Juli 082013
 

Wer sich nicht mehr erinnern kann, in einer alten Simpsons-Folge werden in einem Ramschladen gefälschte Markenfernseher angeboten:

An diese „Marken“ dachte ich gestern, als ich das folgende Blatt in den Händen hielt.

Es ist teilweise schon recht unverschämt, wie man sich mit Namen bekannter Künstler schmückt.

Meine Favoriten sind Still Collins und natürlich die dire strats.

Den Zettel nahm ich übrigens gestern auf der Festung Ehrenbreitstein mit, die ich mit der Verwandtschaft besuchte.

 Posted by at 9:20 p.m.
Juli 022013
 

Heute erzähle ich einmal, wie man sein Geld anständig vermehrt.

Ich habe beschlossen, auf einem speziellen Konto meine fälligen Umsatzsteuerbeträge zu parken, um meiner Steuerschuld stets anständig nachkommen zu können.

So 500 EUR/Monat veranschlage ich für dieses Konto. Doch einfach so ein paar hundert Euro auf einem Konto rumgammeln zu lassen, ohne jedwede Guthabenverzinsung, das ist natürlich zu wenig.

Also ließ ich mich beraten.

In etwas Hochspekulatives wie Fonds oder Aktien zu investieren verbietet sich von selbst, denn erstens sind dazu die Beträge zu gering und zweitens darf ich das Kapital nicht riskieren, es muß ja stets für das Finanzamt parat stehen.

Festgelder oder Sparbücher mit ihren Zinserträgen unterhalb der Inflationsrate gehen auch nicht, zumal diese Anlageart das Geld auch zu sehr zeitlich bindet; das Finanzamt wartet nicht gerne.

Doch da kam die Rettung in einem „einfachen“ Finanzprodukt, daß meinen Bedürfnissen (hohe Verfügbarkeit, leichte Verwaltbarkeit) am nächsten kommt.

Um es vorwegzunehmen, wie das genau funktioniert habe ich, trotz guter Excelkenntnisse nicht nachvollziehen können. Irgendwas mit DAX-Werten, an deren Steigerung ich prozentual partizipiere, aber nicht von Verlusten betroffen bin. Das ganze nennt sich Tagesgeld-DAX und man erahne an folgender Beispielrechnung, wie es funktioniert.

Alles klar? Mir ist definitiv nur klar, daß damit jeder Beteiligte Geld verdient…außer mir. Hier die erste Abschlußrechnung, man beachte vor allem den Kapitalertragsteueranteil:

 Posted by at 2:41 p.m.
Juni 252013
 

Gestern trickste ich mich gewaltig selber aus und das kam so:

Ich war bei einem Kunden und wollte dort alle Kennwörter an den Rechnern ändern. Das Problem war, daß weder das Admin-, noch die Nutzerkennwörter bekannt waren. Es gab zwar für beide Kennwörter, die aber dank Autoanmeldung nie eingegeben werden mußten.

Nachdem ich also erfolglos diverse Anmeldungen durchprobiert hatte, startete ich den Rechner neu (er meldet sich ja automatisch an (und glücklicherweise mit Adminrechten) und erzeugte einen neuen Nutzer mit Adminrechten. Diesen Benutzer benutzte ich dann, um die vorhandenen Kennwörter zu löschen bzw. zu ändern, nur noch die automatische Anmeldung abschalten … voila!

Am zweiten Rechner machte ich es genauso.

Am dritten und letzten Rechner patzte ich, denn ich sah im Benutzermanager, daß dort schon ein Nutzer namens „net“ eingetragen war. Früher legte ich solche Standardnutzer an, um gemeinsamen Netzzugriff in kleinen Arbeitsgruppen sicherzustellen. Nun kenne ich ja das Standardpaßwort des Nutzers „net“. Also Autoanmeldung aus, Nutzer abmelden und als „net“ anmelden. Noch während die Sitzung beendet wurde, schwante mir Böses. Und so war es. Nicht nur, daß mein vermeintliches Paßwort nicht funktionierte, überdies hat der Nutzer „net“ natürlich keine erhöhten Rechte und kann somit auch keine Adminkennwörter verwalten.
Nun saß ich also vor einem Windowsrechner, dessen drei Nutzerkennwörter mir unbekannt waren. Alle üblichen Verdächtigen funktionierten nicht, was tun?

Natürlich hatte ich ausnahmsweise am Wochenende mein Auto aufgeräumt und somit weder Boot-CDs, USB-Sticks oder sonstwas dabei. Dumm gelaufen.

Aber ich gebe ja so schnell nicht auf. Ich fragte, ob CD-Rohlinge da wären? Glücklicherweise waren welche da. Also lud ich am Rechner 01 entsprechende Software herunter und wollte mit dem ISO-Image eine Start-CD erzeugen. Hat der blöde Rechner nicht mal eine Brennsoftware! Egal, schnell eine kleine Brennsoftware installiert und … dann wußte ich auch, warum keine Brennsoftware installiert war; der Rechner hatte keinen Brenner eingebaut. Rechner 02 übrigens auch nicht. Und Rechner 03 war ja gesperrt, hatte im Übrigen aber auch keinen Brenner. Was denn nun?

Ich bettelte um einen USB-Stick (war vorhanden), speicherte Brennprogramm und ISO-Image darauf und ging zu einer benachbarten Fa., die ich glücklicherweise auch betreue. Dort vertrieb ich die Sekretärin von ihrer Arbeit, um festzustellen, daß auch deren PC keinen Brenner hat.

Langsam wurde ich unruhig. Doch der nächste Rechner hatte nicht nur einen Brenner, sondern auch eine passende Brennsoftware und wenige Minuten später hatte ich eine Start-CD in der Hand. Rasch bedankt, zurück zu Rechner 03 und mit Hilfe der CD schnell alle Kennwörter resettet und dann neu eingerichtet und die Welt war wieder in Ordnung.

Aber die halbe Stunde davor war sie das nicht und das ausschließlich wegen meiner Leichtfertigkeit.

 Posted by at 7:43 a.m.
Juni 212013
 

Irgendwie ist wirklich der Wurm drin. Und ich wette, es ist PISA. Aber egal, hier das letzte Ereignis:

Ich bestelle am 12.06. ein recht teures Ultrabook samt Dockingstation bei Dell, das ich für einen Kunden am 01.07.2013 benötige.
Der Händler jammert, daß die Dockingstation erst Ende Juli geliefert wird und schlägt vor, Ultrabook und Dockingstation getrennt zu bestellen, damit es keinen Engpaß gäbe. Ich willige ein und bezahle einmal das Ultrabook (vierstellig) und dann noch die Dockingstation (dreistellig).
Am 14.06.2013 bekomme ich eine Zahlungsbestätigung und ein Statusupdate. Die Dockingstation soll am 15.07.2013 eintreffen (egal, es geht ein paar Tage auch ohne) und das Ultrabook… am 02.07.2013?!? Was soll das denn? Ich rufe beim Händler an, der will sich kümmern.

Gestern liegen tatsächlich zwei Pakete von Dell auf der Treppe. Ich öffne beide hocherfreut und sehe… zwei Dockingstationen m(

 Posted by at 8:50 p.m.
Juni 032013
 

Nach dem einfachen Fall nun einmal ein Komplizierter:

Vor ein paar Wochen kaufte ich ein Multifunktionsgerät (Drucken-Scannen-Faxen-Kopieren) von Triumph-Adler (TA). Ja, die mit den Schreibmaschinen, die stellen jetzt keine Büromaschinen her, sondern überleben mit Serviceleistungen im IT- und Dokumentenmanagement.

Das TA-Gerät ist baugleich mit einem UTAX- und einem Kyoceragerät. Da ich mich mit Kyocerageräten ganz gut auskenne, hatte ich schnell das Kundennetzwerk am Drucken. So weit so gut. Jetzt nur noch schnell das Fax einrichten und den Scanner.

Fax:

Ich steckte das Faxkabel des (funktionierenden) Altgeräts in den TA und wählte es an. Sofort kam ein Kontakt zu Stande. Faxempfang ist also schon einmal kein Problem.

Doch beim Faxsenden scheiterte immer der Verbindungsaufbau. Gewitzt durch jahrelange Erfahrung, änderte ich erst einmal die Kabelbelegung, tauschte das TAE-Kabel aus und schloß das Gerät direkt an den DA-Wandler der Telefonanlage an. Das Fax empfing immer und sendete nie. Hmm.
Erschwerend kam dazu, daß die TK-Anlageninstallation schon etwas älter war und der Kabelverlauf unübersichtlich. Beim Nachverfolgen diverser Kabel stieß ich auf weitere Probleme (die seien an anderer Stelle beschrieben). Doch auch ein Direktkabel (neu) an die Anlage ging ja auch nicht. Wohl aber das alte Faxgerät. Also mußte es an den Sendeeinstellungen des Gerätes liegen, Ton- Pulswahl, Amtsnull, irgend so ein Kram.

Im Menü des Gerätedisplay konnte ich zwar 13 Hauptmenüs mit gefühlten tausend Untermenüs aufrufen, aber die mich interessierenden Sachen fehlten alle samt und sonders. Ähnlich üppig stellte sich das Webinterface dar, man kann mit dem Gerät zeitversetzte, verschlüsselte Faxe aus dem Ausland in eine E-Mail-Box abrufen, Arbeitsgruppenleiter können Kostenstellen definieren und der Papierabrieb läßt sich mikrogrammgenau einstellen, doch zum Faxversand fand ich nichts.

Das 145-seitige (immerhin rein deutschsprachige) Handbuch erwähnte aber diese Einstellungen ausdrücklich. Anrufe beim Händler bestätigten mir, daß das Gerät 100% funktioniere und die Menüs da sein müssen. Das 497-ig Seiten starke Handbuch erwähnt, daß beim Fehlen diverser Einstellungsmöglichkeiten der Servicetechniker informiert werden müsse. Der Händler meinte, daß sei nicht so.

Mittlerweile hatte ich also diverse Seiten fachchinesischer Handbücher gelesen und mit dem Händler diverse Telefonate geführt und E-Mails geschickt.

Auf eine Reaktion von TA warte ich momentan noch. Seit zwei Wochen kommen beim Kunden zwar Faxe an, aber wegschicken geht nicht, keine Chance.

Scanner:

Hier ist die Lage auch verfahren. Auf Grund irgendwelcher §/“& Einschränkungen, kann ich bei diesem Gerät keine Nutzernamen und Kennwörter für das Netzwerk dauerhaft speichern. Also müssen alle Nutzernamen per Tastatur bei jedem Scanvorgang eingegeben werden, eine eher impraktikable Lösung.

Einen Ausweg bietet die TWAIN-Schnittstelle. Die geht aber nicht über das Netzwerk, sondern, warum auch immer, nur über USB-Kabel. Also schloß ich ein USB-Kabel an den Rechner an, der am häufigsten scannen muß (und der glücklicherweise in der Nähe der Maschine steht) und wollte den Treiber installieren. Triumph-Adler bietet schon einmal gar keinen Treiber an, Kyocera hat für sein baugleiches Gerät einen TWAIN-Treiber, der aber nur bis XP unterstützt wird. Immerhin fand ich bei UTAX einen Vista-Treiber, der auch tatsächlich und problemlos funktionierte.

Wobei…, problemlos ist etwas anderes, denn die Software, die die Scans abschließend annimmt, ist sehr wählerisch. Ich darf nur in einen Standardordner scannen und die Software nimmt ausschließlich JPG-Dateien an.

In den spezifischen Ordner per TWAIN zu scannen läßt sich mit dieser Schnittstelle nicht automatisieren, das hatte ich nach ewiger Probiererei zu akzeptieren.

Also legte ich einen eingeschränkten Nutzer „a“ an, der mit ähnlich kurzem Paßwort in dem freigegeben Ordner Schreibrechte hat. Endlich klappte das Scannen.

Doch, wie ich nun feststellen mußte, werden die Scandokumente standardmäßig als PDF gespeichert. JPG kann ich zwar temporär am Gerät einstellen, aber diese Einstellungen merkt sich das Gerät nicht.

Eine Möglichkeit, das dauerhaft zu ändern fand ich in keinem der beiden dicken Handbücher. Auch hier harre ich einer Antwort vom Kundendienst.

Und all diese Vorgänge sind komprimiert dargestellt. Wieso lassen sich solche Banalitäten nicht einfach einstellen? Klar, das Gerät ist nicht taufrisch, aber das da bei solchen Sachen so gepatzt wurde, damit konnte ich nicht rechnen. Wenn nächste Woche die Problematiken nicht gelöst sind, fliegt das Ding weg.

 Posted by at 3:36 p.m.
Juni 032013
 

Wie soll die Welt nur weitergehen, wenn alles, aber auch alles immer komplizierter, unverständlicher, weniger begreifbar wird und dazu auch noch der Kundendienst usw. scheitert?

Zwei Fallbeispiele:

1. der einfache Fall – NAS

Ein Kunde braucht einen Netzwerkspeicher (NAS) mit Cloudfähigkeiten. Ich kaufe das Gerät, baue zwei identische Festplatten ein und… bekomme am Gerät den Deckel nicht mehr zu. Ratlos schiebe ich den Deckel hin und her, analysiere und sehe schließlich, daß die Festplattenschrauben dünne Köpfe habe müssen, damit es paßt. Also schraube ich dünnere Schrauben rein und hänge das Gerät ins Netzwerk. Nach der Inbetriebnahme warte ich auf das Festplatteninitialisieren. Nach 10 Stunden (Nachtruhe dazwischen) erkenne ich, daß es wohl sinnvoller gewesen wäre, die exotisch formatierten Festplatten aus Altbestand VORHER von diversen EXT3-Partitionen zu befreien und tatsächlich geht das NAS sofort und problemlos an den Start. Ich teste es, finde es gut und will es beim Kunden installieren. Pustekuchen! Denn ich schaffe es nicht, im Gerät die kundenspezifische IP-Adresse einzugeben, weil ich auf einmal nicht mehr an diese Stelle komme, da vorher immer das Webinterface mich auf die Startseite zurückleitet.

Ich nehme das Ding wieder mit nach Hause (Frust). Dort bekomme ich es auch nicht umprogrammiert. Neue, alte, originale Firmware, Werksreset, anderes Netz, Browserwechsel, Rechnerwechsel; nach stundenlanger, fruchtloser Probiererei gebe ich auf und schicke das eine Woche junge Gerät zum Händler zurück. Natürlich auf eigene Kosten und eine Umverpackung brauche ich auch noch (da hilft mir glücklicherweise der liebe Kunde).
Der Händler moniert, daß ich die Installations-CD vergessen hätte (*seufz*) und sagt, er hätte keinen Fehler feststellen können und sende mir das Gerät zurück. Heute nun kam das Gerät an und fühlte sich seltsam leicht an. Ich nahm das Gehäuse, baute die Festplatten wieder ein (Vorsicht, dünne Schrauben an Deckelseite) und … dann wußte ich auch, warum das Paket so leicht war, denn der Händler hatte das Netzkabel und das Netzteil vergessen.
Das schickt er mir nun nach. Und dann schaue ich, ob ich die IP ändern kann, habe aber jetzt schon wenig Hoffnung.

Und das war der einfache Fall, der kompliziertere kommt nachher…

 Posted by at 3:02 p.m.
Mai 302013
 

Ich werde jedesmal wütend, wenn ich besonders schlampige oder oberflächliche Berichte zur Kenntnis nehmen muß. Zwei Beispiele dafür erlebte ich gestern:

Zuerst las ich die Meldung, daß auf der Raumstation ISS erstmals seit einem Jahr wieder ein Europäer an Bord ist. Klar, die vier Russen sind ja keine Europäer. Aber die Türkei in die EU haben wollen…*aufreg*

Zweite Meldung ereilte mich, als ich beim Kunden ein Fernsehgerät einrichtete. Auf irgendeinem Sender lief eine Tiersendung (MDR?). Dort fiel der Satz: „…hat soundsoviel Schlangen. Diese ergeben eine Gesamtlänge von 110 Metern.“
Hier dauerte es etwas, bis mir der Kamm schwoll, dann aber richtig. Ich schimpfte: „Und im Gehege nebenan stehen drei Elefanten, die zusammen 10 Tonnen wiegen. Eltern haben zwei Kinder, die zusammen 3 Meter groß sind.“ Im letzteren Fall war ich dann aber schon wieder belustigt ob meiner Reaktion (und der der Kunden).

 Posted by at 8:55 p.m.
Mai 182013
 

Gestern noch war ich neidisch auf die Nordlichter. Denn gestern hatte da oben eine Tante Geburtstag und alle saßen im Garten und genossen Grillgut bei feinstem Wetter. Hier war das Wetter ja eher dröge, abgesehen davon, daß ich erst 19:00 Uhr von der Arbeit heim kam.

Das ich keine 24 Stunden später keinen Neid mehr nötig habe, das hätte ich nicht gedacht. Und das kam so:

Ich hatte heute zwei Kundentermine. Und bei beiden Terminen gab es nach abgeschlossener Arbeit feines Gegrilltes und kühles Bier für den Autor. Und beides war nicht geplant, genauso wenig wie das wunderbare laue Frühlingswetter.

Ich danke nochmals den Grilleinladern und werde das ganze Pfingsfest nichts essen…

 Posted by at 9:29 p.m.