Mrz 122016
 

Meine Tante und meine Mutter entflohen dem Winter und buchten auf Gran Canaria für drei Wochen ein Apartment. Das war doch eine gute Gelegenheit, sie mal für eine Woche zu besuchen, fand ich.

Also wurde flugs Anfang Januar das Internet aufgesucht und kurze Zeit später hatte ich 450 Euro weniger auf dem Konto, dafür aber die nötigen Flugtickets und darüber hinaus für die ganze Zeit einen Mietwagen gebucht.

Am 01.03.2016 ging es dann los.

Mein erster Pauschalflug mit einem Ferienflieger zu einem DER Pauschalurlaubsziele, konnte das gutgehen?

Ja, konnte es und wie gut!

tui

Ich saß in der knallgelben Boeing ganz vorne rechts und hatte angenehme Nachbarn. Wir hatten tolles Flugwetter, so daß ich die ganze Zeit den Rhein flußaufwärts beobachten konnte, später sah ich die Pyrenäen und die portugisische Küste gestochen scharf. Hätte ich links gesessen, hätte ich einen tollen Blick auf die Meerenge von Gibraltar gehabt, jedenfalls wies uns der Kapitän darauf hin.

Leicht verstörend war nur nach gut einer Stunde die Durchsage:

“Sollten sich unter den Passagieren Personen befinden, die dem Ärztestand oder Krankenhauspersonal angehören, bitten wir diese, nach vorn zu kommen.”

Tatsächlich kamen dann drei Ärzte, die hinter dem Vorhang verschwanden und dann die ganze Zeit hin- und herliefen. Da ich ganz vorne saß bekam ich natürlich grob mit, was vorgefallen war: ein Crewmitglied (keiner der Piloten) hatte wohl einen Schwächeanfall. Da das Durchschnittsalter der Passagiere über 50 lag, war es kein Problem, ein passendes Medikament aufzufinden und alles war wieder gut.

Also nix passiert und auf die Minute pünktlich landeten wir in LPA auf Gran Canaria.

Gefühlt mögen ja alle Deutschen schon einmal auf einer der kanarischen Inseln gewesen sein, ich jedenfalls war es noch nicht und hatte keine Ahnung und mich auch bewußt nicht informiert, was ein Segen sein sollte.

Das Auschecken und die Gepäckausgabe gingen sher schnell und entspannt vor sich. Ich holte meinen Mietwagen ab, einen nigelnagelneuen Renault Clio mit Navi.
Ins Navi wollte ich das Ziel eintippen – doch fand er die Adresse des Hotels nicht. Hmmm, egal, erst einmal losfahren, ich wußte ja die grobe Richtung (Süden) und hatte ein Smartphone dabei!

Ein Smartphone ohne Roaming ist allerdings nicht allzu nützlich. Auch ein Anruf bei der Mutter brachte wenig (wir sind in einem der vielen Hotels), so daß ich mich an einem Parkplatz erst einmal schlau machte, sprich: das Roaming abschaltete.

Dann kam die erste Rätsellösung: das Navi im Auto nannte immer die Regierungshauptstadt zuerst, was mich verständlicherweise verwirrte, wollte ich doch in den Ort Playa del Ingles und nicht nach San Bartolomé de Tirajana. Im Navi stand dann also:

San Bartolomé de Tirajana, P

Egal, als ich den Trick raushatte, ging alles ganz einfach und schon fuhr ich in die Zielstraße ein, eine Einbahnstraße. Dummerweise verkehrt herum; ein paar Tage vorher hatte die Verwaltung die Richtung umgekehrt. Hektisch hupende Taxis machten mich auf den irrtum aufmerksam, ich wendete gekonnt und… stand vorm Hotel.

Begeistert begrüßten mich Tante und Mutter, ich bezog Quartier in ihrem Apartment und dann ging es an den Pool zum wohlverdienten Feierabendbier und einem sehr wohlschmeckenden Fisch in Dillsauce nach schwedischer Art, das ganze Hotel befand sich fest in skandinavischer Hand.

Das war’s eigentlich schon für den ersten Tag. Bisher verlief also alles prima.

portugal

Die portugisische Küste von oben, vor vier Jahren weilte ich IRL dort.

pool

Am Ziel: mein Stammplatz rot eingekreist.

 Posted by at 10:36 am
Jan 162016
 

… meckerte mein Kartenleser für das Online-Banking an, daß die Batterien erschöpft seien und ersetzt werden müssen. Da ich das Gerät kein Jahr in Betrieb hatte und das bereits der zweite Satz zu zwei exotischen Knopfzellen war, stellte ich mich stur. Ich kaufte zwar Ersatzbatterien, schwor mir aber heilig, die Batterien erst zu tauschen, wenn sie WIRKLICH alle sind.

Vorgestern nun war es soweit, das Gerät verweigerte den Dienst endgültig. Damit hat es mit erschöpften Batterien doppelt so lange seinen Dienst verrichtet. Ich wittere ein Komplott der Onlinebankingkartenleserindustrie mit der Batterieindustrie.

 Posted by at 5:07 pm
Dez 102015
 

Dank der seltsamen politischen Lage enthalte ich mich ja momentan jedweder Äußerung, so erklärt sich auch die Stille im Blog.

Heute aber möchte ich das Schweigen brechen, lese ich doch zwei Meldungen, die mich mit Freude und Hoffnung erfüllen.

Da wäre zum ersten die Inbetriebnahme des ersten “richtigen” Quantenrechners durch die sicher dafür prädestinierten Firmen Google und NASA.

Seit vielen Jahren redete man davon, nun ist er da. Sicher heute noch ein Trum wie damals in den 1950er Jahren die ersten Großrechner. Doch wenn ich schaue, wie die Wissenschaftler bzw. Ingenieure diese Maschinen binnen eines halben Jahrhunderts weiterentwickelten, dann werden Quantencomputer noch vor meiner Rente die Welt revolutionär verändert haben.

Viel wichtiger jedoch ist die zweite Meldung.

In Greifswald gelang es ENDLICH, deutliche Fortschritte auf dem Weg zur gesteuerten Kernfusion zu erzielen.

Wenn dadurch in den nächsten Jahren wirklich relevante Energiemengen erzeugt werden können, dann sind wir doch einen Schritt vor der Star-Trek-Ära.

Freilich müssen wir dazu nur noch die Religionen überwinden. Ups, ich wollte doch nicht polititisieren…

 Posted by at 11:30 pm
Okt 172015
 

Sonntag, 04.10.2015

Wie immer gab es Frühstück bei Gregg’s und dann eine Busfahrt nach Kensington, wo wir pünktlic um 10:00 Uhr zur Öffnung des Technikmuseums eintrafen. Selbstverständlich hatten wir immer noch perfektes Wetter.

Das Museum war klasse, wir verbrachten fast drei Stunden darin; hervorzuheben wären von mir die vielen Sonderausstellungen zum Thema Gehirn, aber auch die Klassiker Dampflok, Mondfähre und diverse olle Computer (eine Vax, ein Cray! und und und) verfehlten den Aha-Effekt nicht.

Dann ging es mit dem Bus nach Covent Garden, um dort Entfesselungskünstlern, Musikern usw. zuzuschauen. Im “Maple Leaf”, einem kanadischen Pub in der Nähe, gab es erträgliches Essen, dann fuhren wir in aller Ruhe mit Umwegen über Pall-Mall per Bus zum Hotel zurück.

Ich ging nach kurzem Ausruhen ins nächste Pub, den “Blackbird” und hatte bei einem Pint zum erstem Mal in meinem Leben das zweifelhafte Vergnügen, einem Rugby-Spiel zu folgen.

Sagen wir es mal so, es erinnerte mich an eine organisierte Prügelei, aber den Zuschauern schien es zu gefallen. Gastgeber England war am Vortag in der Vorrunde ausgeschieden, was die Stimmung aber nicht mehr sichtlich drückte.

Dann ging es zum eigentlichen Anlaß, dem Konzert von Meister Weird Al im Apollo, was sich nur zwei U-Bahn-Stationen entfernt befindet.

Das Konzert an sich war mindestens genauso gut wie das vor fünf Jahren, enthielt auch viele Elemente der 2010er Show.

Anschließend tranken wir noch einen Abschiedsschluck am Earl’s Court und dann gings ins Hotel.

Am nächsten Tag war das Wetter durchwachsen, deswegen fuhren wir wieder nach Hause. Der Flug verlief ereignislos, nur am Terminal mußten wir 20 Minuten wegen eines Bombenalarms warten.

Fazit: nicht erst 2020 bin ich wieder in London, tolle Stadt. Vielen Dank an alle Mitreisenden, vor allem Tim, der durch seine Ortskenntnis alles leichter und schöner machte.

alle

 Posted by at 8:27 pm
Okt 162015
 

Am Sonnabend war in Deutschland der Tag der Deutschen Einheit. In London war davon nichts zu spüren, eher bemerkte man deutlich, daß momentan die Weltmeisterschaften im Rugby stattfanden.

Der erste Ausflug des Tages führte uns mit einem roten Doppeldeckerbus (oben sitzen macht Spaß) nach Primrose Hill. Dort wollten wir den tollen Blick über die Stadt genießen, leider war aber der Morgendunst hartnäckiger als wir.

Egal, wer schöne Bilder dazu sehen möchte, kann ja hier klicken.

Dann wanderten wir durch die offensichtlich etwas bessere Gegend, darauf deuteten zumindest die vielen fetten und superteuren Autos, die an der Straße geparkt waren, hinüber zur nahe gelegenen Abbey Road. Die berühmten Studios mit dem Zebrastreifen waren nicht zu verfehlen, denn die auf einmal rumrennenden dutzenden (japanischen) Touristen mit Deppenzepter waren schwer zu übersehen.

Das nächste Ziel war Klein-Venedig. Reizvolle Kanäle, bunte Fassaden, schmale Hotel- und Restaurantboote ließen wirklich an die norditalienische Stadt denken.

Der Hunger und der Durst trieben uns in die Innenstadt. Natürlich fuhren wir auch dahin mit dem Doppelstockbus. Nach üppigen Mahl ging es via Harrod’s Kaufhaus zurück ins Hotel. Dann fuhren wir ins Odeon-Filmtheater, um dort den Ridley-Scott-Film “The Martian” zu genießen. Beim Vorbier im benachbarten Pub trafen wir uns mit Florian und Anne sowie den beiden Litauern Tomas und Marija, die frisch aus New York eingetroffen waren.

Der Film war sehr gut, Bild und Ton auch, alleine die Sitze waren ein Graus, da hat man ja bei Ryan Air mehr Platz!

Nach dem Kino stellte sich die Frage, rechts oder links. In diesem Fall war der rechte Weg die falsche Entscheidung, denn wir gerieten in einen Stadtteil, der sehr an den Nahen Osten erinnerte. Nur noch vermummte Frauen und ziegenbärtige Moslems und natürlich kein Pub mehr weit und breit. Aber irgendwann fanden wir dann doch noch ein Lokal und ließen dort den Abend gemütlich ausklingen.

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primrose_hill

 Posted by at 8:48 pm
Okt 092015
 
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Im Jahr 2010 trat der größte Künstler aller Zeiten, Weird Al Yankovic, mal wieder in Europa auf. Zeit also, nach langer Abstinenz, einen neuen Ausflug in diese tolle Stadt zu unternehmen.

Und hier ist der Bericht:

Freitag, 02.10.2015 – Nullmeridian und Sonnenuntergang in Gondel.

British Airways brachte Tim, Jens und mich zumn Flughafen Heathrow ins Terminal 5. Hey, da war ich doch schon einmal im Februar gewesen! Dank Tim war das Flugzeug nicht so ein üblicher kleiner Stoppelhopser sondern ein richtig Großes.

Wir saßen in Reihe 7, das ist normalerweise die hinterste Reihe der Business Class, so daß ich in den hohen Genuß kam, als allererster das Flugzeug verlassen zu können. Beim Rückflug war die Normalität wieder hergestellt, da saß ich auf dem allerletzten Platz…

Wir fuhren mit der U-Bahn direkt zum Hotel, bezogen es und dann ging es sofort auf Entdeckungungstour.

Tim war schon dutzendemale in London und kennt die Stadt, vor allem aber das Nahverkehrsnetz wie seine Manteltasche, das war für uns Begleiter natürlich ideal.

Das erste Ziel des Tages hieß Greenwich. Mit der DLR, einem Verkehrsmittel das ich GDL-Freunden sehr ans Herz legen möchte, kamen wir bei Kaiserwetter (siehe Bilder) in den Londoner Osten.

Wir schauten uns von außen die Cutty Sark an, dann gingen wir am Themseufer entlang, beobachteten Dreharbeiten zu einem Historienfilm an der Universität und wanderten in aller Ruhe zum Observatorium mit dem Nullmeridian und genossen vom Hügel aus die phantastische Aussicht auf die Stadt.

Dann gingen wir zurück zum Eingang des Fußgängertunnels, der unter der Themse verläuft. Dort trafen wir uns mit Anne und Florian.

Nunmehr zu fünft wanderten wir durch den Tunnel auf die andere Themseseite und fuhren ins Bankenviertel. Dort bestiegen wir die erste und einzige Seilbahn Londons.

Bei wolkenlosem und klaren Himmel genossen wir einen Sonnenuntergang allererster Güte 100 Meter über der Themse. Was will man mehr?

Ok, essen muß man. Wir fuhren zu Earl’s Court zurück, dort gab es feines indisches Essen und damit war der erste Tag auch schon zu Ende.

 Posted by at 6:30 pm
Sep 192015
 

… diverse Beiträge verfaßt. Doch gestern erreichte der Service einen neuen Tiefpunkt.

Ich fang mal umständlich an. Ein Kunde hatte einen 5 Wochen alten Drucker der Fa. Epson reklamiert. Er druckte nicht mehr, klarer Garantiefall. Aus Freundschaft erbot ich mich, das Gerät zurückzusenden.

Bei Epson anrufen – RMA-Zettel ausdrucken, alles kein Problem. Nur hatte ich kein passendes Paket vorrätig.

Ich fuhr auf dem Weg zum nächsten Kunden durch Klein-Winternheim und besuchte die dortige Post, da ich die Post vor Ort möglichst wenig frequentiere, man denke nur an Parkplatzprobleme, Unfreundlichkeit, lange Schlangen…

In Klein-Winternheim wurde bei meinem Ankommen gerade die Außentür angeschlossen. Doch der sehr freundliche Verkäufer ließ mich noch ein.

Ich fragte nach einem Paket. Die Post hat keine für Drucker passenden Pakete, doch der nette Herr ging in den Keller und fand dort tatsächlich ein passendes Behältnis. Ich packte den Drucker sorgfältig (und zeitraubend) ein.

Der hilfsbereite Betreiber assistierte mir dabei. Das Paket wurde mit Paketband zugeklebt, der Adressaufkleber angebracht und dann war es endlich bereit. Die Retoure war unfrei, also hatte der Mann nur Last mit mir, verspätete Mittagspause und noch ein 16 Kilo schweres Paket zu schleppen, daß er mit seinem Karton und seinem Paketband erst transportfähig gemacht hatte. Natürlcih bedankte ich mich herzlich für diese tolle Hilfe und versäumte auch nicht, 2 EUR in die Sparbüchse zu werfen, von der ich weiß, daß deren Inhalt seiner Nichte in $WEITWEG (ich vermute in ihm einen Südseeinsulaner, aber bei solchen Schätzungen aber furchtbar schlecht) zu Gute kommt (IIRC kostet dort Schule 1 $ die Woche).

Nun denn. Der damals weggeschickte Drucker fand seinen Weg zu Epson und wurde mir am vergangenen Mittwoch “repariert” zugesandt.

Blöder- bzw. interessanterweise hatte der Drucker immer noch das gleiche Fehlerbild, also verfrachtete ich ihn wieder zurück in den Karton und generierte (nach Telefonat mit dem Hersteller) eine neue RMA-Nummer, um ihn erneut reparieren zu lassen.

Da ich im Ort einen wichtigen Termin hatte, entschloß ich mich, nicht die 6 Kilometer Umweg nach Klein-Winternheim zu nehmen, sondern das Paket vor Ort aufzugeben.

Natürlich fand ich keinen Parkplatz in Postnähe, so daß ich die 16 Kilo (siehe oben) durch den halben Ort schleppte. Und natürlich erwartete mich eine üppige Schlange, aber immerhin kümmerten sich 2 Mitarbeiterinnen um diese.

Nach geraumer Zeit stellt ich den Trum auf die Waage und bat um ein kurzes Stück Paketband (30 cm), da sich an einer Seite mein Band verwickelt hatte und dort eine Lücke klaffte.

Die Postbeamte(?) deutete auf den Verkaufsaussteller hinter mir. Ich fragte noch einmal nach und bekam die selbe Deutung bzw. Antwort.

Tatsächlich mußte ich mir für 1,99 EUR eine Rolle Paketband kaufen, welches ich dann unter den amüsierten, mitleidigen, gierigen und betroffenen Blicken der zahlreichen Nachfolger mühsam händisch abknipperte, entrollte und abriß.

Ich habe das nur getan, weil ich wirklich einen wichtigen Termin vor mir hatte und sicher auch, weil ich völlig konsterniert war.

Normalerweise wäre ich mit einem sehr lauten und sehr spitzen Kommentar, der nicht druckwürdig wäre, von dannen gezogen.

Servicewüste Deutschland? Keine Ahnung, aber, wenn ich nicht gezwungen bin, sieht mich dieser Saftladen nicht mehr.

 Posted by at 11:07 pm
Jun 252015
 

… gehabt, denn, wie man hier lesen kann, gibt es derzeit Probleme in den KFZ-Zulassungsstellen.

Nun war ich letzte Woche sogar zweimal in Oppenheim in der Zulassungsstelle.

Das erste Mal am Dienstag, um mir ein Überführungskennzeichen erstellen zu lassen.

Verwaltungsakt: so 20 EUR
Kennzeichen: so 10 EUR
Wartezettel: von Z056 bis Z063
Aufenthalt: ca. 20 Minuten

Mittwoch holte ich das Auto ab und am Donnerstag wurde ich wieder vorstellig.

Verwaltungsakt: so 50 EUR
Kennzeichen: so 30 EUR
Wartezettel: von Z009 bis Z014
Aufenthalt: ca. 120 Minuten!

Ja, ich wartete tatsächlich von Z013 bis Z014 weit über eine Stunde. Und garantiert waren da die “Hacker” noch nicht am Werke…

Wieso war ich auf der Zulassungsstelle? Welches Auto fahre denn jetzt? Der interessierte Leser wird es irgendwann an dieser Stelle lesen können.

 Posted by at 9:36 pm
Jun 252015
 

…sind sicher ein probates und auch nötiges Instrument des Staates, die autofahrenden Bürger an die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung zu gemahnen.

Aber so, wie ich das heute erleben mußte, darf es nicht sein.

Gegen 19:30 Uhr fuhr ich, aus Mainz über die Saarstraße kommend, auf die A60 auf. Die Auffahrt ist wegen Brückenbauarbeiten verkürzt und auf 40 km/h reguliert, die Autobahnbenutzer hingegen dürfen 60 km/h fahren.

Soweit so gut. Nun war der Blitzer direkt ans Ende der verkürzten Einmündung plaziert worden (roter Kreis), so daß der auffahrende Autofahrer bei (stark) verkürzter Auffahrt und (problematischem) Verkehr auf der BAB sich in einer durchaus schwierigen Verkehrssituation nun auch noch an der neuralgischsten Stelle im Auge einer Radarfalle wiederfand. Mich erschreckte das jedenfalls gehörig. Denn ich hatte natürlich, um mich in den (stark) fließenden Verkehr einzureihen, mein Auto recht zügig in der (deutlich verkürzten) Auffahrt auf die herrschende Geschwindigkeit beschleunigt.
Laut Schild durfte ich 40 km/h fahren, der Verkehr floß deutlich schneller, also gab ich behende Gas… und sah in das Auge des Blitzers, was (zumindest bei mir) durchaus einen Schreck verursachte. In dieser haarigen Situation ist es erste Pflicht, sich nach § 1 StVO in den fließenden Verkehr einzuordnen und dann wird man plötzlich von einem Blitzer erschreckt, in den man, mit wieviel km/h *blickaufdentachodervomfliessendenVerkehrablenk*… ja, darf ich nur 40 km/h oder schon 60 km/h oder was…? Offen gestanden hatte ich in dieser Situation gar keine Gelegenheit auf den Tacho zu schauen, denn viel wichtiger war es, die Einfädellücke zu finden.

Ich finde diese Blitzerstelle skandalös, da gefahrenträchtig und in keiner Weise dem (noblen) Ziel dienlich.

Zu Stoßzeiten ist an dieser Stelle sowieso immer Dauerstau; man kriecht dann im Schritttempo durch die Baustelle; doch sobald der Verkehr irgendwann mal mühsam fließt, den verspäteten Pendlern an einer Endlosbastelbaustelle mit hohem Risikopotential (siehe oben) abzockend aufzulauern, ist arg fragwürdig.

Beschwerde an die Polizei ist raus.

blitzer

 Posted by at 9:13 pm