januar einen Urlaub plane. Mein erster, 100% selbst gewollter und bezahlter Urlaub.
Und was für einer! Es geht nach…
klick auf Link, um Urlaubsziel zu sehen
Wieso ausgerechnet dahin? Nun, ein lieber Verwandter lebt dort seit vielen Jahrzehnten und sprach mir vor Jahren bereits eine Einladung aus, die ich hiermit wahrnehme. Vom 07.01.2015 bis 29.01.2014, also quasi den ganzen Januar bin ich also in Mittelamerika.